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ABR Tochter


24.12.2010 03:25 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Hallo!
Wir sind geschieden, mein Ex Mann hat sich die letzten 8 Wochen nicht um die kInder gekümmert, aus verschiedensten Gründen.
Nun besteht er drauf dass unsere Tochter (geb. 23.01.05) morgen an Weihnachten zu ihm kommt und die Ferien dort bi szum 02.01. verbringt. Jule möchte jedoch nicht zu ihrem Vater dies teilte ich ihm mit.
Nun hat er eine einstweilige Anordnung bei Gericht bewirkt und sie mir am 23.12. abends um 17 Uhr übergeben damit ich auch ja nicht noch irgendwas in die Wege leiten kann.
Ich habe versucht, meine Tochter davon zu überzeugen, dass sie sich dann jetzt wohl bei Papa eine schöne Woche machen muss, si eweint unaufhörlich und fleht mich an sie nicht bei Papa zu lassen.
Nun meine Frage, wir fahren am 25.12. in den Urlaub, auf den die Kleine sich ja nun auch schon gefreut hat. Was passiert mir, wenn ich sie morgen nicht herausgebe? Ich habe dem Gericht schon per Fax eine Beschwerde zugesandt, da es für mich hier in keinster Weise um das Wohl des Kindes geht. In dem Beschluss steht, dass meine Tochter in einem Alter sei, in dem ich si eja quasi überreden könnte.
Ich finde es ein absolutes Unding, dass meine Tochter gegen Ihren Willen dorthin muss, zumal ICH es wra, die bereits mehrfach das Jugendamt um Hilfe bat, damit der Vater sich wieder regelmäßig kümmert!
Habe ich irgendeine Chance dagegen anzugehen?
Es bricht mir das Herz wenn ich ihm morgen meine heulende Tochter geben muss. Sie wird sich von mir im Stich gelassen fühlen!!

Danke

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Sehr geehrte Fragenstellerin,

im Umgangsrecht befinden wir uns immer in einer schwierigen Situation zwischen Emotionen und der rechtlichen Beurteilung. Hier erhalten Sie daher lediglich eine rechtliche Einschätzung.

Anhand der wenigen Informationen sind Ihre Fragen wie folgt zu beantworten:

Es entspricht inzwischen gefestigter Sichtweise, dass der Umgang mit beiden Elternteilen für das Wohl des Kindes von besonderer Wichtigkeit ist. Dem Vater wird das Umgangsrecht daher nur beschnitten werden, wenn das Wohl des Kindes dies erfordert. Anhaltspunkte sind in Ihrer Schilderung nicht vorhanden.

Die Tatsache, dass er sogar mit einer einstweiligen Anordnung (§ 49 FamFG) durchgedrungen sein soll, lässt darauf schließen, dass das Gericht hier ebenfalls keine solche Anhaltspunkte sieht. Gerichte sind bei dem Erlass vorläufiger Regelungen im allgemeinen extrem zurückhaltend.

Entscheidung im Wege der einstweiligen Anordnung sind grundsätzlich nicht anfechtbar (§ 57 Abs.1 FamFG) Dies gilt dann nicht, wenn aufgrund mündlicher Verhandlung entschieden wurde. Die Durchführung einer solchen können und sollten Sie beantragen (§ 54 Abs. 2 FamFG). Hiernach ist die gerichtliche Entscheidung mit der Beschwerde angreifbar.

Solange Sie jedoch mit Rechtsmitteln nicht durchgedrungen sind und zumindest eine Aussetzung der Vollstreckung (§ 55 FamFG) erreicht haben kann eine Verweigerung der Herausgabe für Sie die Folge haben, dass auf Antrag ein Ordnungsgeld gegen Sie festgesetzt werden kann. Bei Uneinbringlichkeit kann auch Ordnungshaft angeordnet werden (§ 89 FamFG). Das Gericht kann sogar unmittelbaren Zwang anordnen (§ 90 FamFG).

Eine Vereitelung des Umgangs könnte ferner zum Argument für den Vater werden, eine Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechtes auf ihn zu beantragen. Ich rate Ihnen daher dringend davon ab, dies zu versuchen.

Sie sollten jedoch aufgrund der Weigerung der Tochter zusätzlich das zuständige Jugendamt einschalten um von dort Unterstützung für die Zukunft zu erhalten.


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