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8c KStG - Erwerb von 50% GmbH-Anteilen

| 27. Mai 2021 12:04 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Ich habe mich am 13.12.2018 an der Neugründung einer GmbH mit 50% beteiligt. In der Zwischenzeit ist ein Verlustvortrag entstanden. Ich möchte nun die 50% Anteile meines Gesellschafter-Kollegen übernehmen und wäre dann der einzige Gesellschafter.

Gilt die Formulierung "innerhalb von 5 Jahren" des §8c KStG auch für Gründungsgesellschafter? Müsste ich demnach noch bis zum 14.12.2023 mit dem Kauf der Anteile warten damit die Verlustvorträge nicht untergehen? Oder trifft die Regelung auf meinen Fall gar nicht zu, da mir die 50% bei der Gründung nicht "übertragen" wurden und somit nicht mitzählen?

27. Mai 2021 | 13:55

Antwort

von


(668)
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52070 Aachen
Tel: 0241 - 53809948
Web: http://www.rechtsanwalt-andreaswehle.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,

gern beantworte ich Ihre Frage aufgrund der von Ihnen getätigten Angaben wie folgt.

Ich denke nicht, dass die Regelung des § 8c KStG in Ihrem Fall Anwendung findet.
§ 8 Abs. 1 KStG spricht von „mehr als 50 Prozent" die übertragen werden müssen und damit zum Untergang des Verlustvortrages führen.

Darüber hinaus hat das FG Hamburg dem Bundesverfassungsgericht (2 BvL 19/17) die Frage der Verfassungsmäßigkeit bei Anteilsübertragung von mehr als 50% zur Entscheidung vorgelegt. Eine Entscheidung ist hier noch nicht ergangen.
https://www.pwc.de/de/steuerberatung/verfassungswidrigkeit-der-verlustabzugsbeschraenkung.html

Ich hoffe Ihre Fragen beantwortet zu haben und verbleibe
Mit freundlichen Grüßen

Andreas Wehle
Rechtsanwalt /Aachen



Rechtsanwalt Andreas Wehle

Rückfrage vom Fragesteller 27. Mai 2021 | 14:26

Dass heißt die ursprünglichen 50% Anteile, die von mir 2018, also vor weniger als 5 Jahren bei der Gründung übernommen wurden zählen dann also nicht mit?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 27. Mai 2021 | 15:07

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Rückfrage.

Es geht bei § 8c KStG nicht um die Anteile an der Gesellschaft, die Sie halten, sondern die auf eine andere Person oder Gesellschaft übertragen werden.

Zitat:
§ 8c
Verlustabzug bei Körperschaften
(1) 1Werden innerhalb von fünf Jahren mittelbar oder unmittelbar mehr als 50 Prozent des gezeichneten Kapitals, der Mitgliedschaftsrechte, der Beteiligungsrechte oder der Stimmrechte an einer Körperschaft an einen Erwerber oder diesem nahe stehende Personen übertragen...
https://dejure.org/gesetze/KStG/8c.html

Ihre bereits in Ihrem Vermögen befindlichen Anteile der Gesellschaft spielen daher keine Rolle. Ihre Anteile würden hinsichtlich der vom BVerfG zu entscheidenden Frage eine interessante Abwandlung des Falles und für den gesetzgeberische Motivation zu § 8c KStG eine ausschlaggebende Hürde.

Ich hoffe Ihre Fragen beantwortet zu haben und verbleibe
Mit freundlichen Grüßen

Andreas Wehle
Rechtsanwalt /Aachen

Bewertung des Fragestellers 1. Juni 2021 | 00:06

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