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8 von 12 Feiertage gearbeitet ohne Freizeitausgleich - Verjährungsfristen

| 30.07.2021 08:34 |
Preis: 58,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Ich habe im Jahr 2020 in der Pflege an 8 von 12 Feiertage gearbeitet ohne dafür einen anderen Tag Freizeitausgleich zu erhalten.
Mein Arbeitsvertrag sah eine Stundenlohnabrechnung vor, also die Feiertagsstunden wurden bezahlt.
Aber was ist mit den 8 Tagen Freizeit die mir fehlen.
Ich habe das Unternehmen im Juli diesen Jahres verlassen.
Wie sind die Verjährungsfristen um einen Ausgleich für die fehlende Freizeit zu fordern ?
Der Arbeitgeber könnte ja auch sagen wozu einen Ausgleich, es wurde ja die Arbeit bezahlt .

Der AV sieht eine Verfallsklausel vor: Alle Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis müssen innerhalb von 3 Monaten geltend gemacht werden. in einem weiteren Absatz steht dann "Diese Ausschlussfristen und diese Verfallsklausel gelten nicht für Ansprüche aus einer Haftung für vorsätzliches Verhalten,......... und für andere gesetzliche oder vertragliche Ansprüche , auf die nicht verzichtet werden kann."

Ich bin der Meinung , gesetzliche Ansprüche trifft auf Feiertage zu .

30.07.2021 | 10:39

Antwort

von


(488)
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40212 Düsseldorf
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Sehr geehrte Fragestellerin,

zunächst vielen Dank für für Ihre Frage.

Grundsätzlich sind bei einer nicht eingeschränkten Verfallklausel die Ansprüche erloschen, wenn sie nicht binnen drei Monaten ab Fälligkeit, d.h. ab Entstehen des Anspruches,geltend gemacht werden.

In Ihrem Fall ist die Verfallklausel jedoch eingeschränkt, so dass in der Tat der Anspruch auf Freizeitausgleich, der sich aufgrund der Beendigung des Arbeitsvertrages in ein Entgeltanspruch umgewandelt hat, nicht von der Frist von drei Monaten umfasst ist und nach wie vor bestehen könnte.

Die Verjährung des Anspruches beträgt drei Jahre, mithin würde die Verjährung erst mit Ablauf des Jahres 2023 eintreten.

Sie sollten auf jeden Fall nunmehr umgehend Ihren Anspruch beim ehemaligen Arbeitgeber geltend machen und nicht weiter warten. Falls der Arbeitgeber sich auf die Verfallklausel beruft, sollten Sie auf die Einschränkung: „für andere gesetzliche oder vertragliche Ansprüche, auf die nicht verzichtet werden kann" hinweisen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
P. Dratwa


Rückfrage vom Fragesteller 01.08.2021 | 16:49

Guten Tag

noch eine kurze Frage zur Sache :

Ich bin im Unternehmen kein Einzelfall. Dieses Spiel wird ausnahmslos mit allen Mitarbeitern ( ca. 40 ) getrieben.
Kann ich hierzu eine Anzeige erstatten gegen meinen ehemaligen Arbeitgeber und wenn ja wo ?

Vielen Dank

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 01.08.2021 | 19:51

Sehr geehrte Fragestellerin,

Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz sind ordnungswidrig und werden mit Bußgeldern geahndet bzw. bei schwerwiegenden Fällen sogar strafbar gem. §§ 22,23 Arbeitszeitgesetz.

Zuständig ist die Arbeitsschutzbehörde. Da mir nicht bekannt ist, wo Sie wohnen, kann ich Ihnen die Adresse leider nicht angeben. Sicherlich werden Sie im Internet die zuständige Behörde herausfinden, die sich alsdann der Sache annehmen wird.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
P. Dratwa

Bewertung des Fragestellers 01.08.2021 | 20:59

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Super Dankeschön !!!
Ich bin erstaunt, dass ich am Sonntag zu dieser Uhrzeit noch eine Antwort bekomme.
Ich kann die Welt nicht retten, aber vielleicht ,für meine Kollegen die weiter in der Firma ausharren, ein wenig besser machen.

Grüße und Dankeschön

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 01.08.2021
5/5,0

Super Dankeschön !!!
Ich bin erstaunt, dass ich am Sonntag zu dieser Uhrzeit noch eine Antwort bekomme.
Ich kann die Welt nicht retten, aber vielleicht ,für meine Kollegen die weiter in der Firma ausharren, ein wenig besser machen.

Grüße und Dankeschön


ANTWORT VON

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