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§7I EStg

| 05.12.2020 17:53 |
Preis: 50,00 € |

Steuerrecht


Für die erhöhte Abschreibung für Baudenkmäler nach §7i EStG gelten für die ersten 8 Jahre 9% und für die letzten 4 Jahre 7%.
Wir haben mit der Abschreibung 2008 begonnen. Demnach ist die Abschreibung nach 13 Jahren beendet, somit letzmalig 2019
Im Jahre 2017 wurde das Baudenkmal an unsere Tochter zu einem sympolischen Betrag überschrieben (Baulandpreis) überschrieben.
Für die Steuererklärung 2018 und 2019 verweigert das Finanzamt eine Abschreibung, weil wir nicht mehr Eigentümer des Anwesens sind.
Meine Frage: Ist die Abschreibung in diesem Falle -§7i EStg- an das Eigentum gebunden?

Sehr geehrter Fragesteller,

leider kann ich dem Finanzamt nicht widersprechen.

Die Steuervergünstigungen für Denkmal- und Sanierungsobjekte über die AfA bei Vermietung und über Sonderausgaben bei Eigennutzung lassen sich nur für Aufwendungen nutzen, die nach der Anschaffung der Immobilie angefallen sind. Der BFH (seit Urteil vom 17.07.2001 - IX R 50/98 ) stellt insofern auf den gesetzlichen Wortlaut der §§ 7 ff. EStG ab ("Steuerpflichtige") und bezeichnet die hier geregelten Abschreibungsmöglichkeiten als "personenbezogene Steuervergünstigungen" (BHF, a. a. O., Rz. 20), siehe das Urteil hier:

https://www.steuernetz.de/urteile/bfh/2001-07-17-ix-r-50_98

Siehe auch FG Baden-Württemberg vom 08.03.2010 – 10 K 2706/08 :

https://www.iww.de/quellenmaterial/id/176026

Nur der Erstkäufer einer denkmalgeschützten Immobilie kann deshalb die steuerliche AfA nutzen. Wird die Denkmalschutzimmobilie innerhalb der AfA-Frist verkauft, so hat der neue Erwerber demzufolge nicht die Möglichkeit, die Abschreibung zu verwenden. Die nicht ausgenutzte AfA kann nicht weitergegeben werden. Es kommt dabei nicht auf den erzielten Kaufpreis an, sondern nur darauf, dass die Immobilie nicht mehr in der Hand des Ersterwerbers ist.

Ich bedauere, Ihnen keine günstigere Antwort geben zu können. Wenn noch etwas unklar geblieben ist, so fragen Sie gerne nach. Vorerst verbleibe ich mit freundlichen Grüßen!

Elisabeth v. Dorrien
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 07.12.2020 | 10:54

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Hätte gerne eine kostenfreue Nachfrage gehabt, weiß aber nicht wies es geht. ansonsten bin ich mir der Auskunft sehr zufrieden.

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Stellungnahme vom Anwalt:

Sehr geehrter Fragesteller,
ich weiß leider auch nicht, wie die Nachfragefunktion bei 123recht.de (technisch) funktioniert, aber Sie können sich über meine E-Mail rainevdorrien@gmail.com an mich wenden. Melden Sie sich gerne mit Ihrer Nachfrage! Zunächst aber herzlichen Dank für Ihre sehr freundliche Bewertung (trotz wenig erfreulicher Mitteilung)!
Für den Moment also nochmals viele Grüße, EvD