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60-Tage-Regelung Deutsch-Schweiz


31.07.2006 15:26 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin seit Mitte diesen Jahres in der Schweiz angestellt. Mein Wohnsitz ist weiterhin in Deutschland und ich habe die Grenzgängerbewilligung für die Schweiz.

Nun gestaltet es sich so, dass ich als Berater mehr als 60 Tage im Jahr (bzw. 30 Tage im halben Jahr) bei Kunden bin und dort übernachte.
Die Kunden sind teilweise in der Schweiz, teilweise in Österreich und teilweise in Deutschland ansässig.
Die Voraussetzungen für die 60-Tage-Regelung sollten erfüllt sein, da alle Kunden weit über 110 km von meinem Wohnsitz entfernt sind und die Übernachtungen natürlich auf Verlangen des Arbeitgebers stattfinden und auch vom AG bezahlt werden.
Generell läuft bei mir eine Arbeitswoche so ab, dass ich von Montag bis Donnerstag beim Kunden bin und am Freitag bei meinem Arbeitgeber.

Meine Frage ist nun:
- Wo muss ich versteuern bzw. wo muss ich wieviel versteuern?
-> gerade dadurch, dass ich noch in Deutschland und in Drittländern tätig bin, gestaltet sich diese Frage für mich etwas schwierig

- Was muss ich tun? Wann muss ich etwas tun?
- Was muss mein AG tun? Wann muss mein AG etwas tun?


Ich würde Sie bitten, nur zu antworten, wenn Sie sich wirklich gut mit dieser sehr komplexen Thematik auskennen und mir konkrete Aussagen liefern können.


Freundliche Grüsse
Sehr geehrter Fragesteller,

ich unterstelle, daß Sie tatsächlich an mindestens 60 Arbeitstagen nicht zu ihrem Wohnsitz nach Deutschland zurück kehren. In diesem Fall greift für Sie nicht die Grenzgänger-Regelung, wonach in der Schweiz nur eine Quellensteuer in Höhe von 4,5% erhoben und Ihr Gehalt im übrigen in Deutschland versteuert wird. Vielmehr wird in diesem Fall in der Schweiz die volle dortige Quellensteuer fällig. Sie werden also vollständig in der Schweiz (bzw. im dortigen Kanton) besteuert.

Um in diesem Fall in Deutschland eine Befreiung von der Steuer zu erlangen, müssen Sie Ihrem Wohnsitzfinanzamt eine Bescheinigung Ihres Arbeitgebers über die
Nichtrückkehr an mehr als 60 Tagen (Formular "Gre-3") vorlegen.
Ihr Arbeitgeber ist verpflichtet, den abgezogenen Quellensteuerbetrag im Lohnausweis unter der Rubrik "Bemerkungen" anzugeben.
Je nach den näheren Daten - die Sie nicht mitgeteilt haben - erfolgt dann in Deutschland entweder gar keine Besteuerung mehr oder aber die in der Schweiz gezahlte Quellensteuer wird Ihnen angerechnet.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Steuerrecht

Nachfrage vom Fragesteller 01.08.2006 | 19:46

Sehr geehrter Her Meisen,

zuerst einmal danke für Ihre Antwort.

Ich muss Ihnen aber leider mitteilen, dass mir diese Informationen schon bekannt waren.

Der Knackpunkt der Frage lag darin, wie es aussieht, wenn ich in Deutschland bzw. in Drittländern (nicht Schweiz, aber z.B. Österreich) eingesetzt werde.

Bisher habe ich von diversen Ämtern hierauf noch keine eindeutige Antwort erhalten. Eine Antwort war zum Beispiel, dass ich die Tage, welche ich dann in D eingesetzt bin auch in D versteuern muss. Das Bruttogehalt wird im Verhältnis der eingesetzten Tage, welche unter die 60-Tage-Regelung fallen, somit aufgeilt und versteuert. Dieses muss der AG dann auch in GRE-3 ausweisen.

Genau hierauf brauche ich nun eine eindeutige Aussage.

Ich bedanke mich schon im Voraus für Ihr Feedback.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.08.2006 | 07:26

Sehr geehrter Fragesteller,

Einsätze außerhalb der Schweiz sind für die Grenzgänger-Regelung (d.h. 4,5% Quellensteuer in CH, ansonsten Versteuerung in D) stets schädlich, zählen also regelmäßig mit bei der Bestimmung der 60-Tage-Grenze. Dabei ist es nicht entscheidend, ob der Einsatz etwa in Österreich stattfindet oder aber in Deutschland.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Steuerrecht

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