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50 % Eigentumsübertragung

12.02.2011 07:54 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Tobias Rösemeier


Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Partner hat mit seiner Noch-Ehefrau (Scheidung wird wohl in den nächsten 3 Monaten stattfinden) ein Haus (jeder ist zu 50 % im Grundbuch eingetragen), das er alleine bzw. mit mir zusammen bewohnt. Darlehen werden nur von ihm bedient, aber sie steht in den Verträgen mit drin. Eine Haftungsentlassung seiner Frau ist von Seiten der Bank kein Problem, wenn ich an ihre Stelle trete. Geplant wäre auch die Aufnahme eines weiteren Kredits, um die Frau auszahlen zu können. Demnach wäre ich Darlehenstechnisch auf jeden Fall in dem Boot mit drin.
Nun geht es um die Übertragung: Die einzige Möglichkeit, um die Grunderwerbssteuer zu umgehen, wäre, wenn ER ihren Anteil übernimmt, richtig? Ansonsten würden sich die Kosten für Gundbuchumschreibung, Notar usw. nach dem Betrag richten, den sie ausgezahlt bekommt? Müßte hierüber ein NOTARIELLER Kaufvertrag errichtet werden?
Ich habe versucht rauszufinden, wie hoch in einem solchen Fall die Kosten für die Umschreibung, Notar usw. sind, aber ich blicke leider nicht durch. Können Sie mir sagen, wie hoch sich diese belaufen würden, wenn man von einem Kaufpreis von 50.000 € ausgeht?

Vielen Dank im Voraus.

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte. Das Hinzufügen bzw. Weglassen von wesentlichen Sachverhaltsbestandteilen kann zu einem völlig anderen rechtlichen Ergebnis führen. Dieses Forum dient dazu, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung verschaffen, kann und soll keinesfalls die Beratung bei einem Kollegen vor Ort ersetzen.

Dies vorausgeschickt, gehe ich auf Ihre Fragen wie folgt ein:

Gem. § 311 b BGB muss ein Grundstücksübertragungsvertrag zwingend notariell beurkundet werden.

Richtig ist, dass die Übertragung unter Ehegatten bzw. bei Scheidung grunderwerbssteuerfrei ist.

Bei einem Gebührenwert von 50.000 € fallen für die Beurkundung des Notarvertrages 264,00 €, für den Vollzug des Geschäfts und sonstige betreuende Tätigkeiten des Notars 99 €, sowie Auslagen an, die sich zwischen 50 € und 150 € bewegen. Dies stellen Nettobeträge dar, so dass die gesetzliche Mehrwertsteuer noch hinzugerechnet werden muss. Sollte noch eine Grundschuld über den Ausgleichsbetrag von 50.000 € durch den Notar für den aufzunehmenden Kredit bestellt werden, so fällt hierfür noch eine Gebühr in Höhe von 132 € an. Sie müssen also mit Notarkosten in Höhe von rund 600 € rechnen.

Beim Grundbuchamt werden für die Einkommensumschreibung 132 € fällig, für die Eintragung einer Hypothekt wäre dieser Betrag auch noch einmal zu entrichten, also insgesamt dann 264 €. Von einer Auflassungsvormerkung, die Kosten in Höhe von 99 € verursachen würde, könnte man im vorliegenden Fall ggf. absehen.

Der Kostenrahmen beträgt daher voraussichtlich 900 €.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste rechtliche Orientierung verschaffen, sollte etwas unklar geblieben sein, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion des Portals.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Tobias Rösemeier
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 12.02.2011 | 08:18

Die Grunderwerbssteuer (3,5 %) würde sich dann ebenfalls von diesen 50.000 € Kaufpreis berrechnen? Könnte man diese so umgehen, dass erst ER den Anteil übernimmt und mich (nach der Scheidung) heiratet und mir dann den Anteil überträgt?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.02.2011 | 08:27

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt.

Wenn der Vertrag zwischen Ihrem Lebensgefährten und dessen Ehefrau geschlossen wird, fällt keine Grunderwerbssteuer an.

Wenn Sie beide dann nach der Scheidung heiraten und Ihr Ehemann Ihnen dann die hälfte der Immobiie überträgt würde auch in diesem Fall keine Grunderwerbsteuer anfallen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Tobias Rösemeier
- Rechtsanwalt -

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