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5 gramm kokain

31.01.2016 17:24 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Zusammenfassung: Eine Einstellung nach § 31a BtMG ist möglich, wenn die Schuld des Täters als gering anzusehen wäre, kein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung besteht und der Täter die Betäubungsmittel lediglich zum Eigenverbrauch in geringer Menge anbaut, herstellt, erwirbt oder besitzt.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe zur Zeit keinen Führerschein. Gestern wurde ich mit 5 gramm kokain erwischt. Die Polizei hat mir na klar das zeug weg genommen und gesagt ich höre von Ihnen.

Ich bin vorbestraft wegen schwerer Körperverletzung im Jahr 2009.

Was passiert jetzt mit mir.

Was soll ich der Polizei sagen...Eigenkonsum...?

Wenn ich mir mein Führerschein irgendwann wiederholen will wäre es dann nicht besser ich sage das ich es verkaufen wollte, oder wird dann die Strafe noch höher??????

Bitte helfen Sie mir!!

LG

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten. Bitte beachten Sie, dass bereits kleinste Änderungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.


1. "Was passiert jetzt mit mir?"

Ihnen wird voraussichtlich in den nächsten Tagen oder Wochen ein Vorladung von der Polizei erreichen. In dieser werden Sie "gebeten", eine Aussage bei der Polizei zu machen

Wichtig:
Sie sind nicht verpflichtet, gegenüber der Polizei eine Aussage zur Sache zu machen. Ihnen steht ein gesetzliches Aussageverweigerungsrecht zu. Grundsätzlich ist auch immer zu raten, vor Akteneinsicht keine (!) Stellungnahme auf die erhobenen Tatvorwürfe abzugeben. Erst nach erfolgter Akteneinsicht kann die Beweislage und die Sachlage vernünftig eingeschätzt werden. Im Anschluss an die Akteneinsicht kann dann immer noch eine Stellungnahme abgegeben werden.

In welche Richtung sich das Strafverfahren entwickelt, kann erst nach Kenntnis des Akteninhalts beurteilt werden - Alles andere wäre Spekulation. Denn es kommt insbesondere auch auf die (tatsächlich!) festgestellten Mengen an (s.u.).

Vorstrafen wären nur relevant, wenn sie auch wegen Verstöße gegen das BtMG erfolgt sind.


2. "Was soll ich der Polizei sagen?"

Ungeachtet dem Rat, derzeit keine Aussage gegenüber der Polizei zu machen, sollten Sie es unterlassen, anzugeben, dass Sie das Kokain weiterverkaufen wollten - In diesem Fall würde Ihnen neben dem Besitz von Betäubungsmitteln auch noch das unerlaubte Handeltreiben mit Betäubungsmitteln vorgeworfen werden. Dieses wird üblicherweise härter bestraft.

Eine Einstellung des Verfahrens nach § 31a BtMG wäre nur möglich, wenn Ihnen "lediglich" Eigenkonsum angelastet werden kann.

Ob eine Einstellung noch möglich ist, kommt auf die tatsächlich festgestellte Menge an. Üblicherweise wird die Grenze hierfür bei 1,0g Kokain gezogen. Nach Ihren Angaben (5g) wäre eine Einstellung daher derzeit unwahrscheinlich.


3.
Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 31.01.2016 | 18:54

Danke schon mal dafür....Jedoch habe ich gemeint mit was passiert mit mir was für eine Strafe habe ich zu erwarten....Und 1 g "Straßen zeug" oder der tatsächliche Reinheitsgrad....Es sind 5 gramm "Straßen koks"....

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.01.2016 | 19:11

Sehr geehrter Fragesteller,

bei der Ihnen zur Last gelegten Menge kommt es auf die Brutto-Menge an. Es ist also die Menge maßgeblich, die sich ergibt, wenn man das aufgefundene Kokain wiegt. Der reine Werkstoffgehalt ist nicht entscheidend.

Danach sollt ein "normaler" Fall des § 29 BtMG vorliegen, sodass die Tat mit "Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe" gehandelt wird.

Sofern es zu einer Verurteilung kommen sollte, und Sie nicht bereits wegen Verstößen gegen das BtMG vorbestraft sind, ist eine Geldstrafe realistisch. Die Anzahl der Tagessätze kann seriös und ohne Kenntnis der Akte nicht vorhergesehen werden. Die Höhe der einzelnen Tagessätze bestimmt sich nach Ihrem monatlichen Netto-Einkommen (1 Tagessatz = Netto-Einkommen geteilt durch 30)

Mit freundlichen Grüßen

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