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5 Stunden Probearbeit vergütungspflichtig?

| 28.07.2014 18:06 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Daniela Weise-Ettingshausen


Sehr geehrte Damen und Herren,

potentielle neue Mitarbeiter unserer Gastronomie lassen wir grundsätzlich Probearbeiten, um zu schauen, wie sie mit der Arbeit zurechtkommen. Bei diesen Probearbeiten handelt es sich um sehr einfache Aufgaben (lernen, wie die Kasse funktioniert, Tische abwischen, etc).

Jüngst haben wir einen Bewerber probearbeiten lassen. Die Probearbeit betrug weniger als 5 Stunden, verteilt auf drei verschiedene Tage. Es wurde nur mündlich, nicht schriftlich festgehalten, dass es sich um unvergütete Probearbeit handelt.

Dazu zwei Fragen:

1. Hat der Bewerber Anspruch auf Vergütung in üblicher Höhe?
2. Wenn ja, wie ist diese Vergütung zu entrichten? Muss nachträglich ein Arbeitsvertrag geschlossen werden, oder reicht in diesem Fall eine "formlose" Auszahlung?

Vielen Dank und freundliche Grüße

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Eine unentgeltliche Beschäftigung sieht das Gesetz nicht vor, sodass grundsätzlich auch eine Probearbeit vergütet werden muss. Sofern hierzu nicht bereits im Vorfeld eine Vereinbarung getroffen wurde, gilt hinsichtlich der Höhe § 612 BGB. Dieser lautet in Absatz 2:

Ist die Höhe der Vergütung nicht bestimmt, so ist bei dem Bestehen einer Taxe die taxmäßige Vergütung, in Ermangelung einer Taxe die übliche Vergütung als vereinbart anzusehen.

Es ist also die übliche Vergütung zu zahlen. Diese ist branchenabhängig.

Es ist ratsam die Bezahlung der Vergütung schriftlich zu fixieren bzw. sich quittieren zu lassen. Einen gesonderten Vertrag müssen Sie nicht schließen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 28.07.2014 | 18:39

D.h., eine Anmeldung des Bewerbers muss nicht erfolgen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.07.2014 | 19:03

Auch wenn Ihre Nachfrage keine Verständnisfrage darstellt und daher nicht zulässig ist, beantworte ich diese dennoch in gebotener Kürze:

Wenn eine Probearbeit vereinbart wurde, müssen Sie auch eine Anmeldung vornehmen. Sie brauchen lediglich keinen schriftlichen Vertrag.

Es gibt auch die Möglichkeit ein sog. Einfühlungsverhältnis einzugehen. Dann müsste keine Vergütung und keine Anmeldung erfolgen. Sofern Sie hierüber eine weitere Beratung wünschen, stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Bewertung des Fragestellers 28.07.2014 | 19:20

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FRAGESTELLER 28.07.2014 5/5,0
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