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5-Jahresmietvertrag abgeschlossen / nach einem Jahr nun Umzug aus beruflichen Gründen


03.07.2006 22:25 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Mein Mann und ich haben im April 2005 geheiratet. Anschließend haben wir eine Wohnung gesucht, da auch mein Mann im Sinne unserer Ehe umziehen mußte:

Er arbeitet in einem Internat, wo es eine Klausel im Arbeitsvertrag gibt, die besagt dass er in der Schule wohnen und eine Internatsfamilie betreuen muss, sofern die Schule eine Wohnung zur Verfügung stellen kann, die für die Familie (wir sind nun durch die Heirat dreiköpfig) adäquaten Platz (= Anzahl der Zimmer = Anzahl der Familienmitglieder plus ein zusätzliches Arbeitszimmer)für die Familie bietet. Das konnte die Schule nicht nach unserer Heirat, daher bekam er die Erlaubnis für die Zeit, die keine Wohnung zur Verfügung steht (wir hatten um mindestens zwei Jahre Zeit gebeten) eine Wohnung außerhalb der Schule zu beziehen, solange bis eine solche frei wird.

Nun ist innerhalb eines Jahres (wir sind im Juli 2005 zusammengezogen) unerwarteterweise eine solche 4-Zimmerwohnung freigeworden, womit niemand gerechnet hat.

Daraufhin hat der Schulleiter meinem Mann nahegelegt, diese Wohnung zu beziehen. Andernfalls würde sich aufgrund des Wohnungsverteilsystems an dieser Schule und des Arbeitsvertrages zwischen der Schule und meinem Mann die Situation ergeben, dass er sich nach einem Jahr eine andere Stelle suchen müsse.

Mein Mann möchte aber in diesem Internat bleiben und keinesfalls den Arbeitgeber wechseln.

Nun haben wir im Juli letzten Jahres eine Wohnung gesucht und eine adäquate wunderschöne Wohnung gefunden. Der Vermieter hat uns einen 5-Jahresvertrag unterzeichnen lassen, obwohl er um die Problematik bei meinem Mann wußte.
Wir haben ihn unterschrieben, weil es damals kaum Wohnungen zu vermieten gab und wir aufgrund der Lage und der schönen Atmosphäre in der Wohnung felsenfest davon ausgegangen sind, dass wir die Wohnung auch leicht wieder an einen Nachmieter weitergeben können, den wir unserem Vermieter ja zur Erfüllung des Mietvertrages anbringen müssen.

Die Suche nach einem Nachmieter gestaltet sich aber nach mittlerweile 2 Wochen sehr schwierig. Wir haben vom VORmieter für 2.200 € eine Küche übernommen, die wir auch an den Nachmieter verkaufen müssen.
Obwohl die Wohnung nun in Immobilienscout und in der Zeitung steht, erhalten wir kaum Anrufe, wenn sich Leute interessieren, springen sie evtl. wegen der Lage, wegen des Geländes, etc. ab.

Ich selbst arbeite in einem anderen Wirtschaftszweig 60 bzw 70 km von dem momentanen bzw zukünftigen Wohnort entfernt.
Mein Urlaubsantrag ist durch, die neue Wohnung in der Schule wird renoviert, der Umzug soll im August stattfinden.

Die Schule trägt die Umzugskosten, mein Mann muß im August umziehen, um seinen Arbeitsvertrag einzuhalten.

Nun endlich kommt meine Frage:

Welche Möglichkeiten gibt es, aus dem Mietvertrag herauszukommen, falls wir keinen Nachmieter finden ?

Immerhin handelt es sich um berufliche Gründe und eine doppelte Haushaltsführung aufgrund eines einzuhaltenden Mietvertrages oder das Zahlen der Miete bis ein Nachmieter gefunden ist, ist natürlcih ein erheblicher finanzieller Verlust.

Ist es einem Ehepaar zuzumuten, aufgrund des Mietvertrages auseinanderziehen zu müssen ?

Gibt es eine gesetzlich festgelegte Abstandssumme, sozusagen Schadensersatz, der in einem solchen Falle von uns zu leisten wäre ? Oder entspricht solch eine berufliche zwangsläufige Veränderung "höherer Gewalt" ?

Und letzte Frage: haben wir mit der Küche dann "Pech" gehabt, oder läßt sich die ggf. dem Vermieter verkaufen - oder muss ich diese separat verkaufen ?

Vielen Danke und freundliche Grüße !

-- Einsatz geändert am 03.07.2006 22:24:49
03.07.2006 | 22:53

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,

grundsätzlich sind Sie an den Vertrag gebunden. Dies setzt voraus, dass es sich um einen wirksamen Zeitmietvertrag handelt. Denn oftmals sind einzelne Klauseln nichtig, mit der Folge, dass die Mieter den Vertrag ordentlich kündigen können.

Sollte der Vertrag wirksam sein, könnten Sie mit dem Vermieter einen Mietaufhebungsvertrag vereinbaren. Ein Mietaufhebungs- vertrag kann jederzeit geschlossen werden. Voraussetzung ist lediglich, dass beide Parteien mit der Beendigung einverstanden sind.

Ansonsten bestünde die Möglichkeit den Mietertrag zu beenden,dies setzt allerdings einen wichtiger Grund voraus. Zu überlegen wäre hier, ob die arbeitsvertragsliche Klausel Ihres Mannes einen solchen Grund darstellt. So haben die Gerichte in ähnlich gelagerten Fällen z.B. bei einer berufliche Versetzung des Mieters einen solchen Grund bejaht. Für eine abschließende Beurteilung müsste allerdings näher in der Rechtsprechung recherchiert werden.

Insgesamt rate ich Ihnen, einen Anwalt vor Ort mit der Prüfung zu beauftragen. Dieser müsste den Mietvertrag auch auf seine Wirksamkeit überprüfen.

Mit freundlichen Grüßen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt

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Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

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