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5 Jahre keinen Strom gezahlt


27.09.2006 12:34 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin Kämpf



Ich bin vor kurzem aus meiner alten Wohnung ausgezogen und habe dabei fest gestellt, daß ich für die vergangenen 5 Jahre, in denen ich in der Wohnung gewohnt habe keinen Strombezahlt habe.

In der Nebenkostenabrechnung des Vermieters wurde stets ein Punkt aufgeführt "Allgemeinstrom", ich bin in meiner Naivität davon ausgegangen, daß es sich dabei um meinen Stromverbrauch handelt. Da ich beruflich in der Regel immer unterwegs war und somit von Montags bis Freitags die Wohnung praktisch leer stand schien mir die Höhe auch realistisch.

In der Wohnung vor dieser habe ich den Strom auch über die Nebenkosten an den Vermieter gezahlt, so daß ich nie einen Verdacht geschöpft habe, daß ich keine eigene Abrechnung über Strom erhielt.

Beim Auszug hat mir der Vermieter nun erzählt, daß sich "Allgemeinstrom" lediglich auf die Treppenhausbeleuchtung und den Aufzug bezog.

Ich habe sämtliche Unterlagen und Kontoauszüge durchgesehen und konnte keine enstprechenden Überweisungen oder Abbuchungen feststellen. Bis heute hat sich auch niemand bei mir gemeldet und ich wüsste nicht, an wen ich mich wenden sollte.

Was soll ich nun machen? Ich kann mich ja nicht abmelden, da ich auch nie angemeldet war. Wieso hat sich hier 5 Jahre nie jemand von den Stadtwerken gemeldet?
Sehr geehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller,

auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes möchte ich Ihre Frage wie folgt beantworten.

Normalerweise meldet der ausziehende Mieter bei den Stadtwerken seinen Auszug samt Zählerstand, der einziehende Mieter seinen Einzug samt Zählerstand. Das ist hier offenbar nicht geschehen. Ungewöhnlich erscheint, dass die Stadtwerke Ihnen keine Rechnung, Mahnung o.ä. zukommen ließen.
Vorstellbar wäre, dass Ihr Vermieter die Abwicklung und auch die Zahlung des Stroms gegenüber den Stadtwerken übernahm. Hier könnt Ihr Mietvertrag Aufschluss bringen. Eventuell vereinbarten Sie eine Pauschale, dies ist aber unüblich.

Weiterhin könnte es sein, dass Ihr Vormieter aufgrund der fehlenden An- und Abmeldung bei den Stadtwerken den Strom weiterhin abbuchen ließ und dies nicht bemerkte.

Ihre Handlungsalternativen sind zum einen weiter zuwarten, ob die Stadtwerke oder der Vormieter sich noch bei Ihnen melden oder zum anderen der Sache auf den Grund zu gehen und weiter Nachforschungen anzustellen.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick ermöglicht zu haben und stehe für Ergänzungen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie ggf. für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

Fon 089/ 22843355
Fax 089/ 22843356

info@kanzlei-kaempf.net
www.kanzlei-kaempf.net

Nachfrage vom Fragesteller 27.09.2006 | 16:19

Hallo,

vielen Dank für diese Antwort. Mir ist aber immer noch nicht ganz klar, ob ich mich strafbar gemacht habe durch die Nichtanmeldung beim Einzug. Wie gesagt ging ich davon aus, daß es über die Nebenkosten abgerechnet wird, wie es in meiner vorigen Wohnung auch geschah, es war also nciht mutwillig sondern lediglich Naivität.

Da ich nun nach meinem Auszug Kenntnis davon habe, mache ich mich dann evtl. strafbar, wenn ich nun nicht reagieren werde?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.09.2006 | 10:18

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nachfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Aufgrund Ihrer Fragestellung ging ich nicht davon aus, dass es Ihnen auf die strafrechtliche Würdigung des Problems ankam.

In Betracht käme ein Betrug durch Unterlassen gem. §§ 263, 13 StGB (Strafgesetzbuch).
Dann müssten Sie aber verpflichtet gewesen sein, Ihren Einzug zu melden. Dies kann ich mangels genauer Sachverhaltskenntnis nicht beurteilen. Dahingehend kommt es auf Ihren Mietvertrag, Ihre Absprachen mit dem Vormieter bzw. Vermieter an.
Wenn Sie bereit sind, den Irrtum aufzudecken und die Zahlungen für den tatsächlichen Stromverbrauch zu entrichten, gehe ich nicht zwingend davon aus, dass die Beteiligten Anzeige erstatten.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

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