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450€-Minijob wie Festgehalt

10.04.2018 12:00 |
Preis: 51,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


15:12
Guten Tag,

ich beschäftige Minijobber und behandle die 450€ wie jedes andere fixe Monatsgehalt.
Es ist eine wöchentlich Arbeitszeit festgelegt. Die monatliche Arbeitszeit schwankt folglich.
Entstehen Überstunden, werden sie durch Freizeit ausgeglichen.
Es wird darauf geachtet, dass trotz der Überstunden der Mindestlohn nicht unterschritten wird (Stundenzettel). Urlaub/ Krankheitstage werden wie bei jedem anderen Angestellten behandelt.
Mache ich alles richtig?
Mein Steuerberater (bzw. eine Sachbearbeiterin) meinte nämlich, dass Minijobber jeden Monat für 450€ die gleiche Stundenzahl arbeiten müssen. Wenn ich z.B. für 35 Monatsarbeitsstunden 450€ bezahle, müßte ich bei einem 40Std-Monat mehr bezahlen und würde somit nicht mehr unter die Geringverdiener-Regelung fallen, d.h. bei Kontrollen müßte ich mit Nachzahlungen rechnen.
In der Minijobzentrale wurde mir gesagt, dass ich die 450€ im Arbeitsvertrag als Monatslohn festlegen kann und die Stundenzahl nur im Hinblick auf den Mindestlohn relevant ist.
Was stimmt nun?




10.04.2018 | 12:49

Antwort

von


(236)
Hopfengartenweg 6
90451 Nürnberg
Tel: 091138433062
Web: http://www.frischhut-recht.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Beide Auskünfte die Sie erhalten haben sind nicht ganz richtig.

Grundsätzlich können Sie auch von Ihren Minijobbern Überstunden abverlangen, allerdings nicht regelmäßig sondern nur in einem gewissen Umfang und auch nur dann wenn dies nötig ist. Es gilt, dass ein gelegentliches und nicht vorhersehbares Überschreiten der Minijobgrenze ohne sozialversicherungsrechtlichen Auswirkungen bleibt. Regelmäßig anfallende Überstunden können hingegen im rechtlichen Sinne ein Überschreiten der 450-€-Grenze zur Folge haben und damit sozialversicherungsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Als "gelegentlich" ist dabei ein Zeitraum von bis zu 3 Monaten anzusehen. Wenn Sie öfter die Minijobgrenze überschreiten, dürfte es problematisch mit den Überstunden Ihrer Minijobber werden. Ein Überschreiten um mehr als den doppelten Verdienst sollten Sie ebenfalls vermeiden. Überdies ist Voraussetzung für eine zulässige gelegentliche Überschreitung, dass der Anfall von Überstunden durch ein unvorhersehbares Ereignis begründet ist. Ein solches unvorhersehbares Ereignis könnte z.B die Erkrankung einer Urlaubsvertretung sein.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Mikio Frischhut

Nachfrage vom Fragesteller 10.04.2018 | 13:26

Danke für die schnelle Antwort.

Die Bestimmungen zu den Überstunden habe ich auch schon gefunden und finde sie sehr schwammig, aber dafür können Sie wohl nichts.
Was ich aber grundsätzlich noch wissen wollte:
Im Arbeitsvertrag mit einem Minijobber ist eine 8h-Woche bei 450€ Monatsgehalt vereinbart. Die Stunden werden regelmäßig Mo und Di gearbeitet. Nun gibt es Monate mit vier Mo- und Diensttagen und welche mit fünf. Auch wenn in manchen Monaten folglich 8 Std. mehr gearbeitet wird, würde ich diese nicht als Überstunden ansehen. Liege ich da richtig?

Freundliche Grüße.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.04.2018 | 15:12

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage beantworte ich Ihnen gern wie folgt:

Wenn Sie in manchen Monaten 8 Stunden mehr arbeiten lassen, so handelt es sich durchaus um Überstunden. Flexible Arbeitszeitregelungen, wie Sie sie beschreiben, können aber grundsätzlich auch für geringfügig entlohnte Beschäftigungen geführt werden. Voraussetzung ist hier, dass Sie Ihren Arbeitnehmern ein vertraglich vereinbartes monatlich gleichbleibendes Arbeitsentgelt zukommen lassen. Diesem Arbeitsentgelt liegt abhängig vom Stundenlohn eine bestimmte Sollstundenzahl zugrunde, wobei Sie hier, wie die Minijobzentrale Ihnen zu Recht mitgeteilt hat, den Mindestlohn im Auge bewahren müssen.

Soweit Sie für einen Prognosezeitraum von 12 Monaten den Jahreswert von EUR 5.400,00 nicht überschreiten, dürfte Ihre Vorgehensweise daher grundsätzlich nicht zu beanstanden sein.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen


Dipl.iur. Mikio A. Frischhut
Rechtsanwalt


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