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4000,-€ Anzahlung weg

03.12.2019 19:03 |
Preis: 75,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Kinder


Ich habe einen gebrauchten Mercedes gekauft. Es wurde ein Kaufvertrag zwischen Privatpersonen abgeschlossen, welcher besagt das ich xxxx Euro anzahle und eine Woche später die restlichen xxxx. Das Auto hat der Verkäufer mir, mit dem KFZ- Schein, 3 Tage später gebracht (was ich schon seltsam fand, er hat sich mir quasi aufgedrängt, obwohl ich mehrmals gesagt habe das ich ihn abholen würde) Der Name auf dem KFZ- Schein entspricht aber nicht der dem Verkäufers, ebenso ist der Kaufvertrag auf den Namen seiner Frau ausgestellt und auch diese ist nicht die Person auf dem Schein.

In dem Kaufvertrag ist lediglich nur die Bezeichnung des KFZ und das Kennzeichen eingetragen- alles andere (Fzg Ident-Nummer u.a.) ist nicht zu Papier gebracht worden. Unterschrieben hat auch nicht die Frau, sondern der Verkäufer, ihr Mann (also zumindest hat er gesagt das es seine Frau ist).

Ich habe den Wagen nicht viel genutzt, da ich überwiegend arbeiten war. Einen Gebrauchtwagencheck konnte ich aufgrund des Wochenendes auch nicht durchführen lassen.

Von Anfang an hat das komplette Comand- System nicht funktioniert (bei der Probefahrt 3 Tage zuvor, lief es einwandfrei) , die Luftfederung vorne rechts hing urplötzlich komplett durch und seit gestern quietschen die Bremsen hinten und ich habe gesehen das die Scheiben totale Schleifspuren haben (Ich muss dazu sagen das die Probefahrt Abends statt gefunden hat und ich es demnach auch nicht erkennen konnte). Meine Frage ist, ob ich aufgrund der Tatsachen das Geld hätte zurück fordern können welches ich bereits angezahlt habe, weil es steht ja in keiner Verhältnismäßigkeit zum Kaufpreis. Der Verkäufer hat natürlich keinen Fehler in seinem Handeln gesehen und hat von mir zuerst sogar einen Tag vorher erwartet das ich ihm das restliche Geld gebe, er hat also schon versucht richtig Druck aufzubauen.

Der Verkäufer hat mich heute "netterweise" ziemlich spontan Mittags mit seiner Frau vor meiner Arbeitsstätte (ein Restaurantbetrieb mit starkem Mittagsgeschäft) besucht, hat mir per Whats App gedroht in den Laden zu kommen um mich raus zu holen, er würde die Polizei rufen usw. damit er sein Auto bekommt, mit der Begründung das ich das restliche Geld ja nicht bezahlen möchte. Er war immer noch der festen Überzeugung das die Mängel offensichtlich waren die er verschwiegen hat. Natürlich war dieser Besuch mehr als peinlich und unpassend für mich vor den Kollegen. Ich hatte somit auch keine Chance großartig der ganzen Aktion entgegen zu wirken. Nun habe ich das Auto nicht mehr und die Anzahlung wollte er auf keinen Fall zurück erstatten, noch nicht einmal teilweise. Und es geht immerhin um xxxx,-€. Ich weiss ich bin blauäugig und dumm gewesen, gar keine Frage- ich habe mich aber auch immer mehr von dem Verkäufer unter Druck gesetzt gefühlt und habe es teilweise wirklich mit der Angst zu tun bekommen, obwohl ich immer noch nach wie vor der Ansicht bin das ich im Recht bin. Eine kurze Einschätzung Ihrerseits würde mir bestimmt weiter helfen ob sich der Gang zu einem Anwalt lohnt und welcher Fachanwalt genau dafür zuständig wäre. Vielen Dank.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

So wie sie den Sachverhalt schildern scheinen Sie Opfer von Betrügern geworden zu sein. Die gesamte Vorgehensweise, Verschleierung des Vertragspartners, Verkauf eines offensichtlich mängelbehafteten Fahrzeugs und so weiter gibt Anzeichen für einen kriminellen Hintergrund. Gleiches gilt für die „Rückforderung" des Fahrzeugs, die meiner Meinung nach auch unter strafbaren Umständen geschehen ist.

Selbst wenn es zu einer Rückabwicklung (natürlich einvernehmlich) gekommen wäre, hätte Sie selbstverständlich das Fahrzeug nur Zug um Zug gegen Rückzahlung ihrer Anzahlung zurückgeben sollen.

Sie sollten daher in jedem Fall etwas unternehmen. Da es sich um allgemeines Zivilrecht handelt, kann Ihnen jeder im Zivilrecht tätige Anwalt weiterhelfen.

Hier spricht vieles dafür (aber auch hier sollten Sie aber dem Rat des Anwalts folgen) auch eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft zu erstatten.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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