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400 Euro Job in der Einkommensteuererklärung

13.05.2010 15:52 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe eine Vollzeitbeschäftigung mit Steuerklasse 4. Darüber hinaus habe ich eine geringfügige Beschäftigung angenommen. Für 2009 hat es sich um eine mehrfache Urlaubsvertretung gehandelt, ab 2010 ist es eine feste Arbeitstelle.
Vom Arbeitgeber werden die 2% Pauschal-Versteuerung nicht abgeführt.
Muss ich diesen 400 Euro Job in meiner Steuererklärung angeben und wenn ja, wo muss ich ihn eintragen?


Sehr geehrte Fragende,

im Rahmen einer Erstberatung auf Basis der von Ihnen hier gegebenen Informationen und unter Beachtung des von Ihnen (lediglich) gebotenen (Mindest-)Honorars beantworte ich Ihre Frage gerne wie folgt:

Leider geht aus Ihren Angaben nicht deutlich hervor, wie genau Ihr Arbeitsverhältnis von Ihrem Arbeitgeber behandelt wird. Ich gehe aber davon aus, dass es sich offiziell um einen sog. "Minijob" (geringfügiges Beschäftigungsverhältnis) handelt, für den Sie dem Arbeitgeber KEINE Lohnsteuerkarte vorgelegt haben.

Irritierend ist allerdings, dass Sie schreiben: "Vom Arbeitgeber werden die 2% Pauschal-Versteuerung nicht abgeführt". Denn grds. muss in einem solchen Falle der Arbeitgeber

- entweder (1. Alternative): die Pauschalsteuer von 2% übernehmen und an die Minijob-Zentrale abführen (§ 40a Abs. 5 i.V.m. § 40 Abs. 3 EStG),

- oder (2. Alternative): ggf. eine Pauschalbesteuerung mit 20% zzgl. Solidaritätszuschlag vornehmen (§ 40a Abs. 2a EStG) und die Steuer an dessen Finanzamt abführen; anwendbar in Fällen von geringfügiger Beschäftigung (bis zu jeweils 400 EUR/Monat), in denen der Arbeitgeber keine Pauschalbeiträge zur Rentenversicherung entrichten kann, weil z. B. mehrere geringfügige Beschäftigungen zusammengerechnet werden müssen und die 400-Euro-Grenze dabei überschritten wird, oder weil eine zweite Nebenbeschäftigung mit dem rentenversicherungspflichtigen Hauptberuf zusammengerechnet werden muss.

Zulässig ist bei beiden Varianten aber auch eine Vereinbarung im Innenverhältnis mit dem Arbeitnehmer, dass dieser die Pauschalsteuer trägt (BAG-Urteil vom 1.2.2006, 5 AZR 628/04; BAG-Urteil vom 5.8.1987, DB 1988 S. 182). Dieses scheint in Ihrem Fall wohl auch vereinbart zu sein.

In beiden Fällen sind die Einkünfte aus der geringfügigen Beschäftigung jedenfalls nicht im Rahmen Ihrer Einkommensteuererklärung zu berücksichtigen, da die Einkommensteuer hierauf nach Sinn und Zweck der Regelungen bereits mit der Pauschalbesteuerung abgegolten ist. Gleichwohl können insofern natürlich auch keine Werbungskosten geltend gemacht werden.

Ich hoffe, Ihnen hiermit weitergeholfen zu haben und verbleibe

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