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400 Euro Job - Mein Chef möchte meinen Verdienst über 400 € nicht auszahlen, was tun?


22.12.2007 23:35 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Seit einem Jahr habe ich einen Nebenjob. Nun ist es im August vorgekommen das ich über 400 Euro laut stundenzettel verdient habe 486. Der Chef hat mir aber nur 400 überwiesen, mit der begründung er dürte nicht mehr überweisen weil ich eine 400 Euro kraft sei. Die 86 Euro bekomme ich bar ausgezahlt. Bis heute habe ich die 86 euro nicht bekommen. da er fast nie in seinem Büro ist habe ich ihn versucht telefonisch zu erreichen leider hat er aber eine anrufweiterschaltung drin so das ich immer wieder bei seiner Sekretärin raus komme. Diese vertrößtet mich immer mit den Worten, sie schreibt es auf und gibts weiter. Vor zwei tagen habe ich dem chef eine sms geschrieben mit der forderung mir das geld entlich zu zahlen. es kam nur zurück ich habe hier gar keine forderung zu stellen und ob ich ihm drohen will wenn ja können wir das auch anders regeln zu jeder zeit. ich schrieb zurück, ich will niemanden drohen, ich will nur mein geld was auf dem stundennachweiß steht. am 28.12.07 soll ich ins büro,da bekommen ich wohl das geld,und meine arbeitskleidung soll ich abgeben. das heist soviel wie er schmeist mich raus. einer der den mund auf macht wird wohl nicht geduldet. was soll ich tun wenn ich kein geld bekomme. es stehen die 86 euro vom august der lohn vom november noch offen.

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Sehr geehrter Fragensteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Anhand Ihrer Angaben beantworte ich Ihre Fragestellungen wie folgt:

Der ausstehende Lohn für den Monat August 2007 in Höhe von € 86,-- steht Ihnen zu. Über den Stundennachweis und ggf. Kollegen als Zeugen können Sie den Beweis führen. Daher sollten Sie im Gespräch am 28.12.2007 darauf bestehen, dass der Restlohn für den Monat August 2007 und der gesamte Lohn für den Monat November 2007 an Sie ausgezahlt werden.

Grundsätzlich waren Sie als Mini-Jobber beschäftigt. Kommen Sie im Jahresdurchschnitt nicht über die Verdienstgrenze von € 4.800,-- jährlich, ist Ihr erhöhter Verdienst im August 2007 unschädlich. Erzielen Sie aber im Jahr einkommen über die € 4.800,-- Grenze, so werden Sie in die sog. Gleitzone eingestuft und müssen Beiträge zur Sozialversicherung, Rentenversicherung, Krankenversicherung, Pflegeversicherung und Arbeitslosenversicherung zahlen. Sie müssten aber viel weniger als bei einer Vollzeitbeschäftigung zahlen.

Sie gehen davon aus, dass Sie am 28.12.2007 gekündigt werden. Beachten Sie bitte, dass auch für Teilzeitbeschäftigte das Kündigungsschutzgesetz gilt, soweit auch seine weiteren Voraussetzungen erfüllt sind. Sie müssten mindestens sechs Monate bei Ihrem Arbeitgeber beschäftigt sein und der Betrieb müsste mehr als fünf Beschäftigte haben. Teilzeitkräfte mit 20 Stunden zählen bei der Ermittlung der Beschäftigtenzahl nur mit 0,5. Wenn Sie erst nach dem 31.12.2003 eingestellt wurden, gilt das Kündigungsschutzgesetz für Sie nur, wenn Ihr Arbeitgeber mehr als zehn Beschäftigte beschäftigt.

Ich empfehle Ihnen, anhand des Arbeitsvertrags bzw. ggf. vorrangig geltenden Tarifvertrags zu überprüfen, ob Ihr Arbeitgeber die Kündigungsfrist korrekt berechnet hat. Die Kündigung muss schriftlich erfolgen. Mündliche Kündigungen sind unwirksam. Ihr Arbeitgeber muss einen Grund für die Kündigung anführen. Wenn Sie die Kündigung für sozial nicht gerechtfertigt halten, können Sie unter den obigen Voraussetzungen Kündigungsschutzklage erheben. Stützt der Arbeitgeber beispielsweise die Kündigung auf betriebliche Gründe, wie Arbeitsmangel, so muss er eine Sozialauswahl unter allen Beschäftigten treffen und kann nicht einfach Sie kündigen, es sei denn, Ihr Lebensalter, Unterhaltsverpflichtungen sind am geringsten und es liegt in Ihrer Person keine Schwerbehinderung vor.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit diesen ersten Einschätzungen weiterhelfen konnte und verweise bei Unklarheiten nochmals auf die kostenlose Nachfragefunktion.

Einstweilen verbleibe ich

mit besten Grüßen


Inga Dransfeld-Haase
Rechtsanwältin
E-Mail: dr-haase@dr-schwoebbermeyer.de


Ich bitte noch folgendes zu beachten:

Die Beratung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Es kann entsprechend den vorliegenden Bedingungen nur ein erster Überblick geboten werden, der eine abschließende, umfassende und verbindliche Anwaltsberatung nicht ersetzen kann. Der Umfang der Antwort steht weiterhin in Abhängigkeit zu Ihrem eingesetzten Honorar.

Nachfrage vom Fragesteller 23.12.2007 | 00:44

wenn ich am 28.12.2007 zum büro fahre und er wieder mal nicht da ist wie des öfteren, wie kann ich dann mein Lohn bekommen. Oder wenn er da sein sollte und er mir sagt nein es gibt kein geld, was kann ich tun um es zu bekommen ?

Vielen danke für Ihre Antwort

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.12.2007 | 10:21

Sehr geehrter Ratsuchender!

Vielen Dank für Ihre Nachfrage!

Sollte Ihr Vorgesetzter nicht anwesend sein, würde ich mich mit dem Stundenzettel in die Lonbuchhaltung begeben und darauf besthen, dass mir der ausstehende Lohn ausgezahlt wird. Mit legalen Mittel können Sie jedoch niemanden zur Auszahlung zwingen. Dazu benötigen Sie einen Titel gegen den Arbeitgeber.

Eine rechtliche Lösung erfordert längere Zeit! Zunächst rate ich Ihnen Ihren Vorgesetzten schriftlich mit Fristsetzung zur Zahlung des Lohns anzuhalten. Problematisch könnte sein, dass möglicherweise nach Ihrem Arbeitsvertrag bzw. Tarifvertrag Lohnansprüche in einer Ausschlussfrist von 3 Monaten geltend gemacht müssen, dann hätten Sie wegen Zeitablauf keinen Anspruch auf die € 86,-- mehr, wenn Sie nicht die vergangegen mündlichen Aufforderungen zur Zahlung beweisen können.

Viel Glück!

Mit freundlichen Grüßen

Inga Dransfeld-Haase

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