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400 Euro-Job


| 24.11.2007 10:43 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes



Guten Morgen,

seit August 07 arbeite ich in einem Callcenter in Teilzeit. Mir wurde im Nachhinein mitgeteilt, daß ich 57 Stunden im Monat arbeiten müsse. Das ist aber nicht mein Problem.
Im August wurde ich operiert. Eine Krankmeldung wollte der Ag nicht, ich bekam auch mein volles Gehalt 380.- Euro ausgezahlt. Von der Bürokraft erfuhr ich, daß ich die Fehlstunden nacharbeiten müsse. Das versuchte ich auch. Im November waren wir alle 3 Wochen zuhause, da die Firma Absatzprobleme hatte.

Nun meine Frage. Muß mein Arbeitgeber das volle Gehalt zahlen und bin ich wieder verpflichtet, die fehlenden Stunden nachzuarbeiten? Das würde schwierig werden, denn ab Mitte Dezember bis Mitte Januar ist Weihnachtsruhe angesagt.

Vielen Dank schon im Voraus

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Sehr geehrte Fragestellerin,

grundsätzlich ist der Arbeitgeber auch bei geringfügiger Beschäftigung zur Entgeltfortzahlung verpflichtet. Der Anspruch des Arbeitnehmers entsteht aber erst nach vierwöchiger ununterbrochener Dauer des Arbeitsverhältnisses, § 3 III EFZG. Da dies bei Ihrer Erkrankung voraussichtlich nicht der Fall war, werden Sie die überzahlten Stunden tatsächlich nacharbeiten müssen; in welchem Umfang müsste im Einzelnen geprüft werden.

Wenn der Arbeitgeber Sie derzeit aufgrund von Absatzproblemen nicht beschäftigen kann, geht dies zu seinen Lasten. Der Arbeitgeber trägt das Betriebsrisiko. Eine Verrechnung mit den Minusstunden aus August 2007 ist nur dann möglich, wenn dies arbeitsvertraglich vereinbart ist.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt
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