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400,- Euro Job kündigen oder Auflösevertrag nach Elternzeit

| 25.04.2015 12:36 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

seit 2010 bin ich auf 400,- Euro Basis in einer Arztpraxis beschäftigt.
2012 kam mein Sohn zur Welt und seit dem bin ich zu Hause.
Die Absprache hierüber ist rein mündlich erfolgt.

Nun ist nach meiner Elternzeit kein Platz für mich in der Praxis.
Hätte ich gesetzlich eigentlich wirklich Anspruch auf einen Arbeitsplatz nach der Elternzeit?
Ich bin darüber nicht enttäuscht, denn wir möchten noch ein zweites Kind und zum Wohle der Patienten möchte ich nicht für nur kurze Zeit in die Praxis zurückkehren. Beständigkeit in einer kleinen Praxis ist mir dann doch wichtiger.

Mein Chefin ist damit einverstanden und bietet mir an, mir entweder ordentlich zu kündigen oder mit mir einen Auflösevertrag zu unterschreiben.

Ich weiß nun nicht, was ich tun soll!

Ordentliche Kündigung nach der Elternzeit (zu Anfang September d. J.)
- was ist mit der Zeit der Elternzeit? muss dafür noch rückdatiert etwas schriftlich festgehalten werden?
- oder einfach einen Auflösevertrag?
- habe ich eigentlich Anspruch auf Arbeitslosengeld nach Beschäftigung auf 400,- Euro Basis?

oder Auflösevertrag?
- was muss drin stehen in einem Auflösevertrag?
- ist es für mich von Nachteil falls ich wirklich Arbeitslosengeld beantragen kann?

Ich hoffe, sie können mir helfen, auch wenn mein Honorar nicht gerade hoch ausfällt.
Mein Mann ist zur Zeit Alleinverdiener und das Geld ist knapp.


Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Hätte ich gesetzlich eigentlich wirklich Anspruch auf einen Arbeitsplatz nach der Elternzeit?

Ja, denn während der Elternzeit ruht das Arbeitsverhältnis lediglich. Ist die Elternzeit beendet, lebt das Arbeitsverhältnis mit allen seinen Rechten und Pflichten wieder auf. Ihr Arbeitgeber muss Ihnen also nach der Elternzeit Ihren Arbeitsplatz wieder zur Verfügung stellen. Möchte er dies nicht, muss das Arbeitsverhältnis gekündigt oder ein Aufhebungsvertrag abgeschlossen werden.

Wofür Sie sich letztendlich entscheiden, ist in Ihrem Fall unerheblich. Ein Aufhebungsvertrag ist immer dann nachteilig, wenn man Arbeitslosengeld beziehen möchte, da es dann zu einer Sperre kommt. Da Sie aber nur einen 400-€-Job hatten, haben Sie keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld, da solche Minijobs von der Arbeitslosenversicherung befreit sind. Eine Sperre ist daher mangels Anspruch nicht zu erwarten.

Ein Aufhebungsvertrag sollte inhaltlich das genaue Beendigungsdatum enthalten. Darüber hinaus sollten in dem Vertrag noch bestehende gegenseitige Pflichten wie z.B. die Abgeltung noch bestehenden Urlaubs etc. geregelt werden. Auch kann im Aufhebungsvertrag eine Abfindung ausgehandelt werden. In der Regel 0,5-1 Bruttomonatsgehalt pro vollem Beschäftigungsjahr. Dies wird bei Ihnen jedoch aufgrund der kurzen Arbeitszeit und des geringen Verdienstes eher nicht in Betracht kommen. Hier kommt es alleine auf Ihr Verhandlungsgeschick an. Besondere Vereinbarungen zur Elternzeit sind nicht erforderlich.

Im Ergebnis können Sie also selbst kündigen, sich kündigen lassen oder einen Aufhebungsvertrag abschließen. Dies spielt keine Rolle, weil Sie keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben und daher keine Sperre zu erwarten ist.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
A. Krüger-Fehlau
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 29.04.2015 | 12:47

Sehr geehrte Frau Krüger-Fehlau,
danke für ihre schnelle Antwort.
Ich war total erkältet (Kindergarten) deshalb melde ich mich jetzt erst.

Der Steuerberater meiner Arbeitgeberin benötigt etwas schriftliches über meine Elternzeit. Ich weiß nur leider gar nicht wie man soetwas formuliert - Elternzeit war/ist vom 04.09.2012 - 03.09.2015.
Was muss ich denn jetzt machen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.04.2015 | 13:02

Gerne beantworte ich Ihre Nachfrage:

Mir ist jetzt nicht ganz klar, warum der Steuerberater von Ihnen diese Bestätigung möchte. Dies kann doch nur Ihre Arbeitgeberin tun. Hierfür genügt eine einfache schriftliche Bestätigung. Dies könnte man wie folgt formulieren:

"Hiermit bestätige ich, dass sich Frau X vom 04.09.2013 bis 03.09.2015 in Elternzeit befindet."


Mit freundlichem Gruß
A. Krüger-Fehlau
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 29.04.2015 | 13:17

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