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40 % Behinderung und meiner Frau meinen Job übergeben - Anspruch auf Trennungsunterhalt?

| 29.07.2008 19:32 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


16:34

Guten Abend!

Zur Situation: Meine Frau ist 40 Jahre alt und Haupternährerin der Familie. Sie verdient durchschnittlich etwa 3.100 Euro netto.

Ich: 56 Jahre alt habe bis vor 8 Jahren die berufliche Stellung meiner Frau ausgeübt (Heimleiter) und ihr diese Stellung Anfang 2001 übergeben.
Der Grund für die Übergabe war, dass ich einvernehmlich die Kindererziehung und den Haushalt übernahm. Wir haben inzwischen 3 Kinder: 14 Jahre, 11 Jahre, 5 Jahre. Den Haushalt und die Kinder versorge ich.

Den Trägerverein der Einrichtung, die meine Frau nun leitet,habe ich gegründet und die Einrichtung 7 Jahre lang geleitet. Seit 2001, meinem Ausscheiden als Heimleiter, mache ich die Geschäftsführung und verdiene in einem Minijob(10 Std.)312,- Euro mtl..

Nun will meine Frau sich von mir trennen!

Da ich die Kindererziehung und den Haushalt u.a. bis jetzt gemacht habe, ist unstrittig, dass die Kinder bei mir bleiben.

Ich gehe davon aus, dass ich auf Grund meines Alters, einer 40 %igen Behinderung und der Tatsache, dass ich meiner Frau meinen Job übergeben habe, auch Anspruch auf Trennungsunterhalt (?) habe. Mit Sicherheit bekomme ich mit 56 J. und einer 40%igen Schwerbehinderung keinen Job mehr.

Wir haben vor sechs Jahren ein Haus gebaut und zahlen mtl. ca. 1.200 Euro an Zinsen und Tilgung.

Unser Einkommen:
- 3.100 Euro Gehalt meiner Frau;
- 312 Euro Minijob als Geschäftsführer;
- 462 Euro Kindergeld.

Wie hoch wird der Unterhalt sein, den meine Frau zahlen muss?











29.07.2008 | 20:05

Antwort

von


(78)
Wandsbeker Marktstraße 24 - 26
22041 Hamburg
Tel: 040 / 79691494
Web: http://www.rechtsanwaeltin-bastian.de
E-Mail:

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

unter Zugrundelegung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und in Ansehung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Bis zur Scheidung haben Sie grundsätzlich Anspruch auf sog. Trennungsunterhalt, nach der Scheidung auf sog. nachehelichen Unterhalt.

Ich gehe davon aus, dass Ihre Ehefrau zukünftig für die Tilgung der Verbindlichkeiten des gemeinsamen Hauses aufkommen wird. Bei ihr ist somit von einem Einkommen in Höhe von EUR 1.900,00 auszugehen.

Sofern die Kinder tatsächlich bei Ihnen bleiben, hätte Ihre Ehefrau zunächst einmal Kindesunterhalt zu zahlen. Mit o.g. Einkommen ist sie zwar grundsätzlich in die 2. Stufe der Düsseldorfer Tabelle einzuordnen. Da jedoch eine Unterhaltsverpflichtung ggü. den 3 Kindern und Ihnen besteht, ist eine Herabstufung geboten, so dass sich der Kindesunterhalt nach der 1. Stufe der Düsseldorfer Tabelle bemisst. Es bestehen somit folgende Unterhaltsansprüche:

Kind 5 Jahre = EUR 202,00
Kind 11 Jahre = EUR 245,00
Kind 14 Jahre = EUR 288,00

Das Kindergeld steht Ihnen zu.

Es verbleibt somit für den Ehegattenunterhalt ein bereinigtes Einkommen von EUR 1.165,00. Da Ihrer Ehefrau Ihnen ggü. ein Selbstbehalt von EUR 1.000,00 zusteht, verbleibt zur Zahlung des Ehegattenunterhaltes noch ein Betrag von EUR 165,00.

Bei der bisherigen überschlägigen Berechnung ist nicht berücksichtigt, wer von Ihnen im Haus wohnen bleibt. Durch den möglicherweise bestehenden Wohnvorteil könnte sich noch eine Veränderung ergeben. Ein Wohnvorteil würde jedoch nur bestehen, wenn der Mietwert des Hauses dessen Kosten übersteigen würde.


Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.

Abschließend möchte ich Sie noch auf Folgendes hinzuweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.



Mit freundlichen Grüßen

Doreen Krüger
Rechtsanwältin


Rückfrage vom Fragesteller 02.08.2008 | 17:55

Liebe Frau Krüger!

Gerade bin ich dabei, eine Vereinbarung aufzusetzen, die meine Frau und ich notariell beglaubigen lassen wollen, bezüglich des Unterhalts und der Besuchsrechte.

Dabei habe ich mir die neuesten Unterhaltszahlungen in der Düsseldorfer Tabelle angesehen. Sie weichen aber erheblich von den
von ihnen genannten ab.

Die Stufe 1 seit 1.1.2008:

-0-5: 279.-
-6-11: 322,-
-12-17: 365,-.

Bitte erklären Sie mir diesen Unterschied.

Vielen Dank!

MfG

Fragesteller

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 03.08.2008 | 16:34

Sehr geehrter Fragesteller,

die von Ihnen genannten Beträge sind die grundsätzlichen Kindesunterhaltsansprüche. Hiervon ist jedoch jeweils die Hälfte des Kindergeldes in Abzug zu bringen, da dies beiden Elternteilen zugute kommen soll. Ihre Ehefrau hat lediglich den Tabellenbetrag abzüglich des hälftigen Kindergeldes in Höhe von EUR 77,00 zu zahlen, mithin:

Kind 5 Jahre: EUR 279,00 - EUR 77,00 = EUR 202,00
Kind 11 Jahre: EUR 322,00 - EUR 77,00 = EUR 245,00
Kind 14 Jahre: EUR 365,00 - EUR 77,00 = EUR 288,00


Mit freundlichen Grüßen

Doreen Krüger
Rechtsanwältin

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