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4-j. Gebraucht-PKW: fällt defektes Xenon-Zündmol unter die Schmängelhaftung?

22.03.2009 22:39 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


23:56

Ende Dezember 2008 habe ich bei ALD in Hamburg einen Gebrauchtwagen Ford Mondeo (107.000 km, Bj. 2004) für ca. 10.000 € erworben.

Das Fahrzeug wurde mit einem Dekra-Gutachten und neuem TÜV/ASU übergeben. Der Abschluss einer Gebrauchtwagengarantie (GGG) war obligatorisch.

Nach zwei Monaten, Ende Februar 2009, fiel der Xenon-Scheinwerfer auf der Fahrerseite aus. Bei einem kleinen Mangel zuvor hatte man mir bei ALD telefonisch mitgeteilt, ich sollte den Wagen in die Werkstatt bringen, diese würde sich dann mit der Versicherung in Verbindung setzen. Das hatte damals auch soweit geklappt, bis auf eine Zuzahlung von 20 €, wegen der ich mich aber nicht mit ALD auseinandersetzen wollte.

Wegen des ausgefallenen Xenon-Scheinwerfers kam das Fahrzeug dann kurzfristig in die nächste Ford-Werkstatt, wo man ein defektes Xenon-Zündmodul feststellte. Die GGG-Versicherung lehnte die Übernahme mit der Begründung ab, dass das Zündmodul zur Lichtanlage gehöre. Das war auch anhand der Versicherungsbedingungen nachvollziehbar.

ALD lehnte die Kostenübernahme ebenfalls ab mit der telefonisch übermittelten Begründung: "Aus denselben Gründen wie die GGG-Versicherung nicht zahlt , zahlen wir auch nicht" (sinngemäße Aussage des verkäufers, nicht wörtlich). Auf meine Aufforderung mir die Ablehung schriftlich mitzuteielen erhielt ich nur eine E-Mail mit folgendem Inhalt:


Sehr geehrter Herr Friedl,

nach Rücksprache mit meinem Vorgesetzten Herrn XXXX übernehmen wir die Kosten in Höhe von 561,88 Euro nicht.

Sie können Herrn XXXX telefonisch erreichen unter XXXX-XXXXXX

Mit freundlichen Grüßen

XXXXXXXX



Der zuständige Meister bei Ford erklärte mir gegenüber, das das Zündmodul kein Verschleissteil sei und üblicherweise nicht bei 107.000 km kaputt gehe. In seiner 6-jährigen Zeit bei Ford wäre dies das zweite Zündmodul, das er überhaupt gewechselt habe.

Da meine Frau das Auto dringend benötigte, habe ich die Werkstatt beauftragt den Schaden zu beheben. Zwischenzeitlich liegt mir die auf meinen Namen ausgestellte Rechnung zur Bezahlung vor.


Nun meine Fragen:

1. Fällt das Xenon-Zündmodul unter die Sachmängelhaftung des Verkäufers?

222. Habe ich einen Fehler begangen, als ich die Reparatur habe ausführen lassen nachdem ALD ide Kostenübernahme abgelehnt hat? Oder hätte ich ALD zunächst eine Frist setzen müssen.

3. Kann ich die Rechnung jetzt bezahlen? (es gibt dann ja keine auf ALD ausgestellte Rechnung)

4. Unter Berücksichtigung von 2.) und 3.): wie sind die Chancen einen Prozess zu gewinnen bei dem Streitwert von 561,88 €?

5. Benötigt man zwingend einen Gutachter, der die Gesamtkosten und das Prozessrisiko weiter erhöht?

Vielen Dank für Ihre Bemühungen!

22.03.2009 | 23:42

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben und gemäß der Höhe Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:

1.) Ja, das Zündmodul fällt unter die Sachmängelhaftung des Verkäufers. Da der Kauf auch weniger als sechs Monate zurückliegt, müssen Sie nicht beweisen, daß der Defekt erst nach dem Verkauf verursacht wurde.

2.) Ja, haben Sie. Sie hätten die ALD in der Tat erst unter Fristsetzung zu eine Nachbesserung auffordern müssen.

3.) Wenn Sie Ersatz des Geldes haben möchten, ist das Risiko einer Niederlage angesichts des Streitwertes zu hoch.

4.) Nur der Richter entscheidet, ob ein Gutachter notwendig ist. In Ihrem Fall ist damit zu rechnen, daß ein Gutachter hinzugezogen wird.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.


Rückfrage vom Fragesteller 23.03.2009 | 13:41

Vielen Dank schon mal für die Antwort.

Nochmals zu 2.): in den AGB der ALD ist sinngemäß folgendes festgelegt: tritt ein Schaden ein und man befindet sich mehr als 50 km vom Standort des Verkäufers entfernt, so kann man die nächst gelegene Werkstatt aufsuchen. D.h. ALD bessert sowieso nicht selbst nach.

1. Von daher ist ALD durch meine "voreilige" Beauftragung der Reparatur doch überhaupt kein Schaden bzw. Nachteil entstanden. Aus diesem Grunde ist es für mich nicht nachvollziehbar, warum dies meine Ansprüche gegen ALD tangieren sollte.

2. Ist es mir als Kunden tatsächlich zumutbar, wegen eines leicht behebbaren Schadens mehrere Tage auf das Auto verzichten zu müssen, um ALD eine Frist zur Nachbesserung zu setzen, nachdem sie die Regulierung bereits abgelehnt hatten?

Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 23.03.2009 | 23:56

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn die AGB tatsächlich diese Regelung vorsehen, ändert sich die Situation. Aufgrund der AGB ist es, wenn Sie sich mehr als 50 km von dem Standort des Verkäufers befinden, durchaus Ihr Recht gewesen, sich direkt an eine Werkstatt zu wenden. In der Tat ist dies als ein Verzicht auf das Recht zur Nachbesserung bzw. Neulieferung anzusehen.

Zu den einzelnen Punkten:
Zu 1.: Der Nachteil besteht darin, daß ALD zuvor das Wahlrecht zwischen Nacherfüllung und Neulieferung hatte. Mit diesem Wahlrecht könnte ALD die Unkosten niedrig halten, möglicherweise niedriger als die Werkstattkosten. Dieses Wahlrecht und die Kostenminimierungsmöglichkeit haben Sie ALD abgeschnitten.

Zu 2.: Wenn ALD die Regulierung bereits abgelehnt hat, ist die Fristsetzung nicht notwendig. Zu Ihrem Punkt 2 der ursprünglichen Frage, auf den diese Frage vermutlich weist:
Möglicherweise war die Antwort auf diese Frage mißverständlich.
ALD war zu dem Zeitpunkt nicht zur Kostenübernahme, sondern zur Nachbesserung verpflichtet. Daher hätten Sie zur Nachbesserung auffordern müssen.

Mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

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