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4 Brötchen aus aufgerissener Tüte mitgenommen .

| 16.06.2011 12:39 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


13:32

Guten Tag ,
ich habe folgenden Blödsinn gemacht : Ich hatte mit meinem Dienstwagen an eine Bushaltestelle etwas zu reparieren . Dabei sah ich an einem Büdchen, direkt an der Haltestelle,eine aufgerissene Tüte mit mehreren Tüten . Ich schaute mir diese an und dachte mir das dort Brötchen drinnen sind . Ich habe mir dann eine Tüte genommen ohne auf den Inhalt zu schauen . Erst spaeter sah ich nach und fand dort die Broetchen .
Bei dieser Tat wurde ich gefilmt . Das ich etwas unerlaubtes gemacht habe ist mir klar und stehe dazu . Nur wie sieht es aus mit meinem Arbeitgeber ? Öffentlicher Dienst .Habe ich von dieser Seite aus etwas zu erwarten ?
Kündigung oder so ? Bin 22 Jahr im Betrieb und noch nie aufgefallen .
Ueber eine Antwort wuerde ich mich sehr freuen .

Danke !

16.06.2011 | 12:59

Antwort

von


(481)
Harmsstraße 86
24114 Kiel
Tel: 0431 88 70 49 75
E-Mail:

Sehr geehrte(r) Fragesteller/in,

vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann. Es wird ausschließlich das Ziel verfolgt, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres geschilderten Rechtsproblems auf der Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten. Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Informationen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen im Rahmen Ihrer Schilderung kann eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Nachfolgend nehme ich zu der/den von Ihnen gestellten Frage(n) Stellung, die ich unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworte:

Ich gehe zunächst davon aus, dass Sie nicht vorbestraft sind und es sich insoweit bei dem Brötchen-Diebstahl um eine Ersttat gehandelt hat.

Da der Warenwert erheblich gering ist, und damit keine schwere Straftat oder ein erheblicher Schaden vorliegt, kann noch vor Anklageerhebung eine Einstellung des Verfahrens nach § 153ff StPO in Betracht kommen. Sofern daher bereits ein Ermittlungsverfahren gegen Sie eingeleitet worden ist, nach Anzeigenerstattung, sollten Sie sich zumindest reuig zeigen und auf die Um- und Hintergründe die Sie zu der Tat veranlasst hinweisen und aufklären.

Dann wird regelmäßig eine Einstellung gegen Zahlung einer Geldauflage in Frage kommen.

Mit so einem Ergebnis, (Einstellung), erfolgt grundsätzlich keine Eintragung im BZR (Bundeszentralregister), ebenso wenig würde eine Meldung an den Arbeitgeber oder ähnliches erfolgen.

Wird das Verfahren jedoch nicht eingestellt, ist mit einer Geldstraße zwischen 10 – 30 Tagessätzen zu rechnen. Diese Strafe wird aber nicht in das Führungszeugnis eingetragen, sondern lediglich im Bundeszentralregister vermerkt. Vorgestraft sind Sie aber auch dann noch nicht, sondern erst ab über 90 Tagessätzen, die jedoch in Anbetracht der Tat nicht zur Erwartung stehen.

Erst eine Vorstrafe würde sich m.E. unmittelbar auf das Arbeitsverhältnis im öffentlichen Dienst auswirken, mit Ausnahme, wenn Sie in einem tendenziell sensiblen Bereich arbeiten, kann auch eine andere Betrachtung im Raum stehen, dies jedoch bei zunehmend gravierender oder bedeutenderer Tat.

Zwar erhalten Behörden auf Anfrage Einsicht in das BZR, eine automatische Mitteilung einer Verurteilung wg. Diebstahls wird Ihr Arbeitgeber aber nicht erhalten.

Wenn tatsächlich ein Ermittlungsverfahren eröffnet wird, sollte Sie wir hier geschildert Einsicht zeigen und bei der Staatsanwaltschaft eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen versuchen, damit erst gar kein Eintrag in das BZR erfolgt.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit meinen Ausführungen helfen konnte, einen ersten Eindruck in dieser Rechtsangelegenheit gewinnen zu können. Sie können sich gerne bei Nachfrage über die entsprechende Option des Portals mit mir in Verbindung setzen.


Rechtsanwalt Sascha Lembcke

Rückfrage vom Fragesteller 16.06.2011 | 13:20

Hallo , Danke fuer die schnelle Beantwortung meiner Frage !
Reue zeigen werd ich auf jedenfall ! Unverzeihbar eigentlich .Sollte ich trotzdem angeben das ich Medikamente nehme gegen Angststörungen ? Bin seid 3 Jahren in Behandlung / Therapie oder soll ich es auf sich beruhen lassen ?

Danke .

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 16.06.2011 | 13:32

Ihre Nachfrage möchte ich soweit möglich gerne beantworten.

Selbstverständlich können Sie dies mit angeben, sofern entsprechende Auskünfte dies erforderlich machen oder es der rechtlichen Sachaufklärung dienlich ist.

Da ich aber gleichwohl davon ausgehe, dass die Tat nicht im Zusammenhang mit der Medikamenteneinnahme oder der Angststörung steht, denke ich eher daran, dass es nicht wirklich auf diesen Umstand ankommt.

Sofern dies aber für die Umstände erheblich sein könnte, würde ich Ihnen empfehlen derartige Angaben zu machen, wenngleich eben die Tatsache, dass die Tat eher von geringem Unrechtsgehalt geprägt ist, und es damit im Wesentlichen nicht darauf ankommen wird.

Daher sollten Sie es eigentlich darauf beruhen lassen.

Ich hoffe, dass ich Ihre Nachfrage insoweit beantworten konnte und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 16.06.2011 | 13:50

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Danke fuer die schnelle und ausfuehrliche Beantwortung !
Nun ist mir etwas wohler in meiner Haut !!

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 16.06.2011
5/5,0

Danke fuer die schnelle und ausfuehrliche Beantwortung !
Nun ist mir etwas wohler in meiner Haut !!


ANTWORT VON

(481)

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24114 Kiel
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