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2fach versuchter Totschlag + Btm /abschiebung nach 1/3 Strafe möglich?


10.02.2006 20:51 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht



zur sache:
im mai 05 stürmten verdeckte ermittler OHNE sich als Polizei zu IDENTIFIZIEREN unsere wohnung,(verdacht auf Drogenhandel-gefahr im verzug)...mein mann (afrikaner und schwerst drogenabhängig), hat in panik "Notwehrexzess"zwei der Ermittler(..1/2cm tiefe stichwunde im rücken//kratzer am arm)verletzt:- urteil.: 7 jahre -zitat richter: der mann ist ein potentieller Gefahrenherd für die Polizei! (Verteidigerin wollte 2j.Bewährung.Revision ist eingelegt. ich war 18stunden in nothaft bin traumatisiert und in psychiatr./psycholog. behandlung und habe mit dem mut der verzweiflung jetzt strafanzeige gegen die Polizei erstattet.es gibt einen zeugen, der mit in der wohnung anwesend war, und meine angaben bestätigen kann. auch er wurde 18stunden festgehalten.
die frage lautet:

können wir nach 1/3 der Strafe auf Abschiebung zu hoffen? mein mann hat ein kind (14J) aus 1.ehe mit einer deutschen (die ex-frau starb 1999 und das kind lebt seitdem bei pflegeeltern)er mußte das umgangsrecht mühsam erkämpfen. wir wollten nach unserer rückkehr aus afrika im jahr 2000 die tochter zu uns nehmen (wir haben dort geheiratet und 2jahre gelebt), doch die erzwungene armut hat das verhindert. wir wollten und wollen wieder zurück in sein heimatland! ich kann und will hier weder leben noch sterben.ich bekam nach diesem vorfall im mai sofort eine räumungsklage vom vermieter,lebe jetzt nach wie vor von hartz IV. staatsgewalt, polizei und justiz haben mir jeden tag mehr angst gemacht...

gibt es eine chance in der Revision ein milderes urteil zu bekommen? (ich weiß, daß es verfahrensfehler, fehler beim "verdeckten Polizeieinsatz" und falsche vorverurteilungen, sowie ermittlungsfehler gab) es kommt doch aber nur darauf an, daß das urteil fehlerfrei ist, um eine Revision überhaupt begründen zu können, oder?

welchen sinn macht meine strafanzeige gegen die polizei? ich habe schon lange nichts mehr zu verlieren, ich will nur ein faires und gerechtes urteil! ich denke, dafür lohnt es sich zu kämpfen! ich kann für ihre Antwort nur einen kleinen betrag anbieten, hoffe aber, daß es einen kompetenten Menschen gibt, den dieser komplexe Fall interessiert, mir antwortet, und uns vielleicht sogar bei der revision als pflichtverteidiger/anwaltwechsel helfen will und kann! DANKE FÜR IHRE ANTWORT...
Sehr geehrte Fragestellerin,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage und kann Ihnen diesbezüglich folgendes mitteilen:

In einer Revision kann die Sachrüge als auch die Verfahrensrüge geltend gemacht werden.
Sachrüge bedeutet, dass die Verletzung des materiellen Rechtes überprüft wird, Verfahrensrüge, dass die Verletzung von Verfahrensnormen überprüft wird.

Das Urteil muss für den Fall des Erfolges auf diesem Fehler beruhen.Das bedeutete, dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass ohne den Verfahrensmangel anders entschieden worden wäre.
Es gibt sog. relative und absolute Revisionsgründe.

Eine Revision ist also nur statthaft, wie Sie es schon vermutet haben, wenn das Urteil auf einem dieser Fehler beruht, welche im Vefahren oder in der falschen Anwendung des materiellen Rechtes
beruht.

Sie können zwar eine Anzeige gegen die Polizei stellen,aber ich würde eher eine Dienstaufsichtsbeschwerde andenken.

Da ich jedoch keine näheren Anhaltspunkte habe, wie die ganze Hausdurchsuchung abgelaufen ist, kann ich Ihnen in diesem Punkt momentan leider nicht weiterhelfen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen im Rahmen der Erstberatung auf Grund Ihrer Angaben eine erste rechtliche Orientierung geben konnte.

Falls Sie noch Fragen haben sollten, können sie mich jederzeit gerne kontaktieren.

Ansonsten wünsche ich Ihnen alles Gute für Ihre Zukunft.

Mit freundlichen Grüßen

Christine Gerlach
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 10.02.2006 | 22:05

Hab leider fast nichts von der antwort verstanden! Ist eine Abschiebung nach 1/3 der Strafe möglich? das wollte ich eigentlich wissen!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.02.2006 | 22:29

Sehr geehrte Fragestellerin,

ich habe in meiner Antwort versucht, Ihnen zu erklären, aus welchen Gründen eine Revision möglich und u.U. auch erfolgreich sein kann.

Desweiteren habe ich Ihnen über die Chancen einer Anzeige gegen die Polizei Auskunft gegeben.

Das meine Ausführungen für Sie nicht verständlich waren, tut mir leid.

Ob eine Abschiebung nach der Verbüßung einer gewissen Strafe möglich ist, kann ich Ihnen nicht abschließend beantworten. Grundsätzlich ist eine 2/3 Verbüßung notwendig. Jedoch weiß ich vorliegend nicht, was im Urteil festgestellt wurde. Dies ist aber grundlegend, um eine Beurteilung vornehmen zu können.

Es tut mir leid, dass ich keine definitive Aussage machen kann, jedoch ist das auf Grund der von Ihnen gemachten Angaben nicht möglich. Dieses Forum ist nur dafür vorgesehen, eine Erstberatung zu geben. Eine abschließende Beurteilung muss durch Vorlage aller Unterlagen vorgenommen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Christine Gerlach
Rechtsanwältin

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