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§263 StGB

| 07.07.2018 17:52 |
Preis: 80,00 € |

Kredite


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Weber


Hallo,

Ich bin ein approbierter Arzt und war arbeitslos. Während meiner Arbeitslosigkeit in Nov 2017 habe ich einen Antrag auf Privaktreid mit gefälschen 3-Monatsgehaltsnweichweisen und 3 Monatskontoauszügen gestellt. Bei der Bank wurde ich nach einer Arbeitgeberbescheinigung gefragt, habe darauf nicht geantwortet. Es kam nicht zur Geldlauszahlung. Also liegt eine Vorteuschung, Irrtum, aber keine Vermögensverfügung und hoffentlich keine Schaden. Meine Familie finanzierte mich und hätte auch die Rückzahlungen des Kredits finanzieren können. Also ich könnte das Kredit rückzahlen. Die AG I ist längst zu Ende und ich arbeite selbständig.

Jetzt kam zur Anzeige nach §263 StGB Krediterlangungsbetrug (Versuch).

Meine Fragen:

1) Meine Arbeitslosigkeit - soll ich meinen Anwalt darüber informieren, muss man dann in diesem Fall die Nachweise bringen, dass ich in der Lage war den Kredit zurück zu zahlen, sonst hätte ich nicht beantragt?

2) Kann ich die Information über die AGI verschweigen, keine Angaben darüber machen, woher ich in Nov 2017 meinen Unterhalt bezog (Familie, AGI)? Bekommt die Staatsanwaltschaft von meiner AGI bei der Kreditantragstellung was mit?

3) Ist meine Approbation im Gefahr durch die Verurteilung?

4) Ich habe damals auch bei anderen Banken die Versuche gemacht, wurden jedoch alle Kreditanträge abgelehnt. Bekommen die anderen Banken, wo ich andere Vorteuschungen gemacht habe (keinen Auszahlungen folgte) was mit und werden auch mich zum Gericht ziehen? Bekommen die anderen Banken (wo ich meinen Privatkredit bereits habe und Baufinanzierungen) bezüglich der Vorurteilung was mit? Muss ich damit rechnen, dass ältere Kredite und Baufinanzierungen gekündigt werden? Werden nach der Verurteilung meine Schufa beinflüsst?

Danke

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

1) Sie sollten den Anwalt auf jeden Fall informieren, denn je mehr er weiß, desto besser kann er Sie verteidigen. Auch sollten Sie dem Anwalt Nachweise zur Verfügung stellen, aus denen hervorgeht, dass Sie den Kredit hätten zurückzahlen können. Denn damit ließe sich der Betrugsvorwurf widerlegen. Aber besprechen Sie das detailliert mit Ihrem Anwalt, da er über die Verteidigungsstrategie entscheidet.

2) Gegenüber Ihrem Anwalt sollten Sie auf keinen Fall irgendwas verschweigen. Jede verschwiegene Information kann für Sie brandgefährlich sein. Gegenüber der Staatsanwaltschaft wäre es hingegen sinnvoll, die Arbeitslosigkeit zu verschweigen. Ohne gezieltes Suchen kann die Staatsanwaltschaft von Ihrer Arbeitslosigkeit nichts erfahren.

3) Je nach Höhe des beantragten Kredits kann die Approbation in der Tat in Gefahr geraten. Als Daumenregel gilt, dass ab einem Jahr Freiheitsstrafe die Approbation verloren ist. Es kommt aber stets auf den Einzelfall an.

4) Sie müssen bei einer Verurteilung damit rechnen, dass andere Banken von einer Verurteilung wegen Betruges erfahren. Die anderen Banken, bei denen gefälschte Unterlagen verwendet wurden, könnten ebenfalls eine Strafanzeige stellen. Ältere Kredite und Baufinanzierungen werden nicht beeinflußt, allerdings kann es passieren, dass die Banken deren Zusagen nochmal sehr genau überprüfen.
Eine Beeinflussung der Schufa ist ebenfalls möglich und bei Verurteilung wahrscheinlich.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 07.07.2018 | 20:06

Vielen Dank für Ihre Antworten.

Nur die kurze Nachfrage:
1) Auch sollten Sie dem Anwalt Nachweise zur Verfügung stellen, aus denen hervorgeht, dass Sie den Kredit hätten zurückzahlen können. Denn damit ließe sich der Betrugsvorwurf widerlegen - Ich verstehe nicht ganz wie kann man den Betrugsverwurf wiederlgegen, da es um die Fälschung von Unterlagen/Gehaltsnachweisen handeln, die zur Stande kamen? Kann es doch zur Verurteilung nur durch die Urkundefälschung kommen?

2) Je nach Höhe des beantragten Kredits kann die Approbation in der Tat in Gefahr geraten - den Antrag wurde auf 60,000 gestellt, ist es hoch?

3) Wie rein technisch erfahren die andere Banken über die Verurteilung, wird es veröffentlicht? Wie rein technisch wird die Schufa erfahren?

Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.07.2018 | 14:24

Sehr geehrter Ratsuchender,

1) Betrug setzt nicht nur eine Täuschung der Gegenseite voraus, sondern auch die Absicht zur Schädigung der Gegenseite. Diese Schädigungsabsicht ist nicht gegeben, wenn Sie den Kredit ordnungsgemäß zurückgezahlt hätten bzw. hätten können.
Die Verurteilung wegen Urkundenfälschung können Sie damit aber nicht vermeiden.

2) 60.000 sind hoch, da ist die Approbation gefährdet.

3) Die Banken haben z.T. informelle Datenbanken, auch bei externen Dienstleistern, über Betrugsversuche. Das ist datenschutzrechtlich nicht unumstritten, man muß aber mit entsprechenden Datenflüssen rechnen.

Mit freundlichen Grüßen,
Robert Weber
Rechtsanwalt


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