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2/3 Strafe

28.09.2020 09:37 |
Preis: 25,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


23:44

Guten Tag.
Mein Freund befindet sich seit drei Wochen in der JVA Attendorn im OV. Er hat eine viermonatige Haftstrafe abzusitzen, weil er gegen seine Bewährung verstoßen hat. Verurteilt wurde er wegen des Besitzes einer geringen Menge Marihuana. Seine Bewährungszeit belief sich auf drei Jahre. Sie wurde widerrufen, weil er kein Drogenscreening abgegeben hat, was vom Gericht in München gefordert wurde.

Nun soll er sich in der JVA entscheiden, ob er die 2/3 Strafe beantragen möchte.
Bei einer Strafe von vier Monaten wird bei der 2/3 Entlassung eine Reststrafe von etwa 1,5 Monaten übrig bleiben.

In wie weit hat die Staatsanwaltschaft München Einfluss auf die Bewährungszeit nach Entlass? Und wie könnten realistisch gesehen die Bewährungsauflagen aussehen? Ist es wahrscheinlich, dass bei einer Reststrafe von 1,5 Monaten, erneut eine dreijährige Bewährung ausgesprochen wird und es wieder zu Auflagen wie den zuvor geforderten Drogenscreenings/ Sozialstunden/ Suchtberatungsterminen kommt?

Kann man die Auflagen anfechten?
Kann mein Freund zunächst die 2/3 beantragen, sie aber ablehnen und die Reststrafe direkt absitzen?

Die Frage die wir uns vor allem stellen: Ist es in seinem Fall sinnvoll die 2/3 Strafe zu beantragen oder direkt die Gesamtstrafe abzusitzen.

Wir sind überfragt und unser Anwalt meldet sich nicht.

Herzliche Grüße und vielen Dank.

28.09.2020 | 10:52

Antwort

von


(721)
Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Das Problem ist, dass bei einer Bewilligung von 2/3 wieder eine Bewährungsauflage notwendig wäre - d.h. ein Screening wird unerlässlich.
Sie müssen die Strafvollstreckungskammer vom Landgericht mit einem Plan überzeugen. Reden Sie daher zur Vorbereitung mit dem Sozialarbeiter in der JVA, bieten Sie eine Therapie an, sonst sehe ich kaum Aussicht auf Erfolg!

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Strafrecht

Rückfrage vom Fragesteller 28.09.2020 | 13:33

Vielen Dank für Ihre schnelle und ausführliche Antwort.

Sehe ich das richtig, dass also die Staatsanwaltschaft über die Auflagen und die Bewährungszeit bestimmt, die Vollstreckungskammer jedoch das letzte Wort hat?

Wonach berechnet sich die Bewährungszeit?
Könnte es - mit Glück - auch sein, dass die Bewährung beispielsweise nur ein Jahr beträgt. Es geht ja nur um eine Reststrafe von 1,5 Monaten?

Auch wenn Sie womöglich nur spekulieren können, wäre ich dankbar für eine Einschätzung, sodass wir uns die Situation ein bisschen besser vorstellen können.

Die Frage ist auch, kann man 2/3 erst einmal beantragen und wenn die Auflagen dann feststehen sagen, dass man doch die Gesamtstrafe absitzt? Dass man sich quasi erst einmal anschaut, was die Staatsanwaltschaft verlangt?
Oder muss man das Gefängnis dann verlassen, wenn man 2/3 einmal beantragt hat?

Herzlichen Dank im Voraus.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 28.09.2020 | 23:44

Die Staatsanwaltschaft wird ebenso gehört wie Sie, die Entscheidung trifft die Vollstreckungskammer.

Die Bewährungszeit kann auf 1 Jahr oder bis zu 3 Jahren festgelegt werden, gehen Sie aber eher von 2-3 Jahren aus, da der Verurteilte ersteinmal sich beweisen muss.

Sie können Ihren Antrag jederzeit bis zur Entscheidung zurückziehen.

ANTWORT VON

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