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§23 Abs.1 EStG Anwendungsbeispiel

11.01.2018 10:24 |
Preis: 40,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn


Guten Tag,

meine Frau und ich wohnen in einem Haus Nr. 1 und haben in unmittelbarer Nähe noch ein Haus Nr. 2
gebaut, beide werden ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken genutzt.
Nun überlegen wir Haus Nr. 2 zu verkaufen(welches wir seit 01.04.2017 zusätzlich bewohnen).

Im § 23 Abs. 1 steht Steuerbefreit sind: "Wirtschaftsgüter die ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken oder in den letzten drei Kalenderjahre selbst genutzt wurden"

Beziehen sich die drei Kalenderjahre nur auf die Annahme, dass vorher vermietet wurde oder auch auf den ausschließlichen Eigennutz?

Müssten wir den Gewinn bei Verkauf von Haus Nr. 2 versteuern?
Wie kann dem Finanzamt der ausschließliche Eigennutz von Haus Nr. 2 bewiesen werden?

Vielen Dank

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Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Fragen beantworte ich wie folgt.

1)
"Beziehen sich die drei Kalenderjahre [in § 23 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 S. 3, 2. Variante EStG] nur auf die Annahme, dass vorher vermietet wurde oder auch auf den ausschließlichen Eigennutz?"

Die beiden Varianten sind alternativ,
entweder durchgehende Selbstnutzung (auch weniger als drei Jahre)
oder,
(soweit nicht durchweg von Anschaffung/Fertigstellung bis Veräußerung selbst genutzt), zumindest in den letzten drei Jahren.

Nach Sinn und Zweck der Regelung erfasst die 2. Variante nur die Eigennutzung bei vorheriger Vermietung oder Nichtnutzung.
Vorherige Eigennutzung ist ja bereits durch die Variate 1 abgedeckt.

Bitte erläutern Sie den Grund Ihrer Fragestellung.

2)
"Müssten wir den Gewinn bei Verkauf von Haus Nr. 2 versteuern?"

Das kann ich anhand Ihrer bisherigen Angaben nicht beantworten.

Bitte teilen Sie mit, wann das Haus angeschafft / gebaut und wann es bezogen / seit wann und wie es genutzt wurde.

Ist eine der beiden im Gesetz genannten Alternativen gegeben, ist der Gewinn nicht zu versteuern.

3)
"Wie kann dem Finanzamt der ausschließliche Eigennutz von Haus Nr. 2 bewiesen werden?"

Zum Beispiel durch eine gute nachvollziehbare Begründung, warum Sie in unmittelbarer Nähe zwei Häuser bewohnen, durch eine Meldebescheinigung, Nutzung des Hauses 2 als Postanschrift, keine Vermietung und Verpachtung; Teil-"Umzug" in das Haus Nr. 2.

Nutzen Sie bei Nachfragen bitte die kostenlose Nachfragefunktion

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 11.01.2018 | 12:06

Vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage.

Ergänzend dazu: Das Grundstück auf welchem Haus Nr.2 von uns gebaut wurde, haben wir im Januar 2017 gekauft und dann direkt das Fertigteilhaus Nr. 2 darauf gebaut. In diesem sind wir dann am 01.04.2017 eingezogen.

Nun hat sich die familiäre Situation geändert und wir würden das Haus Nummer 2 gerne zeitnah verkaufen.

Wäre ein eventueller Gewinn zu versteuern oder nicht?

Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.01.2018 | 13:11

Sehr geehrter Ratsuchender,

Der erzielte Gewinn ist nicht zu versteuern, wenn das Haus nun verkauft wird,
denn die erste Variante der genannten Vorschrift ist einschlägig: "Ausgenommen sind Wirtschaftsgüter, die im Zeitraum zwischen Anschaffung oder Fertigstellung und Veräußerung ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken [...] genutzt wurden."

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt


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