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2004 Kapital zu 50% Eingezahlt

| 18.01.2017 18:15 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Fälligkeit der ausstehenden Stammeinlage einer GmBH.

Guten Tag,

Ich habe eine GmbH in 2004 gegründet, es wurde nur 12,500€ Eingezahlt auf das Bankkonto. ( 2 Gesellschafter ) Nun stelle ich mir die Frage was passiert in Fall eines Falles. Ich habe gelesen das Eingeforderte Kapital Forderungen nach 10 Jahre Verjähren, Muss das durch eine Gesellschafter Beschluss eingefordert werden, oder wie ist das zu Belegen? Ist es erforderlich nach gewissen abständen die Zahlung Anzumahnen? Mir geht es darum wir wird wohl kurz über lang die Grundlage der Fortführung der Gesellschaft durch Markt Änderung verloren gehen. Es wird keine Außenstände beim Finanzamt Krankenkasse und Co geben. Allerdings kann es evt nicht vermieden werden das der eine oder andere Lieferant nicht bedient werden kann. Wir sprechen über eine Summe von ca, 6-8 t €

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Die Verpflichtung zur Erbringung der gesamten Einlage folgt aus § 14 GmbHG. Von dieser Verpflichtung zur Erbringung der vollständigen Einlage können die Gesellschafter auch nicht befreit werden.

2. Die Fälligkeit der Einlage richtet sich nach den Bestimmung in der Satzung. Hier kann eine sofortige Fälligkeit geregelt sein, aber auch ein bestimmter Zeitpunkt benannt werden. Findet sich keine Regelung in der Satzung müssen die Gesellschafter im Wege des Gesellschafterbeschlusses die Fälligkeit der Satzung herbeiführen, § 46 Nr. 2 GmbHG. Die Einforderung der restlichen Stammeinlage obliegt dann dem Geschäftsführer.

3. Die Verjährung der Forderung auf Zahlung der restlichen Einlage ist in § 19 Abs. 6 GmbHG geregelt und beträgt 10 Jahre ab Fälligkeit der EInlageleistung. Fälligkeit tritt ein, wenn die Einlage zu einem festen Termin zu zahlen ist. Ab diesem Fälligkeitstermin beginnt dann der Lauf der Verjährung.

4. Zu beachten ist, dass bei einer Eröffnung des Insolvenzverfahrens die Verjährung nach § 19 Abs. 6 Satz 2 GmbHG unabhängig von der zehnjährigen Frist erst sechs Monate nach Eröffnung eintritt.

5. Im Ergebnis werden Sie zunächst die Fälligkeit prüfen müssen und hierauf 10 Jahre drauf rechnen. Im Falle einer Insolvenz aufgrund von Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung wird der Insolvenzverwalter in jedem Fall die ausstehende Einlage einfordern, so dass sich dann eine Zahlunsgpflicht ergeben wird.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 19.01.2017 | 08:37

Sehr geehrter Herr Schröder

Vielen dank für ihre ausführliche Antwort

Habe ich das Richtig verstanden selbst wenn die Forderung durch einen Gesellschafter Beschluss eingefordert wurde, und diese auch schon Verjährt ist zb weil diese in 2005 Geschehen ist. Wird mann die Zahlung leisten müssen?

Vg

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.01.2017 | 09:27

Vielen Dank für die Rückmeldung.

Wenn die Forderung verjährt ist, kann die Gesellschaft diese nicht einfordern, wenn Sie sich auf die Einrede der Verjährung berufen. Nur für den Fall, dass ein Insolvenzverfahren eröffnet wird, wird der Insolvenzverwalter die Einlageforderung geltend machen, da die Verjährung dann erst sechs Monate nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens greift.

D.h. wenn der Gesellschaft die Insolvenz droht und die Abwicklung nicht durch eine Liquidation zu erreichen ist, wird die Einlage spätestens nach Eröffnung der Gesellschaft zu erbringen sein. Vorher besteht aufgrund der Einrede der Verjährung keine Zahlungsverpflichtung.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 19.01.2017 | 09:58

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