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2 hauptjobs / 2 Arbeitsverträge für 1 Monat

04.02.2015 06:59 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Folgende Situation: seit 7 Jahren unbefristete Festanstellung bei meinem aktuellen Arbeitgeber (ca 65.000€ Jahresgehalt). Aktuell findet ein Interessenausgleich mit sozialverträglichen Umbaumaßnahmen statt (z.b. Abfindung). Ich habe aktuell die Chance auf eine Abfindung da ich teilbetroffen bin. Allerdings dauert der Entscheidungsprozess noch bis in den März rein. Ich habe ab 01.06. einen neuen Arbeitsvertrag (ca 75.000€ Jahresgehalt) unterschrieben bei einer anderen Firma da ich den Braten "Stellenabbau" schon gerochen habe. Meine Kündigungsfrist sind 3 Monate. Heißt ich müsste Ende Februar kündigen um am 01.06. für den neuen Job frei zu sein. Dadurch geht mir aber evtl die Abfindung flöten (ein Jahresgehalt). Da ich noch ca 4 Wochen Überstunden und Resturlaub kam mir folgende Idee. Ich kündige erst auf Ende März, arbeite den April und Mai noch für die aktuelle Firma und nehme im Juni komplett Urlaub und Überstunden. Arbeitsvertrag endet dann am 30.06. Parallel fange ich am 01.06. bei meinem neuen Arbeitgeber am 01.06. den neuen Job an. Im Juni würde ich dann 2 Gehälter beziehen (von beiden Arbeitgebern) aber wegen Urlaub/Überstunden nur für eine Arbeiten. Ab 01.07. würde dann alles regulär laufen mit 1 Festanstellung. Ich hoffe ich habe die Situation verständlich erklärt.

Hier meine Fragen mit der bitte auf jede mit einer Stellungnahme inkl Begründung einzugehen.

1.) Darf ich 2 sozialversicherungspflichtige Jobs zeitgleich bzw 2 Arbeitsveträge haben/ausführen ? In meinem fall nur für 4 Wochen.

2.) Welche Strafen drohen mir evtl wenn ich das wie oben beschrieben so mache ? (Es stehen 2 Gehälter im Juni + Abfindung im Raum, da gehe ich gerne bisschen Risiko ein)

3.) Muss ich meinen neuen Arbeitgeber darüber informieren das mein aktueller Vetrag erst 30.06. enden würde ? Mit dem neuen Arbeitgeber möchte ich es mir nicht verscherzen, der aktuelle Arbeitgeber ist mir egal.

04.02.2015 | 07:50

Antwort

von


(336)
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Rechtlich können Sie zunächst ohne weiteres 2 sozialversicherungspflichtige Jobs zeitgleich ausführen. Praktisch wird jedoch in beiden Arbeitsverträgen eine Nebentätigkeitsklausel enthalten sein, wonach Sie eine solche Tätigkeit zumindest anzeigen müssen. Weiter geben sich Probleme hinsichtlich Ihres Urlaubsanspruches.

(1)
Bezüglich Ihres neuen Arbeitgebers kann man nun rechtlich sicherlich damit argumentieren, dass es sich nicht um eine Nebentätigkeit handelt, da ja gerade kein Tätigkeit Ihrerseits erfolgt. Allerdings habe ich hierzu noch keine entschiedenen Fälle gefunden, so dass dieser Punkt nur meine persönliche Rechtsmeinung darstellt.

Ginge man dagegen davon aus, dass die Altbeschäftigung eine Nebentätigkeit darstellt, so riskierten Sie eine Abmahnung.

Auf diesen Punkt würde ich es jedoch gar nicht ankommen lassen, da Sie beim neuen Arbeitgeber wohl ohnehin eine Probezeit haben in der letztlich grundlos gekündigt werden könnte.
Meine persönliche Meinung ist daher, dass Sie die Situation dem neuen Arbeitgeber mitteilen sollten. Dieser würde ggf. hiervon auch aufgrund der gewählten Steuerklasse Kenntnis erlangen.

(2)
Rechtlich eindeutiger ist die Situation beim alten Arbeitgeber. Der Urlaub den Ihnen Ihr alter Arbeitgeber gewährt, ist – gesetzlich zwingend - zur Erholung zu gewähren, entsprechend sind dem Urlaubszweck zuwiderlaufende Tätigkeiten im Urlaub verboten, § 8 BUrlG .

Zuwiderhandlungen können arbeitsrechtliche Maßnahmen nach sich ziehen. Im Extremfall riskieren Sie – nach einschlägiger Abmahnung – eine fristlose Kündigung durch Ihren Altarbeitgeber. Naturgemäß kenne ich die Abfindungsregelungen Ihres Arbeitgebers nicht. Allerdings ist stark davon auszugehen, dass keine Abfindung gezahlt wird, wenn es nicht mehr um eine betriebsbedingte Kündigung geht, sondern es nun plötzlich um eine Kündigung aufgrund Fehlverhaltens Ihrerseits besteht.

(3)
Aus praktischer Sicht, wäre es daher für Sie sicherlich der risikolosere Weg, den Arbeitsbeginn beim neuen Arbeitgeber um einen Monat zu verschieben.
Eine Alternative wäre ggf. auch das Eintreten in Verhandlungen mit Ihrem bisherigen Arbeitgeber um eine Aufhebungsvereinbarung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Johannes Kromer

ANTWORT VON

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