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2 Vermieter aber nur 1 Vermieter unterschreibt, der 2. Vermieter will kündigen

| 12.06.2012 17:56 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


Hallo, ich habe folgendes Problem.

Mein Freund und ich haben uns eine Wohnung, unsere erste, gesucht und gefunden. Angeschaut hatten wir diese am 29. April und der Mietvertrag fing ab 1. Mai an. Der Vertrag bestehend aus 2 Vermietern (Ehepaar) sowie einen Mieter. Jedoch unterschrieb diesen Vertrag nur eine Partei des Vermieters mit der Aussage die zweite Partei hätte momentan keine Zeit. Denkt man sich dabei nix, also unterschreibe ich. Mein Freund blieb aus dem Vertrag und war Somit als Zeuge anwesend und geltend wie ich erfuhr von einem Anwalt.

Im Vertrag, der mehr Löcher wie ein Käse hat, steht über eine Kaution eine kleine Klausel "Die Kaution von 2 Monatsmieten wurde ausgemacht" sowie eine weitere Klausel der Beendigung des Mietrechtes "Die Wohnung ist weiß ausgemalert sowie 3 Schlüssel wieder auszuhändigen. Der Vermieter muss die Kaution dem Mieter zurückerstatten, wobei Mängel oder ähnliches hiermit u.a. finanziert werden" sowie die Klausel "Der Vermieter hat bei Vetragsabschluss 3 Wohnungsschlüssel sowie 2 Briefkastenschlüssel ausgehändigt".

Bei Vertragsabschluss haben wir die 5 Schlüssel erhalten, sowie die Kaution in Bar. Worauf der Vermieter meinte "Er möchte dies auf einen Sparbuch in den nächsten paar Tagen". Auf einen Mittwoch (Donnerstag war hier Feiertag) ging ich zu ihm wegen ein paar lapalien eines Schrankes, woraufhin er mich Nachdruck sagte ich sollte bis Freitag die Kaution komplett zahlen oder wir fliegen raus.

Donnerstag Feiertag, am Mittwoch war es bereits 17.30 Uhr und Freitag/Samstag muss ich seit 6.30 Arbeiten. Zuguter letzt ich kam nicht dazu das Geld auf das Sparbuch zu legen und konnte ihn nur die Hälfte geben, 1000 Euro, woraufhin er anfing mir zu drohen, meinen Schlüssel verlangte und sagte ich solle bis Montag ausgezogen sein. Wir denken uns auch, was soll das jetzt ist der doof? Am folgenden Montag ging ich noch einmal zu dem Vermieter und wollte dies klären. Bewaffnet mit Sparbuch, Kontoausdruck sowie Dauerauftragsbestätigung ging ich zu dem Vermieter. Dieser lies mich weder ausreden noch irgendwas vorzeigen und beharrte darauf wir sollen sofort ausziehen.

Mittlerweile haben wir permanent Angst das er in die Wohnung "einbricht" oder ähnliches, wir gingen also über einen Anwalt, der den Vermieter aufforderte den Schlüssel herauszugeben. Was er gekonnt ignorierte.

Jetzt, knapp 1 Monat später, die 2 Mieten behält er natürlich sehr dreist und probiert es nichtmal zurück zusenden, kommt ein Brief von seinem Anwalt das der 2. Vermieter die Klage einreicht und das Mietverhältnis nicht genehmigte und wir binnen einer Woche ausziehen sollen.

Was tun, wer ist im Recht, vor allem wie geht es mit mir und meinem Freund weiter?

12.06.2012 | 20:33

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Der Mietvertrag ist beginnend zum 01.05.2012 zustandegekommen. Wenn nicht schon im Mietvertragsformular (wie oft) eine Klausel enthalten ist, nach der Personenmehrheiten auf Vermieter- oder Mieterseite durch eine Person vertreten werden können, so ist der Vertrag doch auf jeden Fall durch schlüssiges Verhalten zustandegekommen: Sie sind mit Wissen des Vermieters in die Wohnung eingezogen, haben an diesen Miete und (teilweise) Kaution bezahlt, und es ist Ihnen insbesondere nicht angekündigt worden, daß noch eine Genehmigung der Ehefrau erforderlich sei.

Die Kündigung wegen angeblicher Nichtgenehmigung des Mietvertrages durch die Ehefrau ist also unwirksam.

Der Vermieter kann auch nicht verlangen, daß Sie die Kaution zu Beginn des Mietverhältnisses in einer Summe aufbringen: nach § 551 Abs. 2 BGB darf der Mieter die Kaution in drei Monatsraten bezahlen.

Eine Kündigung wegen der noch nicht vollständig entrichteten Kaution wäre also ebenfalls nicht zulässig.

Sie müssen und sollten also auf keinen Fall ausziehen. Der Vermieter sollte nochmals schriftlich und nachweisbar aufgefordert werden, Ihren Schlüssel herauszugeben. In dem Schreiben sollte angedroht werden, ansonsten das Schloß auszutauschen und ihm die Kosten in Rechnung zu stellen (ggf. von der Miete abzuziehen).

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Vasel, Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 12.06.2012 | 22:36

Hallo, danke für die Rückantwort!
Dennoch hätte ich ein paar Fakten dazuzutragen die eventuell eine Rolle spielen könnte.

Beim unterschreiben des Vertrages bestand der Vermieter darauf das er für die Wohnung zuständig ist, es sein "Kram" ist und seine Frau damit nix zu tun habe und übergab uns die Schlüssel.

Desweiteren hatten wir die Mietkaution Bar bei Vertragsunterschrift, lehnte er ab. Später eine Hälfte auf dem Konto die andere hälfte Bar, lehnte er ab. Dann auf einem Sparbuch die gesammte Kaution, lehnte er ab. Für alle drei Fälle habe ich einen Zeugen der nicht im Vertrag steht, dort stehe ja nur ich.

Darf seine Frau dennoch sagen Sie wollte es nicht und der Mietvertrag ist somit ungültig? Oder wollen die zwei nur Geld gaunern oder ähnliches? Ich bin mir da sehr unsicher.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.06.2012 | 22:50

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

Wie ich bereits in meiner Antwort geschrieben habe, ist der Mietvertrag beginnend ab 01.05.2012 zustandegekommen. Da kann seine Frau jetzt nichts mehr gegen tun.

Lassen Sie sich nicht einschüchtern! Einen Räumungsprozeß wird Ihr Vermieter nicht gewinnen.

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 13.06.2012 | 01:47

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