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2. Schwangerschaft Berufsverbot Gehaltsbeziehung

| 30.10.2013 06:51 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Guten Tag,

ich arbeite normalerweise als Erzieherin in einer Kindertagesstätte (unbefristet/Vollzeit), bin derzeit aber in Elternzeit (Kind geb. am 01.09.2012). Bei der ersten Schwangerschaft hatte ich gleich ab Januar 2012 ein Berufsverbot, da mir eine Immunität fehlte.
Nun mache ich mir Gedanken über die zweite Schwangerschaft und habe dazu folgende Frage(n):
Wir haben ab im September 2014 wieder mit der Babyplanung zu beginnen. Meine Elternzeit endet am 31.12.2014, mein erster Arbeitstag wäre der 01.01.2015. Wenn es nun recht schnell klappt und ich schätzungsweise im November wieder schwanger werden würde, aber immer noch keine Immunität hätte würde ich ja wieder ein Beschäftigungverbot erhalten ab dem 01.01.2015. Würde der Arbeitgeber mir dann wieder das volle Gehalt während der Schwangerschaft zahlen müssen? Denn wenn ich immun wäre würde ich ja arbeiten können und Gehalt beziehen. Für das Berufsberbot kann ich ja nichts.

Vielen Dank im Voraus!

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für die Anfrage. Vorweg möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass dieses Forum dafür gedacht ist, einen ersten Eindruck zu der Rechtslage zu vermitteln. Durch Weglassen oder Hinzufügen von wesentlichen Teilen des Sachverhalts kann es durchaus zu einer anderen rechtlichen Beurteilung kommen.

Nach der Beendigung der Elternzeit lebt der Arbeitsvertrag mit Ihrem Arbeitgeber, also auch der Anspruch auf den vereinbarten Lohn, wieder auf. Die Höhe des Arbeitsentgelts bei einem Beschäftigungsverbot nach § 3 MuSchG ist geregelt in § 11 MuSchG . Demnach ist vom Arbeitgeber nach § 11 Abs. 1 S. 1 MuSchG mindestens der Durchschnittsverdienst der letzten 13 Wochen oder der letzten drei Monate vor Beginn des Monats, in dem die Schwangerschaft eingetreten ist, weiter zu gewähren. Wird das Arbeitsverhältnis erst nach Eintritt der Schwangerschaft begonnen, so ist nach § 11 Abs. 1 S. 2 MuSchG der Durchschnittsverdienst aus dem Arbeitsentgelt der ersten 13 Wochen oder drei Monate der Beschäftigung zu berechnen. Ihr Fall ist vergleichbar mit dem Fall, dass das Arbeitsverhältnis erst nach Beginn der Schwangerschaft beginnt. Ihr Arbeitsentgelt während des Beschäftigungsverbotes errechnet sich demnach aus dem Durchschnittsverdienst der ersten 13 Wochen oder ersten 3 Monaten, die Sie sonst gearbeitet hätten. Ihr Arbeitgeber muss Ihnen daher Ihr Gehalt zahlen, auch wenn Sie im direkten Anschluss an die Elternzeit ein Beschäftigungsverbot erhalten.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Yvonne Bellmann, Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 30.10.2013 | 07:50

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Sehr schnelle Antwort und sehr klar und deutlich formuliert. Ich bin jetzt auf jedenfall sicherer in meinen Überlegungen! Vielen Dank!

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