Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

2 Objekte - Grundschuldfreigabe: 'freie Wahl' für die Bank?


23.02.2006 16:14 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



Es sind 2 Immobilien über eine Bank finanziert:
a) selbstgenutzte Wohnimmobilie (ca. 40 T Eur getilgt)
b) Ladengeschäft, vermietet (ca 10 T Eur getilgt)

Für eine neue Finanzierung soll in Objekt a) eine Grundschuld von 10 T Eur zu gunsten einer Bausparkasse eingetragen werden. Im Prinzip kein Problem, da dort inzwischen entsprechend "Luft" ist. Die Bank weigert sich jedoch, und beharrt darauf, dass sie entscheiden kann, in welchem Objekt sie Sicherheiten freigibt. Und möchte dies nur in b) tun.

Ist dies tatsächlich so, obwohl ich nachweislich eine entsprechende Tilgung zweckbestimmt auf die ausschließlich für Immobilie a) bestimmten Darlehen geleistet habe (getrennte Darlehensverträge für a) und b)), dass die Bank sich quasi aussuchen kann, wo Sicherheiten (Grundschulden) freigegeben werden?
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Anfrage beantworte ich wie folgt.

Grundsätzlich ist die Bank nicht verpflichtet Ihre Sicherheit freizugeben, soweit die Darlehensforderung, welche durch die Sicherungsabrede mit der Grundschuld verbunden ist, besteht. Im übrigen ist generell, wahrscheinlich auch in Ihrem Fall, geregelt, daß Zahlung nur auf die Forderung und nicht auf die Grundschuld geleistet werden.

Gleichwohl entsteht in Höhe der Tilgung eine Eigentümergrundschuld. Problematisch ist hier, daß sich eine solche Grundschuld nicht in Grundschuld für die Bank und in eine Eigentümergrundschuld ohne hohen Aufwanfd aufteilen läßt.

Mein Ratschlag ist, daß die Baussparkasse entweder sich eine nachrangige Grundschuld auf der Immobilie a eintragen läßt (was allerdings mit entsprechenden Kosten (Notar, Grundbuchamt) verbunden ist. Weiterhin läßt sich die Bausparkasse die Ihnen aus der erstrangigen Grundschuld zustehenden Rückgewährsansprüche abtreten.

Möglichweise reicht auch die Abtretung der Rückgewährsansprüche aus. Dies sollten Sie mit der Bausparkasse klären.

Aus Kostengründen ist sicherlich die Alternative zu bevorzugen, daß Sie die Grundschuld auf der Immobilie b an die Bausparkasse abtreten. Die Abtretung hierzu kann bei dem für Sie zuständigen Ortsgericht vorgenommen werden, was günstiger ist, als dies beim Notar vornehmen zu lassen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und verbleibe

Mit besten Grüßen

RA Schröter
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER