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2 Nachnamen auf 2 Pässen

28.12.2020 12:55 |
Preis: 48,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin deutsche und britische Staatbürgerin. Ich habe eine britische Geburtsurkunde, auf der als Nachname ein Doppelname eingetragen ist (Kombination der Nachnamen meiner Eltern). Dies war in England möglich, obwohl meine Eltern nicht verheiratet waren/ sind. Auf meinem deutschen Personalausweis/ Pass (und sämtlichen weiteren personenidentifizierenden Dokumenten) wurde der Nachname meiner Mutter eingetragen, da diese Form der Namensführung für ledige Kinder in Deutschland nicht vorgesehen war. Der Nachname stimmt also auf der Geburtsurkunde und den Ausweisdokumenten nicht überein.
Eine Nachbeurkundung/ Übertragung des deutsch-englischen Doppelnamens für den deutschen Kontext habe ich bereits versucht, bisher aber noch keinen Erfolg gehabt.
Nun beantrage ich erstmals auch einen britischen Pass. Dort könnte ich den Doppelnamen- wie auf der Geburtsurkunde eingetragen- führen. Meine Frage ist nun, ob eine unterschiedliche Namensführung im deutschen / britischen Pass erlaubt ist/ problematisch sein könnte?

Besten Dank für Ihre Antwort.
28.12.2020 | 15:42

Antwort

von


(674)
Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Alle Dokumente sind genau nach der Geburtsurkunde und zwar gleich zu führen. Lediglich bei Doppelnamen - wie z.B. in England oder Spanien kann es Besonderheiten geben. Hier können tatsächlich die Namen abweichen, da das deutsche Namensrecht diese Doppelnamen aus Kombination Mutter/Vater nicht kennt.

Vielleicht wäre die Lösung ein sogenannter Künstlername.

Ansonsten würde ich versuchen, den Namen in England genauso zu führen wie in Deutschland.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Strafrecht

Rückfrage vom Fragesteller 28.12.2020 | 15:48

Vielen Dank für Ihre Antwort! Das heißt zusammengefasst, es wäre sinnvoll den britischen Pass auf den Nachnamen ausstellen zu lassen, der auch in den deutschen Dokumenten aufgeführt ist, selbst wenn er vom Namen auf der britischen Geburtsurkunde abweicht (und sich bei Nachfragen auf das deutsche Namensrecht zu berufen)?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 28.12.2020 | 19:45

Das Oberlandesgericht München hat nochmal betont, dass nach deutschem Recht gerade der Doppelname aus England nicht zulässig ist, so auch BVerfG NjW 2002, 1256- Es darf also nur der Name der Mutter oder (!) des Vaters eingetragen werden.
Anders wäre es zu beurteilen, wenn Sie als Kind deutscher Eltern in England geboren wären und dort auch leben. Das würde die Freizügigkeit gelten und der deutsche Staat hätte sich damit abzufinden. In dem dortigen Fall hatte das Kind aber nur die deutsche Staatsangehörigkeit und somit gar keine andere Wahl.
Erst wenn jedoch diese EuGH-Entscheidung (Grunkin-Paul, EuGH 2009, 135) gesetzlich umgesetzt hat, können auch die Richter danach entscheiden. Die meisten halten sich strikt an das Gesetz. Ihnen würde dann nur im Einzelfall der Gang zum EuGH bleiben.

Um dem aus dem Weg zu gehen können Sie versuchen, in England den Pass an Deutschland anzupassen. Ob das die Behörden mitmachen, müsste dort geklärt werden.

ANTWORT VON

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