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2 Hauptmieter 1 bestellt Anwalt müssen beide bezahlen?


03.09.2017 16:35 |
Preis: 50,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Liubov Zelinskij-Zunik, M.mel.



Hallo

In diesen Fall gibt es 2 Hauptmieter A&B, B ist schon seit über 1 Jahr nicht mehr in der Wohnung gemeldet, konnte aber nicht Kündigen da Hauptmieter A ALG2 bekommt und Hauptmieter B voll Verdient (Der Vermieter lässt den voll Verdiener nicht aus dem Vertrag).

Letztes Jahr hat Mieter A die Nebenkosten Abrechnung bekommen und musste ca.900€ nachzahlen (was die Stadt meist übernommen hat).

Nun ist Mieter A (Allein) zum Anwalt gegangen und ist mit Ihm vor Gericht gegangen (nach langen Briefverkehr den Mieter B auch bekommen hat,obwohl der den Anwalt nicht bestellt hat) ging der Fall vor Gericht und Mieter A hat verloren.

Jetzt hat Mieter B (voll Verdiener) die Rechnung vom Anwalt A und vom Vermieters Anwalt bekommen.

Die frage ist muss Mieter B jetzt die Rechnungen bezahlen oder nicht?

p.s Leider hat Mieter B schon die Rechnung vom Anwalt vom Mieter A bezahlt worauf ein Bekannter ihn geraten hat das Geld zurückzuholen, weil er den Anwalt nicht bestellt hat.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


1. Leider schreiben Sie nicht ob Sie auch die Klagepartei waren (neben dem A). Falls ja, lautet die Antwort: JA, Sie müssen beide Rechnungen bezahlen und dann können Sie die Hälfte vom A verlangen (was wahrscheinlich hoffnungslos ist, da er kein Geld hat).
2. Falls nein (also Sie waren keine Klagepartei) gilt folgendes:
2.1. A hat in der Klage beantragt, festzustellen, dass weder A noch Sie dem Vermieter die 900 € schulden. In dem Falle hat A Sie in das Verfahren s.z. eingebunden und da Sie die ganze Korrespondenz bekommen haben und dem nicht widersprochen haben, haben Sie konkludent dem Prozess zugestimmt incl. dass der A-Anwalt für Sie tätig wird. Daher müssen Sie den A-Anwalt und den Anwalt des Gegners bezahlen. Für die Zahlungspflicht an den A-Anwalt gilt noch abgesehen davon, dass Sie durch die Zahlung den Anspruch anerkannt haben. Die Hälfte können Sie vom A verlangen.
2.2. A hat in der Klage beantragt, festzustellen, dass nur er A dem Vermieter die 900 € nicht schuldet (davon gehe ich aber nicht aus). Dann haben Sie mit dem Prozess nichts zu tun und müssen nichts zahlen. Problematisch ist aber, dass Sie dem A-Anwalt schon bezahlt haben. Hier bestünde aber doch eine Chance das Geld zurück zu bekommen, weil der Anwalt die Rechnung nicht an Sie hätte schicken dürfen. Ich werde aber hier nicht weiter spekulieren, weil ich davon ausgehe, dass diese Konstellation nicht vorliegt.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 03.09.2017 | 18:45

Hallo

Ich wurde einfach als Klagepartei eingebunden sprich der Anwalt von A hat auch für mich geklagt, obwohl ich ihn nicht beauftragt habe. Aber wie sie richtig festgellt haben, habe ich nicht wiedersprochen. Das Geld könnte ich Online widerrufen, doch was das für Konsequenzen habe weiss ich nicht.

vielen dank für ihre Zeit.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.09.2017 | 21:01

Hallo, die Konsequenzen des Widerrufes werden wohl, dass der Anwalt Ihnen eine Mahnung schickt und dann evtl. entweder verklagt oder einen Mahnbescheid beantragt. Es wird dann also noch teuer. Davon würde ich Sie abraten. Andererseits hätte man noch prüfen können, ob die Erfolgsaussichten der Klage überhaupt gegeben haben. Falls das nicht der Fall ist und der Anwalt den A davon nicht vorgewarnt hat (kommt vor) hat er sein Honorar auch gar nicht verdient, sondern im Gegenteil Ihnen geschadet (=Kosten des RA des Gegners). Dann würde es natürlich Sinn machen, die Zahlung zu widerrufen. Der Anwalt hätte den Vermieter auch außergerichtlich zur Stellungnahme anfordern müssen, damit dieser erklärt, wie die Abrechnung zu stande kam. Hat der Anwalt aber keine Prüfung durchgeführt bevor er zum Gericht ging, können Sie , falls es Sie dann auf Zahlung verklagt, diesen Einwand geltend machen.
Freundliche Grüße aus München
Zelinskij

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