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2 Hauptmieter

| 27.02.2014 21:02 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Weber


ich wohne in einer WG und wir sind beide Hauptmieter.
Ich möchte die WG jetzt fristgemäß kündigen.
Was kann ich tun wenn meine Mitbewohnerin keine Unterschrift leistet.
Ich wollte dann das Kündigungsschreiben mit einem Zusatzschreiben mit der Bemerkung dass meine Mitbewohnerin zur Zeit die Unterschrift noch verweigert an unseren Vermieter schicken.
Und als nächsten Schritt wollte die Unterschrift einklagen, weil ich zum 01.05.2014 eine neue Wohnung in Aussicht habe.
Wielange wird so eine Klage dauern und ab wann hat dann die eingeklagte Unterschrift Gültigkeit und wer trägt die Kosten des Verfahrens.
Oder gibt es bei Wohngemeinschaften noch besondere Regelungen, ich habe im Internet mich ein bisschen belesen und da wurde immer drauf hingewiesen, dass der Mitbewohner die Unterschrift nicht verweigern darf.
Können Sie mir vielleicht noch sagen wie das Kündigungsschreiben aussehen muss.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

In der Tat darf die Mitbewohnerin die Unterschrift nicht verweigern. Wenn sie es aber dennoch tut, können Sie die Unterschrift nur durch eine Klage durchsetzen.

Dementsprechend gibt es für WGs keine besonderen Regeln.

Das Verfahren wird je nach Arbeitsgeschwindigkeit des Gerichtes und der Gegenwehr der Gegenseite zwischen drei Monaten und einem Jahr dauern. Die eingeklagte Unterschrift hat ab Urteilsverkündung Gültigkeit, allerdings können Sie im gleichen Verfahren Schadensersatz wegen der verweigerten Unterschrift geltend machen. Der Schadensersatz würde in Ihrem Fall Ihren Teil der Mietzahlung ab dem erstmöglichen Kündigungsdatum bis zum tatsächlichen Kündigungsdatum darstellen.

Die Kosten des Verfahrens trägt der Verlierer, also voraussichtlich die Gegenseite. Allerdings müssen Sie die Kosten vorlegen, die Gegenseite würde sie Ihnen erstatten.

Das Kündigungsschreiben muß keine besondere Form aufweisen, ein normaler Papierbrief reicht völlig aus, sofern daraus hervorgeht, wer wann was kündigen will. Das Schreiben muß aber die Unterschrift ALLER Mieter aufweisen.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

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Bewertung des Fragestellers 28.02.2014 | 20:56

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