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2. Ausbildung bei Arbeitslosigkeit

| 14.04.2011 11:56 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jeremias Mameghani


Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich bin 31 Jahre und seit September 2010 zum ersten Mal in meinem Leben arbeitslos. In diese Situation bin ich unverschuldet geraten, da der Betrieb in dem ich gearbeitet habe von Heute auf Morgen geschlossen wurde. Seit meinem Fachabitur mit 18 Jahren habe ich fast lückenlos gearbeitet, davon 2 Jahre im Ausland und 3 Jahre meine abgeschlossene erste Ausbildung zur Bühnendarstellerin. Meine Beschäftigung davor und danach war als Teamassistenz mit zusätzlichen Aufgaben im Vertrieb. Da mein Geschäftsführer immer der gleiche war über die Jahre, und dieser nun nicht mehr zu erreichen ist, fehlt es mir allerdings an Arbeitszeugnissen.
Nun zur eigentlichen Frage:
Wie schon erwähnt bin ich nun seit September 2010 arbeitslos gemeldet und bekomme von der Agentur für Arbeit 412 Euro (bestätigt für 12 Monate ab Antragstellung) und dann zusätzlich von der Arge Wohngeld. Nun habe ich mich dazu entschlossen eine 2. Ausbildung in einem mich sehr ansprechenden Berufszweig zu beginnen um mir u.a. auch eine berufliche Perspektive zu schaffen. Ich habe nun auch einen Ausbildungsplatz zur Veranstaltungskauffrau gefunden und könnte im August durchstarten. Zu diesem Ausbildungsberuf gehört es auch dazu, dass man ein Praktikum vorher absolviert, damit man sich kennenlernen kann und um zu sehen, ob eine 3 jährige Zusammenarbeit Sinn macht. Dieses Praktikum könnte sofort beginnen und könnte mit 250 Euro entlohnt werden. Da ich mich nun gar nicht mit Angelegenheiten des Arbeitsamtes auskenne und leider in dieser kurzen Zeit wenig Unterstützung durch das Amt erfahren durfte, möchte ich mich vorab über meine Optionen erkundigen, damit ich morgen vorbereitet zum Amt und meiner "Beraterin" gehen kann.
Aus dem Internet habe ich mehrfach gelesen, dass eine Förderung bei einer 2. Ausbildung ausgeschlossen sei. Wohngeld sei möglich. Wie sehen meine reellen finanziellen Möglichkeiten aus? Wird mir das ALG 1 komplett gestrichen? Wie sieht es mit dem Wohngeld aus? Wird die Miete weiterhin komplett bezahlt? Müsste ich dann nur mit den 250 Euro meinen weiteren Lebensunterhalt bestreiten? Gibt es einen Freibetrag, wodurch ich die bisherigen Leistungsbezüge weiterhin bekommen und gleichzeitig das Praktikum absolvieren könnte? Mit Beginn der Ausbildung bekomme ich ja mehr Geld und bräuchte dann vom Amt "nur noch" die Unterstützung für die Miete.

Ich würde mich sehr über Antworten zu meinen Fragen, wenn es auch viele sein mögen sehr sehr freuen, denn ich schaffe es nicht durch diesen Informationsdschungel durchzuschauen.

Leider ist mir auch nur eine geringe Entlohnung für den wahrscheinlich höher anfallenden Aufwand möglich. Ich bin mir dessen bewusst, bin allerdings schon an meiner finanziellen Grenze und umsomehr dankbar für jede mir weiterhelfende Antwort.

Mit freundlichem Gruß aus Hamburg

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich bedanke mich für die eingestellte Frage, die ich Ihnen aufgrund des geschilderten Sachverhalts gerne wie folgt beantworten möchte:

Der Bezug von Leistungen bei einer Zweitausbildung ist recht problematisch, da Sie bereits über eine Ausbildung verfügen und in diesem Beruf auch gearbeitet haben. Wenn Sie eine weitere Ausbildung beginnen, haben Sie keinen Anspruch auf ALG I, da Sie dann ja nicht arbeitslos wären. Sie müssten Ihren Lebensunterhalt bei einer Ausbildung wohl von dem Ausbildungsentgelt sowie ggf. Wohngeld bestreiten. Während des Praktikums gibt es jedoch die Möglichkeiten einer weiteren Förderung. Dies sollten Sie mit Ihrer Sachbearbeiterin besprechen. Denn es entsteht hier noch kein Arbeitsverhältnis, so dass Sie dem Grundsatz nach weiterhin der Agentur für Arbeit unterstehen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen eine erste Orientierung geben konnte. Bitte nutzen Sie ggf. die kostenlose Nachfragefunktion. Im übrigen wünsche ich Ihnen viel Erfolg!

Mit freundlichen Grüßen

RA Jeremias Mameghani

Rechtsanwälte Vogt
Bolkerstr.69
40213 Düsseldorf
Tel. 0211/133981
Fax. 0211/324021

Nachfrage vom Fragesteller 14.04.2011 | 12:53

Vielen vielen Dank erstmal für die Antwort.
Ändert es irgendetwas im Sachverhalt, dass ich in meinem ersten Ausbildungsberuf als Bühnendarsteller noch nicht gearbeitet habe? Meine bisherige Anstellung umfasste Büro- und Vertriebstätigleiten. Die Chancen als Bühnendarsteller einen Job zu finden sind nicht besonders rosig, des weiteren sind Castings meist mit hohen Kosten verbunden, da diese selten in direkter Umgebung sind und somit Reisekosten entstehen. Und wie gesagt sind die Aussichten auf eine Anstellung nicht gerade hoch und auch nicht auf Dauer, sollte es denn mal klappen.

Ich werde morgen auf jeden Fall mit beiden Ämtern sprechen, sowohl der Agentur für Arbeit, wo ich ALG 1 beziehe, als auch bei der Arge, wo ich Wohngeld beziehe und hoffe erst einmal auf eine Unterstützung während meines Praktikums. Allein 250 Euro Praktikum Entgelt werden mir nämlich definitv nicht reichen.

Mit freundlichen Grüßen aus Hamburg

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.04.2011 | 12:56

Sehr geehrter Ratsuchender,

das könnte u.U. etwas ändern. Denn wenn Sie länger als vier Jahre nicht in Ihrem Beruf gearbeitet haben, dann können Sie u.U. sogar eine Zweitausbildung über das Arbeitsamt bekommen. Allerdings steht diese Entscheidung in dessen Ermessen.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

Mit freundlichen Grüßen

RA J.Mameghani

Bewertung des Fragestellers 14.04.2011 | 12:59

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