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19 jähriger Sohn schmeißt alles hin


04.12.2017 11:40 |
Preis: 30,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Unser Sohn 19,5 hat nach seinem Abitur 2016 weder Ausbildung noch Studium begonnen. Er ist seit Sept 2017 nicht mehr als arbeits/ausbildungssuchend beim Amt gemeldet, da er zu Terminen nicht erschienen und Unterlagen nicht fristgerecht zugestellt hat. Somit entfällt das Kindergeld für ihn. Er hatte bis letzten Monat noch 450 Euro Job, der AG hat ihm allerdings außerordentlich gekündigt. Unser Sohn hat Schulden, er bekommt Schreiben von Rechtsanwälten, ihm drohnt ein Mahnverfahren und eine Strafanzeige. Wir wissen nicht, was wir tun sollen. Er hat uns und seinen Schwestern bereits auch schon Geld gestohlen. Wir bitten immer wieder um Gespräch mit ihm, er weigert sich aber. Nun will er in eine WG ziehen u HarzIV beantragen. Inwieweit müssen wir ihn finanziell unterstützen? Welche Pflichten kommen auf uns zu? Mein Mann ist selbstständig, ich Hausfrau, weitere Kinder sind 18 und 11.
04.12.2017 | 12:03

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragensteller,

nach § 1611 BGB würde ich im vorliegenden Sachverhalt wegen groben Fehlverhaltens nicht mehr von einem bestehenden Unterhaltsanspruches ihres Sohnes ausgehen:

"(1) 1Ist der Unterhaltsberechtigte durch sein sittliches Verschulden bedürftig geworden, hat er seine eigene Unterhaltspflicht gegenüber dem Unterhaltspflichtigen gröblich vernachlässigt oder sich vorsätzlich einer schweren Verfehlung gegen den Unterhaltspflichtigen oder einen nahen Angehörigen des Unterhaltspflichtigen schuldig gemacht, so braucht der Verpflichtete nur einen Beitrag zum Unterhalt in der Höhe zu leisten, die der Billigkeit entspricht. 2Die Verpflichtung fällt ganz weg, wenn die Inanspruchnahme des Verpflichteten grob unbillig wäre.
(2) Die Vorschriften des Absatzes 1 sind auf die Unterhaltspflicht von Eltern gegenüber ihren minderjährigen Kindern nicht anzuwenden.
(3) Der Bedürftige kann wegen einer nach diesen Vorschriften eintretenden Beschränkung seines Anspruchs nicht andere Unterhaltspflichtige in Anspruch nehmen."

Allerdings muss man sich auch immer fragen, ob der Anspruchssteller nicht versuchen könnte, sein Fehlverhalten zu rechtfertigen.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Saeger
- Rechtsanwalt -


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