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183 Tage Regelung DBA D/At

16.05.2012 14:30 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich bin Deutsche und habe eine Anstellung bei Salzburg angeboten bekommen (Österreichisches Unternehmen). Wenn ich in Deutschland grenznah einen Wohnsitz nehme und an 4 Tagen der Woche zum Arbeitsplatz pendle (Grenzgängerregelung greift nicht AG sitzt 42 km von der Grenze entfernt, 5. Arbeitstag als home office)dann habe ich unter Berücksichtigung von 47 Wochen (52 - 5 Wo Urlaub) a 4 Tagen einen grenzüberschreitenden Aufenthalt in Österreich von 188 Tagen im Jahr. Ziehe ich 8 Feiertage ab, die auf Arbeitstage fallen, dann bin ich 180 Tage in Österreich. Für das laufende Jahr gilt ebenfalls, dass ich bei einem Arbeitsbeginn am 1. Juli durch den Wohnsitz in D weniger als 183 Tage in AT bin.
Mein mgl. Arbeitgeber wiederholt, dass, nach Rücksprache mit Lohnbuchhaltung und Steuerberater diese Regelung nicht greift. Ist mein Verständnis der 183 Tage Regelung falsch oder dominiert bei den Auskünften der Österreicher der Lokalpatriotismus?

16.05.2012 | 15:59

Antwort

von


(248)
Blücherstraße 64
25336 Elmshorn
Tel: 041217891138
Web: http://www.anwalt-domke.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,
vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworten möchte:

Die 183- Regelung besagt im Grundsatz, dass Lohnsteuer und Sozialabgaben in dem Land abzuführen sind, in dem die Arbeitsleistung erbracht wird. Dieses ist in den sog. Doppelbesteuerungsabkommen, unter anderem mit Österreich, geregelt. Der Ort der Arbeitstätigkeit befindet sich grundsätzlich dort, wo Sie sich zur Ausführung Ihrer Tätigkeit persönlich aufhalten. Unerheblich ist dabei, wohin der Arbeislohn gezahlt wird bzw. wo Sie ansässig sind bzw. wo Sie Ihren Wohnsitz haben.

Deutschland steht aber nach der 183 Tage- Regelung das Recht zur Besteuerung zu, wenn Sie sich als Arbeitnehmer insgesamt nicht länger als 183 Tage im Steuerjahr in Österreich aufgehalten haben, der Arbeitslohn nicht von einer Betriebsstätte Ihres Arbeitgebers im Österreich getragen wurde und Ihr Arbeitgeber, der Ihr Gehalt zahlt, nicht im Tätigkeitsstaat ansässig ist (im DBA Österreich ist Voraussetzung, dass der Arbeitgeber in der Bundesrepublik Deutschland ansässig ist).

Nur wenn alle drei Voraussetzungen zusammen vorliegen, hat die Bundesrepublik Deutschland, als Ihr Wohnsitzstaat, das Recht zur Erhebung der Lohnsteuer für Gehälter, die in Österreich oder in anderem Ausland gezahlt wurden (s. BMF-Schreiben vom 14.09.2006 - IV B 6 - S 1300 - 367/06, BStBl I 2006, 532 (535) Rz. 30).
Ansonsten sind Ihre Einkünfte in der Bundesrepublik Deutschland grundsätzlich steuerfrei und nur beim Progressionsvorbehalt (§ 32b EStG: Progressionsvorbehalt ) zu berücksichtigen. Diese Einkünfte sind nach deutschem Steuerrecht zu ermitteln.
Ihr möglicher Arbeitgeber hat also Recht.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:



Rechtsanwältin Maike Domke

Ergänzung vom Anwalt 16.05.2012 | 16:05

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ich möchte noch ergänzen, dass ein Tag die Woche ausreichend ist. Selbst wenn Sie vier Tage in der Woche ein Home Office haben, halten Sie sich einen Tag in der Woche in Österreich auf, so dass die anderen Voraussetzungen der 183-Tage Regelung auch gegeben sein müssten, damit Deutschland die Steuern erheben kann.

MfG
Maike Domke
- Rechtsanwältin -

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