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120 kilo


02.02.2005 16:22 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Hallo,
ich habe da ein etwas komplexes problem und bitte um rat,
habe mir mitte dezember 04 einen supercooler/kühl-gefrierschrank kombination von einem zwischenhändler via internet bezogen.den habe ich vorkasse bezahlt und das gerät wurde ca 10 tage später mit der spedition zugestellt.es wurde mir zugesichert das gerät bis in die küche hinein zu liefern da ich nicht in der lage war das 120 kilo schwere gerät an seinen platz zu schaffen.das gerät wurde geliefert und der speditör war allein und sagte er wisse nichts von einem in die erste etage meiner wohnung tragen.so stand ich allein mit dem stück bei mir hinten auf dem hof im regen.klasse.ich organisierte mir auf meine kosten von einer spedition 4 helfer die das hinauf trugen.als sie dann alle weg waren und ich die verpackung
enfernte, bemerkte ich das es gar nicht das von mir bestellte gerät war.nun stand der kollos in meiner küche.es begann ein langes hin und her telefonieren und der vermittler gab dem hersteller die schuld(bauknecht) das falsche gerät geliefert zu haben.der zustand sollte dann rasch abgeschafft werden damit ich über die weihnachtstage meine küche benutzen könne.
das war nicht der fall.in der zweiten neujahrswoche meldete sich der händler bei mir und schlug mir vor anstatt mein geld zurück zu überweisen mir das richtige gerät zu liefern.
das folgte auch dann endlich in der 2kw,wieder nicht bis in meine wohnung nur in den hof hinein.ich schaffte das teil wieder zu mir rein und habe somit insgesamt drei kühlschränke in meiner küche.einer grösser als der andere.ich kann weder kochen in meiner küche geschweige denn dort durchgehen,nur ein durchtaumeln ist möglich.dieser zustand zieht sich jetzt bis heute hin.trotz mehrmaliger schriftlicher(email) aufforderung an den händler ,fühlt sich keiner von bauknecht gewillt das gerät abzuholen.ich habe in meinem letzten schreiben eine frist gesetzt das gerät bei mir bis zum 02.02.05 abzuholen,ansonsten stelle ich es bei mir auf den hof wo ich nicht garantieren kann ob es endwendet wird oder durch wetterverhältnisse schaden nimmt.
seit gestern steht das ding (noch) bei mir auf dem hof.
kann ich haftbar dafür gemacht werden?kann ich den vorgang so ruhen lassen ohne das ich rechtliche konsequenzen befürchten muss? vielen dank.

02.02.2005 | 16:46

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

1.
Wichtig ist zunächst, dass Sie im Streitfall ihre Position gut beweisen können müssen. Das ist bei Korrespondenz per e-mail grundsätzlich schwieriger als bei Korrespondenz per Brief / Fax.

2.
Liefert der Händler ein neues Gerät, so kann der Händler nach dem Gesetz das andere Gerät zurück verlangen. Ihre Schadenersatzpflicht richtet sich nach §§ 439 IV, 346 IV BGB: Danach haften sie gemäß §§ 280 - 283 BGB.

Gemäß § 280 BGB haften Sie grundsätzlich für Pflichtverletzungen betreffend die Rückgabe der Sache. Sie sind jedoch von der Haftung frei, wenn Sie kein Verschulden trifft. Ein Verschulden liegt vor, wenn jemand gegen die im Verkehr erforderliche Sorgfalt verstößt. Vor diesem Hintergrund denke ich, dass Sie eine günstige Position haben, weil sie den Händler zur Abholung aufgefordert haben. Ich weise jedoch auf etwaige Beweisschwierigkeiten bei e-mails hin (s.o.). Auch ich keine Garantie dafür geben, dass ein andere Jurist in Ihrem Verhalten doch ein Verschulden sieht. Es handelt sich bei dem Begriff des "Verschuldens" um einen auslegungsfähigen Begriff, sodass stets ein Risiko verbleibt.

Ein Anwalt ist stets verpflichtet, seinem Mandanten den "sichersten Weg" zu raten. Das sicherste ist, den Kühlschrank in den Keller, Garage - notfalls in die Wohnung zu stellen - und den Verbleib des Gerätes schriftlich zu klären.

Mit freundlichen Grüßen



Rolf Tarneden
Rechtsanwalt aus Hannover


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