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1%-Regel Kfz


| 13.04.2007 10:47 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter



Ich bin vor einiger Zeit aus Kostengründen und zur Erzielung besserer Transparenz dazu übergegangen, meine Abschlüsse (Freiberufler) nicht mehr vom Steuerberater machen zu lassen, sondern selbst zu erstellen. Dabei ist mir aufgefallen, dass mein Steuerberater für die beiden im Betriebsvermögen befindlichen Fahrzeuge (Auto + Motorrad) die 1%-Regel für die private Nutzung offenbar nur auf das teurere Fahrzeug (Auto) bezogen hat.
Kann das richtig sein, gibt es hierfür eine Regel ?
Falls nicht, müsste er dann für Folgen haften, wenn es im Rahmen einer Betriebsprüfung zu Nachzahlungen käme ?
Sehr geehrter fragender,

es ist richtig, was Ihr Steuerberater dort gemacht hat.
Wenn Sie 2 Wagen in Ihrem Betriebsvermögen haben und kein weiteres Fahrzeug als Privatfahrzeug vorhanden ist, das im Wert mindestens dem teuersten betrieblichen Wagen gleichwertig ist, dann sieht auch die Finanzverwaltung vor, dass der wertvollste Wagen auch als Privatfahzeug verwendet wird, denn dieses entspricht der allgemeinen Lebensauffassung.
Wenn Ihr Steuerberater dieses so gebucht hat, dann hat er sehr vorausschauend gehandelt, denn spätstens eine Betriebsprüfung hätte eine anderweitige Praxis entsprechend korrigiert.

Es steht Ihnen natürlich frei, einen entsprechenden Gegenbeweis anzutreten.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben, auch wenn Sie vermutlich etwas anderes gerne hören wollten ;-)

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Corina Seiter

Nachfrage vom Fragesteller 13.04.2007 | 22:41

Sehr geehrte Frau Dr.Seiter,
leider haben Sie die Frage offenbar mißverstanden. Es geht mir nicht darum, eventuell eine Privatnutzung des Autos abzustreiten. Mich interessiert, ob für beide Fahrzeuge jeweils ein Privatanteil (hier nach der 1%-Regel) zu versteuern ist oder ob es genügt -wie geschehen- eine private Nutzung nur für ein Fahrzeug (das teurere) anzusetzen. Günstiger für mich wäre natürlich, wenn die Vorgehensweise des Steuerberaters in Ordnung wäre.
Wie wäre die Situation mit Fahrtenbuch?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.10.2008 | 17:03

Sehr geehrter Fragender,
auf Ihre Nachfrage antworte ich wiefolgt:

sofern Sie jeweils beide Fahrzeuge tatsächlich privat nutzen, müssten Sie natrülich für jedes Fahrzeug einen Privatanteil versteuern. Dies kann mangels Fahrtenbuchführung nur durch die 1%-Regelung passieren.

Da dieses natrülich für Sie steuerlich sehr ungünstig wäre, versucht der umsichtige Steuerberater natürlich dieses nur für 1 Fahrzeug durchzuführen. Hierbei kann er sich nur für das teurere Fahrzeug entscheiden.
Falls Sie das Fahrzeug, das sie auch privat nutzen, nahezu ausschließlich/überwiegend für betriebliche Zwecke nutzen (80-90%), lohnt es sich natürlich in jedem Fall, für dieses ein Fahrtenbuch zu führen, da hierbei der zu versteuernde Privatanteil voraussichtlich deutlich geringer ausfällt.

Ab 2007 müssen Sie ohnehin ein Fahrtenbuch führen oder einen sehr aussagekräftigen Kalender, um überhaupt eine mindestens 50%ige Nutzung des Firmenwagens nachweisen zu können. Können Sie diesen Nachweis nicht erbringen, so wäre dieser als betriebliches Fahrzeug nicht weiter akzeptiert.
Ich hoffe, Ihre Frage nunmehr beantwortet zu haben.
Dr. Corina Seiter

Ergänzung vom Anwalt 15.04.2007 | 22:44

Sehr geehrter Fragender,
auf Ihre Nachfrage antworte ich wiefolgt:

sofern Sie jeweils beide Fahrzeuge tatsächlich privat nutzen, müssten Sie natrülich für jedes Fahrzeug einen Privatanteil versteuern. Dies kann mangels Fahrtenbuchführung nur durch die 1%-Regelung passieren.

Da dieses natrülich für Sie steuerlich sehr ungünstig wäre, versucht der umsichtige Steuerberater natürlich dieses nur für 1 Fahrzeug durchzuführen. Hierbei kann er sich nur für das teurere Fahrzeug entscheiden.
Falls Sie das Fahrzeug, das sie auch privat nutzen, nahezu ausschließlich/überwiegend für betriebliche Zwecke nutzen (80-90%), lohnt es sich natürlich in jedem Fall, für dieses ein Fahrtenbuch zu führen, da hierbei der zu versteuernde Privatanteil voraussichtlich deutlich geringer ausfällt.

Ab 2007 müssen Sie ohnehin ein Fahrtenbuch führen oder einen sehr aussagekräftigen Kalender, um überhaupt eine mindestens 50%ige Nutzung des Firmenwagens nachweisen zu können. Können Sie diesen Nachweis nicht erbringen, so wäre dieser als betriebliches Fahrzeug nicht weiter akzeptiert.
Ich hoffe, Ihre Frage nunmehr beantwortet zu haben.
Dr. Corina Seiter
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"Die Frage wird einfach nicht beantwortet. Mit "Sie müssten eigentlich..." und "der umsichtige Steuerberater wird es aber anders handhaben..." bin ich so schlau wie vorher. Die Frage, ob es zulässig ist, die Privatnutzung nur eines Fahrzeugs zu versteuern, bleibt völlig offen. Schade um die 30 Euro. "