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1. Kassiererin im Schützenverein seit Juni 2013, Verantwortung für Vorzeit?


| 22.11.2013 21:16 |
Preis: ***,00 € |

Vereinsrecht



Seit Juni 2013 bin ich 1.Kassiererin im gemeinnützigen Schützenverein.Gehöre zum geschäftsführenden Vorstand. Habe einige Missstände in der Kassenführung meines Vorgängers festgestellt.
Zum Beispiel aus der Barkasse einige tausend Euro ohne Quittungsbeleg entnommen.
Die Umsatz- und Körperschaftsteuererklärungen wurden für die Jahre 2011 und 2012
nicht dem Finanzamt abgegeben. Für 2011 habe ich die Steuererklärungen dem Finanzamt zugestellt.Es sind Fragen aufgetreten, die mir mein Vorgänger nicht beantwortet. Das Finanzamt möchte wissen, an wen und warum der Betrag über mehrere tausend Euro
aus der Barkasse ausbezahlt wurde.Darauf bekomme ich keine Antwort von meinem Vorgänger.

Kann ich für Ereignisse vor meiner Zeit verantwortlich gemacht werden?

Auch wurden keine nicht bezahlte Jahresbeiträge bei den betreffenden Mitgliedern angefordert. Das habe ich inzwischen gemacht. Einige Mitglieder haben nachgezahlt.

Ich werde inzwischen auch beschimpft. Die ganze Angelegenheit ist so ärgerlich. Deshalb habe ich über Internet mit eMail mein Amt mit sofortiger Wirkung bei anderen Vorstandsmitgliedern niedergelegt.
Hat das Gültigkeit oder muß ich es auf schriftlichem Wege per Post schicken?

Muß ich weiterhin mit dem Finanzamt korrepondieren?
Habe ich zur Unzeit mein Amt niedergelegt?

Ich weiß nicht mehr wie ich mich verhalten soll.

Geben Sie mir bitte Ratschläge.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Sie persönlich können nicht für das Fehlverhalten Ihres Vorgängers rechtlich belangt werden. Anders sieht es für den Verein aus. Dieser haftet für die Fehler des Vorstandes gemäß § 31 BGB.

Ihr Rücktritt ist dann wirksam, wenn die Satzung keine Formvorschrift für den Rücktritt eines Mitglieds des Vorstandes kennt. Gemäß § 26 Abs. 2 S. 2 BGB genügt hierbei, dass der Rücktritt nur einem Vorstandsmitglied der Rücktritt erklärt wird. Ein Rücktritt zur Unzeit ist nicht ersichtlich. Der Verein bleibt aufgrund der restlichen Vorstandsmitglieder handlungsfähig. Bitte beachten Sie, dass Sie alle Unterlagen, die Sie in Ihrer Position als Kassierer vom Verein bekommen haben, dem Verein zurückgeben müssen. Sollte das Finanzamt mit Ihnen persönlich Kontakt aufnehmen, so sollten Sie das Amt an den Verein unter dem Hinweis der Amtsniederlegung verweisen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Diplom - Jurist, LL.M. Sebastian Scharrer, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 22.11.2013 | 22:16

Vielen dank für Ihre Antwort. Genügt meine Amtsniederlegungserklärung per e-Mail? Hierauf habe ich leine Empfangsbestätigung bekommen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.11.2013 | 22:36

Sehr geehrte Fragestellerin,
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Nachfrage.

Grundsätzlich ist der Rücktritt formfrei erklärbar. Ist in der Satzung Ihres Vereins eine Form für einen solchen Rücktritt vorgesehen, müssen Sie diese Form einhalten. Zu Ihrer Sicherheit sollten Sie den Rücktritt in einer beweisbaren Form erneut erklären. Dies kann z.B. durch ein Fax mit Sendeprotokoll nachgewiesen werden. Aber auch eine Antwortemail beweist den Zugang der E-Mail.

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen. Diese Beantwortung Ihrer Frage kann nicht eine individuelle Beratung ersetzten. Selbstverständlich können Sie sich für weitere Fragen, Beratungen und Vertretungen unter Anrechnung der Gebühr für diese Frage deutschlandweit an mich wenden.

Bewertung des Fragestellers 22.11.2013 | 23:31


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