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1 Euro Sofotkauf anfechten?


| 05.03.2007 09:28 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch



Hallo,

mir ist ein schrecklicher Fehler unterlaufen! Ich habe eine Auktion bei Ebay reingesetzt und ausversehen das ganze als 1 Euro Sofortkauf angeboten. Noch bevor ich das Angebot ändern konnte (ca. 50-60 Sekunden) hat auch schon ein Käufer zugeschlagen. Der Käufer hat sich seit 24 Stunden nicht geäußert und mein Verdacht ist, dass er den einen Euro jetzt überweist und auf seine Ware wartet.

Laut Ebay-Hotline besteht ein rechtens gültiger Kaufvertrag und ich sollte mir rechtliche Hilfe besorgen... Leider sind meine finanziellen Mittel begrenzt und ich würde den Artikel ungern für 1 Euro verschicken...Der geschätzte Wert liegt bei 250-300 Euro.

Ich habe den Verkäufer bereits 1 Mail geschickt, indem ich die Auktion nach § 119 BGB aufgrund eines Irrtums anfechte. Ebenfalls habe ich um Verständnis geben, leider kam noch nichts zurück.

Meine Frage, wie gehe ich weiter vor? Was passiert wenn er mir den einen Euro überweist und auf seine Ware wartet? Kann ich überhaupt was machen? Ich habe die Handynummer des Anbieters rausbekommen, sollte ich ihn anrufen? Und wenn ja, was soll ich sagen bzw. was passiert wenn er sagt "Nein, ich will mein Artikel für 1 Euro"?

Ich bin echt am verzweifeln und bin ziemlich sauer das Ebay da nichts machen kann, zumal man sieht das die Ware eindeutig mehr wert ist.

Grüße,

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Sehr geehrter Fragesteller,

Sie können, wie Sie es bereits getan haben, den Vertrag anfechten, mit der Begründung Sie hätten sich bei der Einstellung des Angebots hinsichtlich des Sofort-Kauf Preises geirrt. Aus der Anfechtungserklärung sollte genauestens hervorgehen, dass Sie sich geirrt haben und den Kaufgegenstand zu einem Preis von € 1,00 nicht verkaufen wollten und nun den Vertrag aufgrund § 119 BGB anfechten. Diese Erklärung sollten Sie dem Käufer auch nocheinmal schriftlich per Briefpost übersenden.

Wenn der Käufer nun überweist und den Kaufgegenstand einfordert, kann er auf Vertragserfüllung, d.h. auf Lieferung der Ware klagen. In diesem Rechtsstreit müssen Sie beweisen, dass Sie sich geirrt haben und dass Sie den Vertrag angefochten haben.

Geht das Gericht davon aus, dass Sie erfolgreich engefochten haben, hat der Käufer die Möglichkeit Schadensersatzansprüche gegen Sie geltend zu machen. Allerdngs muss er einen behauptetetn Schaden auch beweisen. Der Schaden muss auch real entstanden sein, es genügt nicht zu behaupten, die Ware hätte € XXX gekostet.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

Nachfrage vom Fragesteller 05.03.2007 | 09:54

Sehr geehrter Herr Bortdasch,

sollte ich den Käufer telefonisch kontaktieren, oder direkt das Schreiben aufsetzen und per Einschreiben abschicken? (So das er es auf jeden Fall bekommt)? Was würde es ca. kosten wenn ein Anwalt dieses Schreiben aufsetzt und abschickt?

Über eine Antwort würde ich mich freuen!

Grüße,

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.03.2007 | 10:24

Sehr geehrter Fragesteller,

aus Gründen des Nachweises ist es ratsam, das Schreiben per Einwurf-Einschreiben zu versenden, da damit der Nachweis idR gelingt, das das Schreiben in den Hausbriefkasten der Gegenseite eingeworfen wurde.

Eine Anfechtung kann auch per Telefon erklärt werden, allerdings ist dabei der Nachweis der erfolgten Anfechtung am schwersten.

Die gesetzlichen Gebühren eines Rechtsanwalts belaufen sich für ein solches Schreiben auf € 53.55 inkl. MwSt, wobei ich dabei von einem Streitwert von bis zu € 300.00 ausgehe.

Sollten sie Interesse haben, bin ich bereit ein solches Schreiben für Sie zu fertigen.

Bitte kontaktieren Sie mich unter der u.g Mailadresse oder telefonisch.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

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