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Können Forderungen auf mich zukommen bezüglich einer Zahlung des Pflichtteils an meine Halbschweste

| 25.06.2009 12:16 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Sehr geehrte Anwälte,

ich habe eine Frage bezüglich der Zahlung des Pflichtteils im Erbschaftsfall.

Die Situation ist folgendermaßen:
Meine Großmutter ist im Jahr 2009 verstorben. Sie hat 2 Söhne, also meinen Vater und meinen Onkel. Mein Vater ist vor 5 Jahren (2004) verstorben. Mein Vater war geschiedenen. Ich bin Sohn aus dieser Ehe. Des weiteren hatte er noch eine Tochter (meine Halbschwester) aus einer Partnerschaft (nicht verheiratet) nach der Ehe.
Mein Vater hat ein Testament aufgesetzt, in welchem er mich als Alleinerben eingesetzt hat. Somit habe ich das ganze Nachlassvermögen erhalten und habe an die Tochter meines Vaters (meine Halbschwester) den Pflichtteil ausgezahlt. Dies ist abgeschlossen und erledigt.
Nun da meine Großmutter verstorben ist und sie kein Testament geschrieben hat, bin ich Erbe geworden. Aufgrund gesetzlicher Erbfolge erhalten mein Onkel und ich als Enkel jeweils 50 % des Vermögens.

Jetzt meine Frage: Können Forderungen auf mich zukommen bezüglich einer Zahlung des Pflichtteils an meine Halbschwester aus dem Erbe meiner Großmutter? Oder besteht hier kein Anspruch seitens meiner Halbschwester?


Vielen Dank für die Beantwortung!

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Sehr geehrter Fragsteller,

unter Berücksichtigung der von Ihnen gegebenen Sachverhaltsangaben und des gebotenen Einsatzes beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

Zunächst einmal gehe ich davon aus, dass die verstorbene Großmutter die Mutter Ihres Vaters war.

Ich bin etwas erstaunt, dass Sie 50 % erhalten haben. Wenn Ihre Halbschwester rechtlich als Kind Ihres Vaters betrachtet wird, bin ich der Meinung, dass Ihnen und Ihrer Halbschwester jeweils 25 % zustehen.

Das Testament Ihres Vaters ist hier unerheblich, weil Sie und nicht Ihr Vater gesetzliche Erben geworden sind.

Insofern bestehen nicht nur Pflichtteilsansprüche, sondern ein Erbanspruch Ihrer Halbschwester.

Sie sollten sich auf jeden Fall von einem Anwalt vor Ort beraten lassen.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben. Eine abschließende Beratung kann im Rahmen dieses Forums nicht praktiziert werden, weil diese die Kenntnis des vollständigen Sachverhalts erfordert. Hier konnte ich mich nur auf Ihre Schilderungen stützen und somit nur eine erste Einschätzung der Lage abgeben. Eine persönliche Beratung kann hierdurch nicht ersetzt werden. Durch das hinzufügen oder Weglassen relevanter Tatsachen kann sich die Beurteilung des Falles maßgeblich ändern.

Ich empfehle Ihnen daher, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu beauftragen, sofern Sie eine abschließende Beurteilung erhalten möchten. Im Falle der Beauftragung eines Rechtsanwalts ist zu beachten, dass weitere Kosten anfallen.

Mit freundlichen Grüßen



Christina Knur-Schmitt
- Rechtsanwältin –


Nachfrage vom Fragesteller 25.06.2009 | 14:02

Sehr geehrte Frau Knurr-Schmitt.

Dankeschön für die Antwort. Eine kurze Nachfrage habe ich.

Die verstorbene Großmutter war die Mutter meines Vaters. Das ist richtig.
Die gesetzliche Erbfolge besagt doch: Veerbt wird von (in diesem Fall) Großmutter auf Kind (mein Vater). Da dieser nicht mehr lebt, kommen seine Erben zum Zug. Wenn jetzt meine Halbschwester in die Erbengemeinschaft bezüglich des Erbe der Großmutter eintritt, wird ja der letzte Wille meines Vaters aufgehoben. Ich bitte nochmals um kurze Darstellung.
Vielen Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.06.2009 | 09:26

Sehr geehrter Fragesteller,

es ist richtig, dass, wenn Ihr Vater noch leben würde dieser Erbe geworden ist. Da dieser vorverstorben ist sind Sie und Ihr Halbschwester Erben aus eigenem Recht.

Nicht Ihr Vater ist Erbe geworden, sondern Sie und Ihre Halbschwester. Das Testament Ihres Vaters ist deshalb nicht relevant.

Anwendbar ist hier § 1924 Absatz 3 BGB.

Danach besteht ein eigenständiges Erbrecht des Nachrückenden (also der Kinder) und dieses hängt daher nicht davon ab, ob der Eintretende Erbe des vorverstorbenen Abkömmlings geworden ist.

Mit freundlichen Grüßen

C. Knur-Schmitt
Rechtsanwältin


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