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Ich wollte kommendes Jahr mit meinen Eltern und meiner Tochter gerne einen 2 Wöchigen Urlaub verbr

16.10.2008 18:31 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Guten Tag, sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe folgendes Problem.
Meine Frau hat sich im Juli von mir getrennt und unser Tochter (1 Jahr 3
Monate ) lebt bei Ihr. Meine Frau arbeitet Vollzeit und unsere Tochter ist
bei einer Tagesmutter untergebracht.
Die hat ein Umgangsrecht jeweils Samstags von 10 - 16 uhr vorgeschlagen.
Ich habe darauf hin ihr über meinen Anwalt einen gegenvorschlag
unterbreitet. Ihre Anwältin reagiert seit Mitte August auf keinerlei
schreiben. Ich habe auch nochmals persönlich versucht mit Ihr wegen einer
Regelung zu sprechen aber Sie stellt sich auf Stur. Ich weiß einfach nicht
ob ein Verfahren vor dem Familiengericht anstreben soll da dann der Streit
voll perfekt ist aber letztendlich geht es mir nur um meine Tochter.
Mich würde folgendes Interessieren.

1) Meine Forderung war Sa bzw. So wöchentlich abwechselnd von 9- 18 Uhr.
Ist der Vorschlag von meiner Frau fair mit 10-16 Uhr, bzw. was ist in dem
Alter angebracht (Unsere Tochter ist bereits voll vom Tisch mit und hat
keinerlei Besonderheiten). Hätte ein Verfahren überhaupt Aussicht auf
Erfolg. Da sich meine Frau auf Stur stellt denke ich das ein Kontakt mit
dem Jugendamt nichts bringen würde oder ?

2) Ich wollte kommendes Jahr mit meinen Eltern und meiner Tochter gerne
einen 2 Wöchigen Urlaub verbringen - Steht mir dies zu ?

3) Gibt es bereits in diesem Alter eine Regelung bezüglich
Geburtstage/Feiertage, es fällt ja nicht alles zufällig aufs Wochenende.

Mit freundlichen Grüßen


Markus Matzkeit


Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

unter Zugrundelegung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und in Ansehung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

1) Eine eindeutige und altersabgestufte Regelung dahingehend, welche Umgangsintensität angemessen ist, gibt es nicht. Bei der Beurteilung einer solchen Frage ist unter anderem auf den Entwicklungsstand des Kindes, die Intensität der Beziehung des Kindes zu Ihnen sowie das Kindeswohl allgemein einzugehen. Eine wöchentliche gemeinsame Zeit von 9 Stunden am Wochenende dürfte vorbehaltlich etwaiger Einwände der Kindeswohlgefährdung als angemessen angesehen werden, sofern das Kind eine derartige Trennung von der Mutter ohne Weiteres verkraftet.

Sofern diese Voraussetzungen vorliegen, hätte auch ein entsprechendes Verfahren Aussicht auf Erfolg.

Auch eine Kontaktaufnahme mit dem Jugendamt kann in diesem Zusammenhang durchaus sinnvoll sein. Das Jugendamt kann als neutraler Vermittler, anders als Anwälte, versuchen im gemeinsamen Dialog mit den Eltern eine einvernehmliche Lösung herbeizuführen und hierzu auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen.

2.) Auch bezüglich eines gemeinsamen Urlaubsaufenthaltes muss ich auf die oben gemachten Ausführungen verweisen.

Hier stellt sich die Sachlage meines Erachtens jedoch etwas anders dar: Ein Kind im Alter unter zwei Jahren befindet sich noch in einer derart starken Abhängigkeit zur Mutter, dass, sofern ein adäquates Verhältnis nicht zu Ihnen besteht, bei einer zweiwöchigen Trennung durchaus eine Kindeswohlgefährdung zu befürchten wäre.

Daher sollten Sie die gemeinsamen Urlaubspläne entweder dahingehend ändern, dass Sie die Trennungszeit angemessen verkürzen oder warten, bis Ihre Tochter etwas älter ist.

3.) Eine eindeutige Regelung gibt es auch bezüglich Geburts- und Feiertagen nicht. Da es jedoch im Interesse einer altersgerechten Entwicklung des Kindes auch auf eine gesunde soziale Beziehung zu beiden Elternteilen entschieden ankommt und hierzu auch gemeinsame Geburts- und Feiertagsfestigkeiten gehören, ist eine Verwehrung des Umgangs zu diesen Daten durch die Mutter nicht gerechtfertigt. Jedoch sollten Sie Feiertage wie z.B. Weihnachten derart einvernehmlich regeln, dass keiner der Elternteile benachteiligt wird oder das Verbringen des Kindes zum anderen Elternteil für dieses zu anstrengend wird.

---
Abschließend erlaube ich mir, Sie auf Folgendes hinzuweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Kristin Pietrzyk
Rechtsanwältin

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