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Ich fühle mich von meinem Sohn betrogen, kann ich den erschlichenen Unterhalt zurück fordern?

31.05.2009 13:41 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Vogt


Für meinen Sohn aus erster Ehe leistete ich bis zu seinen 27. Geburtstag im September 1992 Unterhalt, da er durch Studienbescheinigungen nachwies, daß er studierte.Nun erfuhr ich vor 3 Monaten, daß mein Sohn schon ab Januar 1992 eine Arbeitsstelle hatte und sich lediglich an der Uni einschrieb um weiter Unterhalt zu kassieren. Ich fühle mich betrogen. Kann ich das Geld zurück fordern?

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Frage darf ich auf der Basis des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes gerne wie folgt beantworten:

Grundsätzlich haben Sie gegen Ihren Sohn natürlich Anspruch auf Rückzahlung des erschlichenen Unterhalts.

Problematisch ist jedoch, dass entsprechend § 195 BGB Ansprüche im Regelfall nach drei Jahren verjähren.

Eine Ausnahme hiervon gilt entsprechend § 199 Abs. 2 BGB für Schadensersatzansprüche, die auf der Verletzung des Körpers, des Lebens, der Gesundheit oder der Freiheit beruhen. Diese Ansprüche verjähren erst nach 30 Jahren.

In Ihrem Fall liegt jedoch eine Verletzung des Eigentums vor, so dass diese Ausnahmeregelung nicht zum Greifen kommt.

Etwas anderes ergibt sich leider auch nicht aus der Tatsache, dass Sie erst vor drei Monaten von den Umständen, die Ihren Rückforderungsanspruch betreffen, erfahren haben.

So gilt für diese Fälle hinsichtlich des Rückforderungsanspruches aus ungerechtfertigter Bereicherung § 199 Abs. 4 BGB und hinsichtlich des Schadensersatzanspruches § 199 Abs. 3 BGB.

Nach beiden Vorschriften war Ihr Anspruch daher leider nach 10 Jahren, d.h. Ende 2002 verjährt.

Ich bedauere, dass ich Ihnen in dieser Angelegenheit keine günstigere Mitteilung machen kann, hoffe jedoch dennoch, Ihnen mit meiner Antwort einen ersten Überblick über die Rechtslage verschafft zu haben.

Hierbei möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Sie können natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal oder über meine E-Mail-Adresse mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch angenehme Feiertage und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

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