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-Hausverkauf- mündl. Vereinbarung mit Makler, welche Kosten?

25.01.2009 18:45 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,
letztes Jahr beauftragten wir eine Maklerin mit dem Verkauf unseres Hauses. Es wurde kein schriftlicher Vertrag geschlossen, es gab nur mündliche Vereinbarungen.

Wir hatten uns vorbehalten, das Haus gegebenfalls privat zu verkaufen, falls wir selber Käufer finden würden.
Die Maklerin wollte uns dann die ihr bis zu diesem Zeitpunkt entstandenen Kosten in Rechnung stellen.

Das Ganze ist jetzt mittlerweile 1 Jahr her, wir bieten unser Haus mittlerweile auch selber auf einer Internetplattform an.

Was müssen wir der Maklerin jetzt tatsächlich bezahlen, wenn wir das Haus privat verkaufen oder aber auch, wenn wir die Dienste der Maklerin auch ohne Verkauf nicht weiter in Anspruch nehmen wollen? Wir wüssten gerne, wo wir da rechtlich stehen.

Es grüßt Sie freundlich
Fima

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung Ihrer Angaben und Ihres Einsatzes wie folgt:

Die Rechtslage zwischen einem Makler und seinem Auftraggeber wird in den §§ 652 ff BGB geregelt. Danach schuldet der Auftraggeber dem Makler üblicherweise ein reines Erfolgshonorar, welches voraussetzt, dass durch die Vermittlung des Maklers auch tatsächlich ein Kaufvertrag zusatndegekommen ist.

Üblicherweise wird in den Maklerverträgen geregelt, wie hoch die Vergütung ist und ob die Provision beispielsweise auf den Käufer abgewälzt werden soll.

Aufwendungen hat der Makler selbst zu tragen und können dem Auftraggeber nicht ohne weiteres in Rechnung gestellt werden. Dies wäre gem. § 652 Abs. 2 BGB nur möglich, wenn etwas entsprechendes auch vereinbart worden wäre.

Da es keinen schriftlichen Vertrag gibt, dürfte es der Maklerin schwerfallen, etwaige Aufwendungsersatzansprüche zu beweisen.

Ein Honorar kann jedoch auch dann schon fällig sein, wenn der Makler Interessenten präsentiert hat und somit zumindest die Gelegenheit eines Kaufvertragabschlusses geschaffen hat. Aber auch hier bedarf es entsprechender Nachweise.

In Ihrer konkreten Situation ist es nicht ganz eindeutig, die Sache einzuschätzen, weil leider nicht klar ist, welchen Inhalt die mündlichen Vereinbarungen hatte. So steht noch nicht einmal fest, ob eine Vergütung nur im Erfolgsfall oder auch bereits bei Vermittlungen fällig werden sollte.

Da es offenbar unstreitig ist, dass Sie das Haus auch frei verkaufen können, sehe ich daher dennoch keinen akuten Handlungsbedarf.

Zusammenfassend kann man feststellen, dass

a) die Maklerin nicht alleine aus der Beauftragung heraus schon einen Anspruch auf Vergütung hat

b) Aufwendungsersatz nur geleistet werden muss, wenn er auch nachweislich vereinbart war.

Wenn Sie das Haus selbst verkaufen, dann fällt diesbezüglich jedenfalls keine Provision an, da die Maklerin an diesem Vertragsabschluss nicht beteiligt war und Sie auch vereinbarungsgemäß das Recht hatten, den Verkauf durchzuführen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung geben.


Mit freundlichen Grüßen

Stefan Aust
Rechtsanwalt


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