Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

§ 33 NachbRG NRW


21.02.2006 11:29 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht



Sofern die Voraussetzungen des § 33 vorliegen, ist zunächst der Nachbar aufzufordern. Sofern dieser der Aufforderung nicht in angemessener Zeit Folge leistet:
a)Ist dann zunächst zu klagen und ein Urteil abzuwarten?

b)Kann im Wege der Ersatzvornahme selbst errichtet werden und werden dann die Kosten eingeklagt ?

c)Wie wird der Gegenstandswert ermittelt, da sich ja daran die Entscheidung AG/LG knüpft ? Holt man Kostenvoranschläge ein und ermittelt den Durchschnittswert oder ist der Günstigste maßgebend?
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Der Nachbar wird auf Errichtung der Einfriedung verklagt werden müssen. Eine "Ersatzvornahme" ist nach dem Gesetz nur im Fall des § 32 Abs. 1 NachbG vorgesehen; dort ist der Eigentümer, der von seinem Nachbarn die Errichtung einer Einfriedung schriftlich verlangt hat, berechtigt, die Einfriedung selbst zu errichten, wenn der Nachbar nicht binnen zwei Monaten auf das schriftliche Verlangen reagiert hat. Man könnte überlegen, ob diese Vorschrift im Rahmen des § 33 NachbG entsprechende Anwendung finden kann. Angesichts der Tatsache, dass § 33 NachbG nicht auf § 32 Abs. 1 NachbG verweist, im NachbG aber üblicherweise sehr viele Querverweise existieren, würde man sich auf dünnes Eis begeben, wenn man eine Ersatzvornahme vornähme. Ich kann daher nicht zu einer Ersatzvornahme raten.

Die Entscheidung, ob das AG oder das LG zuständig ist, wird nur dann knifflig, wenn sich der Betrag, der für die Herstellung der Einfriedung aufgewendet werden muss, auf ca. 5.000,00 EUR beläuft. Insoweit reicht der Kostenvoranschlag eines Handwerkers, zu dessen Tätigkeitsbereich die Errichtung von Einfriedungen gehört, aus, um die Zuständigkeit des AG oder des LG zu begründen. Sie müssen nicht mehrere Kostenvoranschläge einholen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Für eine Nachfrage wie auch für eine eventuelle Vertretung in dieser Angelegenheit stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER