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§ 3 und § 4 Bundesurlaubsgesetz


27.08.2006 14:06 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Elmar Dolscius



Sachverhalt:

Auszubildender hat seine Ausbildung am 28. Juli 2006 beendet und wird ins Arbeitsverhältnis übernommen. Er hat seinen Urlaub nicht voll genommen.

Fragen:

Gemäß § 4 Bundesurlaubsgesetz wird der Urlaubsanspruch erst nach 6-monatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses erworben.

Gilt das auch, wenn der Beschäftigte zuvor die Ausbildung im selben Betrieb absolviert hat und sofort übernommen wurde?

Heißt das, dass er dann im Jahr 2006 gar keinen Urlaubsanspruch mehr hat (wegen sechsmonatiger Wartezeit)?

Ist der in der Ausbildungszeit nicht genommene Urlaub verfallen oder ist er als Lohn auszahlen??

Hinweis: es besteht keine Tarifbindung

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Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Frage summarisch auf Basis die mitgeteilten Informationen.

1. Wenn Sie direkt vom Betrieb übernommen worden sind, haben Sie den normalen Anspruch auf Urlaub erworben, der nach dem BUrlG gewährt wird. Lediglich der als Auszubildender genommene Urlaub wird angerechnet.

Sie können daher den Resturlaub für 2006 noch nehmen.

2. Wie hoch dieser Urlaub ist, richtet sich danach, wie alt Sie sind. Sollten Sie bei Beginn des Kalenderjahres über 18 waren, gilt das BUrlG. Ansonsten richtet sich der Urlaub nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz.

3. Die Frage nach eine Auszahlung des Urlaubsanspruches stellt sich damit nicht mehr. Er wäre auch nur auzuzahlen, wenn Sie ihn in natura nicht mehr nehmen könnten (bsw. wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses).

ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meiner Antwort eine erste rechtliche Orientierung geben.

Mit freundlichen Grüßen

Elmar Dolscius
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 27.08.2006 | 18:21

Sehr geehrter Hr. Dolscius,

das habe ich ja richtig verstanden. Ich war zu Beginn des Jahres über 18 Jahre und habe von den 26 Tagen Urlaub, die mir für das Kalenderjahr zustehen, in der Ausbildungszeit nur 7 Tage genommen. Dann kann ich die anderen 19 Tage nach Beendigung der Ausbildungszeit also nach dem 28.08.2006 noch nehmen und habe Anspruch auf bezahlten (und zwar die Bezahlung des Facharbeiters) Urlaub.

Da kann ja eigentlich jeder AZUBI - sofern davon ausgeht, dass er übernommen wird - folgende Überlegung anstellen:

In meinem letzten AZUBI-Jahr nehme ich den Urlaub erst nach der Übernahme, da ich nach der Übernahme (also nach Ende der Ausbildungszeit) ja einen (der Urlaub muß ja bezahlt werden) wesentlich höheren Lohn erhalte.

Sind diese Überlegungen korrekt?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.08.2006 | 13:19

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

1. In der Tat verhält es sich so, dass der bezahlte Urlaub sich nach dem aktuellen Verhältnis zum AG richtet. Wenn Sie also einen Teil des Urlaubs erst nach Übernahme nehmen, muss er nach den dann geltenden Bedingungen bezahlt werden.

2. Generell gilt, dass der bezahlte Urlaub sich nach dem Durchschnittsgehalt der letzten 13 Monate berechnet. Sollten nach Übernahme noch keine 13 Monate verstrichen sein, legt man den nach Beendigung der Ausbildung erzielten durchschnittlichen Verdienst zugrunde.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meiner Antwort auf Ihre Nachfrage helfen.

Mit freundlichen Grüßen

Elmar Dolscius
Rechtsanwalt

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