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§ 284 BGB, Ersatz vergeblicher Aufwendungen

18. Februar 2013 16:50 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Guten Tag, ich habe folgendes Anliegen.
Ich habe am Anfang März ein privates Shooting mit einem Photographen ausgemacht.er hat mir einen Flug gebucht, Wert fast 130 Euro. Es bestend kein Vertrag zwischen uns beiden. es wurde auch nie erwähnt, dass bei Rücktritt ich die Kosten tragen soll. Jetzt habe ich probleme mit meiner Mutter, die strick dagegen ist dass ich für das ganze Wochende weg fahre und bei einem unbekannten mann ubernachte.dazu kommt jetzt viel uni, womit ich vor 1 monat nicht gerechnet habe. jedenfalls habe ich ihm abgesagt. jetzt will er natürlich die flugkosten zurück haben.Es war dazu noch ein billigflug, bei storno bleibt also nicht viel ubrig. Er hat mir heute geschrieben, dass er seinen anwalt kontaktiert hat. und nach § 284 BGB , Ersatz vergeblicher Aufwendungen, Schadenersatz oder ähnliches verlagen wird. hat er wirklich das recht auf das geld. auch wenn zwischen uns kein vertrag besteht und er blind einer fremden person einen flug gebucht hat?

danke im voraus

Sehr geehrter Fragesteller,


unter Berücksichtigung des von Ihnen dargestellten Sachverhalts und Ihres Einsatzes möchte ich Ihre Frage wie folgt beantworten, wobei ich darauf hinweise, dass Sie sich mit dem Gebot des Mindesteinsatzes für die geringste Detailstufe der Antwort entschieden haben:

Sie schildern, dass Sie mit den Fotografen ein Fotoshooting vereinbart haben. Wenn dabei die wesentlichen Bedingungen (Leistung/Gegenleistung) vereinbart wurden, besteht entgegen Ihrer Auffassung ein bindender Vertrag. Dieser muss nicht schriftlich geschlossen werden, damit er wirksam ist.

Wenn Sie sich nicht ausdrücklich ein Rücktrittsrecht vorbehalten haben, bestand keine Berechtigung Ihrerseits, das Shooting abzusagen. Der Fotograf kann folglich, wenn Sie den Termin absagen, Schadensersatz verlangen. Die Höhe der Forderung ist dann im einzelnen zu prüfen.

Sollte der Fotograf ohne Absprache mit Ihnen den Flug gebucht haben, ist fraglich, ob diese Kosten zum Schadensersatz gehören. Schließlich hätten Sie ggf. auch auf eigene Initiative zum vereinbarten Ort reisen können. Wenn die Buchung aber Teil Ihrer Absprache war, müssen Sie die Kosten erstatten.

Sie sollten spätestens wenn die Ansprüche schriftlich geltend gemacht werden, einen Anwalt vor Ort aufsuchen, um die einzelnen Schadensersatz-/ Aufwendungsersatzpositionen auf ihre Berechtigung zu überprüfen.

Bitte beachten Sie, dass dieses Forum eine erste Orientierung bieten, nicht aber die persönliche Beratung ersetzen kann. Häufig ergeben sich dabei Details, die zu einer anderen Bewertung führen.

Dennoch hoffe ich, dass Ihnen meine Antwort weiterhilft.

Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel