Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

§ 263 StGB - Betrug

10.07.2008 01:56 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Hallo, mein Problem ist folgendes: Ich habe im Dezember 2007 und Januar 2008 insgesamt 4 Einkäufe bei einer Firma über meine ec-Karte (ohne PIN - mit Unterschrift im Lastschriftverfahren) getätigt. Die Beträge konnten aber mangels Deckung auf meinem Konto nicht eingezogen werden. Die Hauptforderungen belaufen sich auf insgesamt ca. 860,00 Euro. Die Inkassounternehmen, die mich angeschrieben haben, haben 400 Euro Gebühren drauf gehauen, so daß es jetzt um einen Betrag von ca. 1.250 Euro geht. Letzte Woche bekam ich eine Vorladung von der Polizei, die mir mitteilte, daß ich wegen Betrug angezeigt worden bin. Ich bin der Vorladung gefolgt und habe eine Aussage gemacht. Ich habe angegeben, niemanden betrügen zu wollen (was auch stimmt). Ich selber beziehe seit Jahren Hartz IV, meine Eltern hatten mir aber zugesagt, den Betrag für mich zu übernehmen, da ich plante mich selbstständig zu machen (dies hat meine Mutter auch bei der Polizei zu Protokoll gegeben). Dies hat leider nicht geklappt, da mein Vater sein Gehalt nachweislich mit 3 Monaten Verspätung bekam. Inzwischen habe ich auch schon 500 Euro von der Schuld abgezahlt. Erwhähnenswert wäre noch, daß ich vor einigen Jahren die eidesstattliche Versicherung habe abgeben müssen und noch andere Schulden habe, die ich aber auch im Rahmen meiner Möglichkeiten versuche abzuzahlen. Die Polizistin bei der Vernehmung glaubte mir kein Wort und sagte, sie wolle sich Kontoauszüge meiner damaligen Bank besorgen, um evtl. weitere "Betrüge" ermitteln zu können, die sie dann selber zur Anzeige bringen würde. Andere haben keine Anzeige erstattet, ich konnte mich einigen mit Ratenzahlungen. Einen Anwalt kann ich mir nicht leisten, ich habe das Geld lieber dem Inkassounternehmen geschickt, um von der Schuld runterzukommen, die Polizistin meinte aber, es würde keinen Unterschied mehr machen, ob ich die Schuld zurückzahlen würde, oder nicht. Vorbestraft bin ich nicht. Ich habe eine kleine Tochter von 3 Jahren und nun ziemlich Angst vor einer Haftstrafe. Meine Frage wäre nun, ob es sein kann, dass ich deswegen ins Gefängnis muss und wenn - für wie lange etwa? Die Verzweiflung ist ziemlich hoch, wie Sie sich sicherlich vorstellen können, denn meine Mutter hat Lungenkrebs und ist auf meine Hilfe angewiesen (mein Vater ist beruflich das ganze Jahr im Ausland und kann meiner Mutter nicht helfen) (Gefängnis kann ich mir net leisten) bitte geben Sie mir eine Antwort. Vielen Dank im Voraus. Mit verzweifelten Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller/in,
vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzten kann, sondern ausschließlich den Zweck hat, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Nun zu Ihrer Frage, welche ich unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworte:

Der Gebrauch einer nicht gedeckten EC – Karte kann den Tatbestand des Betruges nach § 263 StGB verwirklichen. Dieser sieht als Strafrahmen Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahre oder Geldstrafe vor. In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren.

Die zu verhängende Strafe wird durch das Gericht unter Berücksichtigung aller Umstände festgelegt. Daher sollten Sie in der eventuellen Hauptverhandlung z.B. Ihre familiären und finanziellen Verhältnisse zum Ausdruck bringen. Ferner ist zu berücksichtigen, dass Sie bisher nicht vorbestraft sind. Des Weiteren haben Sie die Tat ja auch vollumfänglich eingeräumt und den Schaden zum Teil zurückgezahlt. Auch dieser Umstand ist somit bei der Strafverhängung zu berücksichtigen. Sie sollten versuchen, bis zur eventuellen Hauptverhandlung, den entsprechenden Betrag irgendwie zurück zu zahlen. Dies wird sich dann auf jeden Fall strafmildernd für Sie auswirken. Zudem spielt es eine Rolle, wenn es bisher keine weiteren Konflikte mit dem Strafgesetzbuch gegeben hat. Sie sollten außerdem Entschuldigungsbriefe aufsetzten und diese an die anzeigenden Gläubiger versenden. Diesbezüglich sollten Sie dringend versuchen es zu verhindern, dass weitere Strafanzeigen gegen Sie gestellt werden. Sie sollten sich daher mit allen Gläubigern in Verbindung setzten (wenn noch nicht geschehen), um eine Ratenzahlung zu vereinbaren.

Eine Einschätzung bezüglich der zu erwatenden Strafe gestaltet sich als schwierig, da es insofern immer auf den Einzelfall und auf das Gericht ankommt. Mein Rat an Sie ist es, dass Sie einen im Strafrecht tätigen Rechtsanwalt mit Ihrer Verteidigung beauftragen. So können Sie dann mit Ihrem Anwalt zusammen Akteneinsicht nehmen und eine vernünftige Strategie für die eventuelle Hauptverhandlung besprechen. Sollten Sie nicht das nötige Geld haben, können Sie sich gegebenenfalls kostentechnisch nur auf die Akteneinsicht beschränken.
Das wichtigste ist, dass Sie so schnell wie möglich den Schaden wieder gut machen.

Nach Ihrer Schilderung liegt kein besonders schwerer Fall vor, sodass bei Ihnen eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahre oder eine Geldstrafe in Betracht kommen kann.
Ich denke, dass in Ihrem Fall im Ergebnis eine Geldstrafe wahrscheinlich ist.

Ich hoffe Ihnen weiter geholfen zu haben und stehe Ihnen gerne im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

André Neumann

Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 89454 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ich fühle mich sehr gut beraten. Schnell, freundlich, kompetent . ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr gute Anwältin habe schon ein Anwalt der sehr gut auch sehr schnell ist. Es ist schlimm wie sehr die Eltern und nicht die Kinder in Vordergrund stehen. Will hoffen obwohl ich nicht der Vater das Kind zurück bekommen kann.der ... ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Vielen Dank ...
FRAGESTELLER