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§ 2325 BGB Pflichtteilsergänzungsanspruch wie hoch ist die Abschmelzung ?

| 21.09.2012 15:20 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Anja Merkel, LL.M.


Erblasser X verstirbt am 21.9.2012.
Nachlass unter € 10.000.
Pflichtteilsberechtigter Y hat eine Pflichtteilsquote von 1/6
Schenkung von € 60.000 an Person Z am 11.9.2006.
Wie hoch ist der Pflichtteilsergänzungsanspruch von Y gegenüber Z (nicht verwandt oder erbberechtigt) ?
Wie wird der Fristenlauf in diesem Falle konkret berechnet ?

Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zunächst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist, eine erste rechtliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen.

Ihre Fragen beantworte ich hinsichtlich Ihrer Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes folgendermaßen.

Der Pflichtteilsergänzungsanspruch sieht gemäß § 2325 Abs.3 BGB eine stufenweise Anrechung innerhalb der letzten 10 Jahre vor dem Erbfall vor. Dabei wird eine Schenkung im ersten Jahr vor dem Erb- bzw. Todesfall im vollen Umfang berücksichtigt. Im Laufe eines jeden folgenden Jahres wird die Schenkung um jeweils ein Zehntel weniger berücksichtigt. Stichtag für das jeweils laufende Jahr ist der Todetag. Mithin beginnt das jeweils folgende Jahr in Ihrem Fall am 12.09.

Im vorgebenen Beispiel ergibt sich also eine Abschmelzung von 5/10 also insgesamt 30000. Hiervon stehen Ihnen bei einer Quote von 1/6 5000 Euro zu.


Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.

Beste Grüße

Anja Merkel, LL.M.
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 29.10.2012 | 12:40

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Stellungnahme vom Anwalt:
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