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§§ 2122 / 2136 BGB: Kosten Sachverständigengutachten bei befreitem Vorerbe

| 29.07.2019 17:14 |
Preis: 52,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Steidel


Durch eine Eintragungsbekanntmachung des Grundbuchamtes erfuhr ich, dass ich als Nacherbe einer Immobilie eingesetzt wurde, bei befreitem Vorerbe. Nun will ich vom Vorerben nicht nur ein notarielles Nachlassverzeichnis anfordern (zu Lasten der Erbmasse), sondern eventuell auch den Zustand der Vorerbschaft durch einen Sachverständigen feststellen lassen. Frage: Geht auch das Sachverständigengutachten zu Lasten der Erbmasse, oder muss ich es bezahlen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Kosten der Feststellung des Nachlasses durch Sachverständigengutachten gehen nach § 2122 BGB zu Lasten des Antragstellers, also zu Lasten desjenigen, der Feststellung verlangt.

Eine Kostentragungspflicht des Nachlasses besteht insoweit nicht. § 2121 Abs.4 BGB betrifft ausschließlich die Kosten des Verzeichnisses. Diese Verpflichtung des Vorerben besteht nur einmal, während Feststellung des Zustands der Erbschaftsgegenstände auch wiederholt verlangt werden kann.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 29.07.2019 | 19:11

Vielen Dank soweit! Unsicher hatte mich in dieser Frage der Umstand gemacht, dass in etlichen "ungeprüften" Internet-Informationen zu diesem Thema von einer "Pflicht" des Vorerben zur sachverständigen Feststellung des Zustandes der Vorerbschaft die Rede ist.
Jetzt sehe ich klar, dass man diese Pflicht des Vorerben (auf Anforderung des Nacherben) nicht mit der Kostentragungspflicht gleichsetzen darf.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.07.2019 | 09:28

Guten Morgen,

ja, in der Tat ist die Verpflichtung zur Feststellung nicht mit der Verpflichtung zur Kostentragung gleichzusetzen. Die Kosten fallen demjenigen zur Last, der die [/u]Feststellung des Zustandes[u] verlangt.

Es geht dabei eben nicht um ein Verzeichnis, wie es einmal verlangt werden kann, um überhaupt einen Überblick über den Nachlass zu erhalten, sondern um eine Zustandsbewertung der Nachlassgegenstände.

Auf das Verzeichnis ist der Nacherbe angewiesen, um überhaupt seine Rechtsposition sichern zu können. Daher hat der Gesetzgeber die dafür anfallenden Kosten dem Nachlass zugerechnet.

Bewertung des Fragestellers 30.07.2019 | 10:38

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