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§ 201 a STGB Kann man Beweise dieser Form zualssen ?


| 08.05.2006 07:25 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler



Hallo, leider wurde ein wichtiger Bereich meiner Frage zu Cybersex noch nicht ganz beantwortet, ich bitte daher nochmal dies in einer gesonderten Frage zu tun.
Einmal bitte ich um Trennung zum Zivilrecht und Strafrecht.

In meinem Beispiel fragte ich, ob Aufzeichnungen von Camsex, wobei dann die Aufzeichnung gegen meinen Willen passiert, vor Gericht als Beweis zugelassen werden können.
Steht hier nicht der § 201 a STGB entgegen, der dies sogar unter Strafe setzt oder aber Art. 10 GG.

Für eine Antwort bedanke ich mich.

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Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung wie folgt beantworten möchte:

Ob ein Beweisverwertungsverbot vorliegt, ist für § 201a StGB höchstrichterlich noch nicht entschieden worden. Allerdings spricht vieles dafür, dass die Rechtsprechung zu § 201 StGB übertragen wird: durch Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes in gemäß § 201 StGB strafbarer Weise gewonnene Beweise sind unverwertbar, wenn der Betroffene die Verwertung nicht gestattet hat, sofern nicht besondere Umstände eine Verwertung rechtfertigen. Grundsätzlich dürfte also ein Beweisverwertungsverbot vorliegen, wobei besondere Umstände (z.B. Alter der Chatpartner, Art der vorgenommenen Handlungen) zu einem anderen Ergebnis führen können.

Dies gilt im Straf- wie im Zivilprozess.

Ich rate Ihnen, sich einen Strafverteidiger zu nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 08.05.2006 | 09:17

Sie haben meine Frage bezüglich der Auszeichnung nicht ganz verstanden, sie geht aus meiner Ursprungsfrage zum Cybersex hervor, die mir noch nicht hinreichend beantwortet wurde, ich lege Wert darauf, dass ich mir keinen Strafverteidiger nehmen muss, da ich bisher nichts in dieser Richtung getan habe, ich wollte nur vorsorglich wissen, was passieren kann, wenn ich die oben erwähnten Dinge ausführen würde.
Ihr Kollege hatte in diesem Zusammenhang nur den § 2 aus dem TDG Gesetz genannt, wo mir nicht ganz ersichtlich war, inwiefern dieser nun zu § 201 oder Art. 10 GG steht, vielleicht könnten sie mir nochmal genauer sagen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.05.2006 | 09:34

In der sog. "Normenhierarchie" stehen TDG und StGB auf einer Stufe, weshalb sich die Gesetze ergänzen. Das GG hat einen höheren Rang.

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