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zukünftige Geschäftsführertätigkeit in einer gmbH


20.11.2014 22:54 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Bestellung eines Gmbh Geschäftsführer trotz Vorstrafe. § 6 GmbHG findet keine Anwendung auf einen GmbH Gesellschafter.


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich wurde im Jahre 2012 zu einem Strafbefehl von 90 Tagen verurteilt, und möchte nun wissen ob ich zum heutigen Tage eine erneute Geschäftsführertätigkeit in einer neuen bestehenden GmbH übernehmen darf, oder schließt das GmbH Gesetz dieses in meinem Falle aus.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Einschlägig ist in Ihrem Falle § 6 GmbHG.

Danach ist jemand der wegen einer Straftat nach den in § 6 Abs. 2 Nr. 3 GmbHG genannten Straftaten verurteilt wurde für die Dauer von 5 Jahren als Geschäftsführer ausgeschlossen. Entscheiden für den Lauf der Frist ist die Rechtskraft des Urteils/Strabefehls.

Da seit dem Vergehen erst 2 Jahre vergangen sind, kommt es darauf an, aufgrund welches Vergehen ein Strafbefehl erlassen wurde. Im Falle einer Sttraftat nach § 6 Abs. 2 Nr. 3 e GmbHG muss eine Mindeststrafe von einem Jahr ausgesprochen worden sein, so dass diese Alternative hier schon ausscheidet.

§ 6 GmbHG gilt nicht für die Stellung als Gesellschafter, die unabhängig von § 6 GmbHG möglich ist.

§ 6 Geschäftsführer

(1) Die Gesellschaft muß einen oder mehrere Geschäftsführer haben.

(2) Geschäftsführer kann nur eine natürliche, unbeschränkt geschäftsfähige Person sein. Geschäftsführer kann nicht sein, wer
1. als Betreuter bei der Besorgung seiner Vermögensangelegenheiten ganz oder teilweise einem Einwilligungsvorbehalt (§ 1903 des Bürgerlichen Gesetzbuchs) unterliegt,
2. aufgrund eines gerichtlichen Urteils oder einer vollziehbaren Entscheidung einer Verwaltungsbehörde einen Beruf, einen Berufszweig, ein Gewerbe oder einen Gewerbezweig nicht ausüben darf, sofern der Unternehmensgegenstand ganz oder teilweise mit dem Gegenstand des Verbots übereinstimmt,
3. wegen einer oder mehrerer vorsätzlich begangener Straftaten
a) des Unterlassens der Stellung des Antrags auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens (Insolvenzverschleppung),
b) nach den §§ 283 bis 283d des Strafgesetzbuchs (Insolvenzstraftaten),
c) der falschen Angaben nach § 82 dieses Gesetzes oder § 399 des Aktiengesetzes,
d) der unrichtigen Darstellung nach § 400 des Aktiengesetzes, § 331 des Handelsgesetzbuchs, § 313 des Umwandlungsgesetzes oder § 17 des Publizitätsgesetzes oder
e) nach den §§ 263 bis 264a oder den §§ 265b bis 266a des Strafgesetzbuchs zu einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr
verurteilt worden ist; dieser Ausschluss gilt für die Dauer von fünf Jahren seit der Rechtskraft des Urteils, wobei die Zeit nicht eingerechnet wird, in welcher der Täter auf behördliche Anordnung in einer Anstalt verwahrt worden ist.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Eindruck vermittelt zu haben. Im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion stehe ich Ihnen zur Verfügung.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt & Immobilienökonom

§ 6 GmbHG
(1) Die Gesellschaft muß einen oder mehrere Geschäftsführer haben.
(2) 1Geschäftsführer kann nur eine natürliche, unbeschränkt geschäftsfähige Person sein. 2Ein Betreuter, der bei der Besorgung seiner Vermögensangelegenheiten ganz oder teilweise einem Einwilligungsvorbehalt (§ 1903 des Bürgerlichen Gesetzbuchs) unterliegt, kann nicht Geschäftsführer sein. 3Wer wegen einer Straftat nach den §§ 283 bis 283d des Strafgesetzbuchs verurteilt worden ist, kann auf die Dauer von fünf Jahren seit der Rechtskraft des Urteils nicht Geschäftsführer sein; in die Frist wird die Zeit nicht eingerechnet, in welcher der Täter auf behördliche Anordnung in einer Anstalt verwahrt worden ist.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
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